{"id":531054,"date":"2025-10-27T18:07:17","date_gmt":"2025-10-27T18:07:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/531054\/"},"modified":"2025-10-27T18:07:17","modified_gmt":"2025-10-27T18:07:17","slug":"louvre-raub-einer-sass-schon-fast-im-flugzeug-nach-nordafrika-diese-fehler-machten-die-diebe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/531054\/","title":{"rendered":"Louvre-Raub: Einer sa\u00df schon fast im Flugzeug nach Nordafrika \u2013 Diese Fehler machten die Diebe"},"content":{"rendered":"<p>Nach der Festnahme von zwei Verd\u00e4chtigen im Fall des Louvre-Einbruchs sind nun Details zu den Ermittlungen bekannt geworden. Die Polizei konnte die Flucht eines Verd\u00e4chtigen nach Algerien wohl im letzten Moment verhindern. Der Mann befand sich am Flughafen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Eine Woche nach dem spektakul\u00e4ren Einbruch in den Pariser Louvre schlagen die Ermittler zur\u00fcck: Zwei Verd\u00e4chtige sitzen seit dem Wochenende in Untersuchungshaft. Von den gestohlenen Juwelen fehlt jedoch jede Spur \u2013 und zwei weitere mutma\u00dfliche Komplizen sind fl\u00fcchtig.  <\/p>\n<p>Die Festnahme der beiden Verd\u00e4chtigen, die um die 30 Jahre alt sein sollen, war filmreif: DNA-Spuren am Tatort f\u00fchrten die Ermittler unter anderem zum Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle. Ein Verd\u00e4chtiger war kurz davor, das Land zu verlassen. Der am Flughafen festgenommene Tatverd\u00e4chtige wollte nach Algerien fliehen, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Justizkreisen erfuhr.<\/p>\n<p>Der andere Verd\u00e4chtige wurde in der Region Seine-Saint-Denis im Gro\u00dfraum Paris gefasst. Auch er hatte offenbar vor, das Land zu verlassen, sein Ziel sei Mali gewesen. Das zumindest berichtete \u201eLe Figaro\u201c.<\/p>\n<p>Laut Medien waren beide M\u00e4nner den Polizeibeh\u00f6rden bereits wegen Diebstahls bekannt. Einer soll franz\u00f6sischer, der andere franz\u00f6sisch-algerischer Staatsb\u00fcrger sein. Von den beiden fl\u00fcchtigen mutma\u00dflichen Komplizen fehlt bisher jede Spur. <\/p>\n<p>Die Ermittler hoffen, dass DNA-Spuren, Fingerabdr\u00fccke und Videoaufnahmen ihre F\u00e4hrte enth\u00fcllen \u2013 so wie bei den beiden festgenommenen Verd\u00e4chtigen. Videoaufnahmen erlaubten immerhin, die Fluchtroute der Einbrecher bis ins Pariser Umland nachzuvollziehen \u2013 dorthin, woher auch die Verd\u00e4chtigen stammen sollen.<\/p>\n<p>Schadeten Medienberichte die Ermittlungen?<\/p>\n<p>Noch bevor die Festnahmen offiziell best\u00e4tigt wurden, hatten die Zeitung \u201eLe Parisien\u201c und das Magazin \u201eParis Match\u201c dar\u00fcber berichtet. Die zust\u00e4ndige Staatsanw\u00e4ltin Laure Beccuau beklagte, dass die Informationen \u00fcber Festnahmen vorzeitig an die Medien weitergegeben worden seien. Dies k\u00f6nne \u201eden Ermittlungsbem\u00fchungen der rund 100 Ermittler, die sowohl nach dem gestohlenen Schmuck als auch nach den T\u00e4tern suchen, nur schaden\u201c, sagte Beccuau.<\/p>\n<p>Staatsanw\u00e4ltin Beccuau gab weitere Informationen zum Verlauf der Ermittlungen bekannt. So seien die unter anderem auf die Verfolgung von Kunstdiebst\u00e4hlen spezialisierten BRB-Einheiten des Innenministeriums sowie die auf den Diebstahl und illegalen Handel mit Kulturg\u00fctern spezialisierte Einheit OCBC daran beteiligt. An den Tatorten seien mehr als 150 DNA-Spuren und Fingerabdr\u00fccke genommen worden.<\/p>\n<p>Hatte ein Sicherheitsmitarbeiter des Louvre Kontakt zu den T\u00e4tern?