{"id":531252,"date":"2025-10-27T20:06:10","date_gmt":"2025-10-27T20:06:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/531252\/"},"modified":"2025-10-27T20:06:10","modified_gmt":"2025-10-27T20:06:10","slug":"remscheid-polizei-entdeckt-riesiges-waffenarsenal-panorama","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/531252\/","title":{"rendered":"Remscheid: Polizei entdeckt riesiges Waffenarsenal &#8211; Panorama"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Sturmgewehre, Panzerf\u00e4uste, M\u00f6rsergranaten und Maschinenpistolen: Einsatzkr\u00e4fte haben in Remscheid bei <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Wuppertal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wuppertal<\/a> ein riesiges Arsenal mit Kriegswaffen sichergestellt. Es k\u00f6nnte sich um einen der gr\u00f6\u00dften Funde von Kriegswaffen in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Nordrhein-Westfalen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nordrhein-Westfalen<\/a> handeln, sagte Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert. Wer die Kunden der Waffenh\u00e4ndler waren, dazu sagen die Ermittler bislang nichts. Die drei Hauptverd\u00e4chtigen im Alter von 34, 37 und 59 Jahren sitzen in Untersuchungshaft.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Es werde noch Tage dauern, um einen endg\u00fcltigen \u00dcberblick \u00fcber die vielen Waffen zu bekommen. Erst dann k\u00f6nne man auch mit Sicherheit sagen, ob alle scharf und schussf\u00e4hig seien, sagte Baumert. Viele Modelle stammen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Aber es gab auch neuere Waffen, mit denen Kriminelle schwere Straftaten h\u00e4tten ver\u00fcben k\u00f6nnen. \u201eDiese Sachen sind extrem gef\u00e4hrlich\u201c, betonte Baumert. Mit den sichergestellten Handgranaten und Sprengmitteln h\u00e4tte man \u201eeine Vielzahl von Menschen t\u00f6ten und verletzen k\u00f6nnen\u201c, betonte der Oberstaatsanwalt. \u201eDas geht bis hin zum Amoklauf oder Terroranschlag, oder sie k\u00f6nnen damit sogar kriegerische Auseinandersetzungen aller Art f\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Mehr als ein Jahr lang hatten die Fahnder die Bande im Visier. Entscheidende Hinweise h\u00e4tten zwei verdeckte Ermittler gebracht, die man in das Netzwerk einschleusen konnte. Mehrmals sei es den beiden gelungen, scharfe Waffen wie Maschinenpistolen bei den Verd\u00e4chtigen zu kaufen. \