<\/p>\n<p>K\u00f6nnten die beiden festgenommenen Verd\u00e4chtigen nur Handlanger sein? Wer steckt wirklich hinter dem spektakul\u00e4ren Coup im Louvre \u2013 eine organisierte kriminelle Bande, wie Staatsanwaltschaft und Innenminister Laurent Nu\u00f1ez vermuten? \u201eDas sieht nach organisierter Kriminalit\u00e4t aus, wir werden sehen\u201c, sagte Nu\u00f1ez der Zeitung \u201eLa Tribune Dimanche\u201c.<\/p>\n<p>Gab es sogar Komplizenschaft innerhalb des Museums? Auch dieses Szenario schlie\u00dfen die Ermittler nicht aus. Hinweise der englischen Zeitung \u201eThe Telegraph\u201c legen nahe, dass ein Sicherheitsmitarbeiter vor dem Raub Kontakt zu den mutma\u00dflichen T\u00e4tern hatte und m\u00f6glicherweise aktiv Informationen weitergegeben hat. Von den Festgenommenen erhoffen sich die Ermittler auch hierzu neue Erkenntnisse.<\/p>\n<p>So lief der Diebstahl ab<\/p>\n<p>Der \u00dcberfall war minuti\u00f6s vorbereitet: Am 19. Oktober war das Einbrecher-Quartett mithilfe eines Lastenaufzugs in die erste Etage des ber\u00fchmten Museums gelangt und hatte mit einem Trennschleifer zwei Vitrinen ge\u00f6ffnet. Die Diebe erbeuteten acht mit Diamanten und Edelsteinen verzierte Schmuckst\u00fccke der franz\u00f6sischen Kronjuwelen. <\/p>\n<p>Der Einbruch erfolgte eine halbe Stunde nach Museums\u00f6ffnung und dauerte keine zehn Minuten. Die T\u00e4ter entkamen auf Motorrollern. Staatsanw\u00e4ltin Beccuau sch\u00e4tzte den Schaden unter Berufung auf das Museum auf 88 Millionen Euro.<\/p>\n<p>\nDoch den Kriminellen unterliefen Fehler: So verloren sie im Verlauf des Einbruchs eine Krone, die einst Eug\u00e9nie de Montijo geh\u00f6rt hatte, der Ehefrau des letzten franz\u00f6sischen Kaisers Napoleon III. Die Krone wurde besch\u00e4digt, kann aber laut Louvre-Direktorin Laurence des Cars restauriert werden. <\/p>\n<p>Es sollte nicht der einzige Fehler bleiben: Einer der M\u00e4nner zog seine gelbe Weste aus und hinterlie\u00df sie am Tatort. Au\u00dferdem fanden die Ermittler Helme, Handschuhe, ein Schwei\u00dfger\u00e4t, ein Walkie-Talkie, eine gelbe Warnweste und Trennscheiben, teilweise mit Benzin \u00fcbergossen \u2013 und damit rund 150 DNA-Spuren.<\/p>\n<p>Von den \u00fcbrigen gestohlenen Schmuckst\u00fccken fehlt eine Woche nach dem Diebstahl noch jede Spur. Experten bef\u00fcrchten, dass die Beute zerlegt und eingeschmolzen wird. <\/p>\n<p>dpa\/AFP\/jho<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach der Festnahme von zwei Verd\u00e4chtigen im Fall des Louvre-Einbruchs sind nun Details zu den Ermittlungen bekannt geworden.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":531055,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,29,214,30,1794,129942,37210,110,215],"class_list":{"0":"post-531054","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-germany","12":"tag-kunst-und-design","13":"tag-kunstraub-ks","14":"tag-louvre-museum-paris","15":"tag-newsteam","16":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115447466724509457","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/531054","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=531054"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/531054\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/531055"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=531054"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=531054"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=531054"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}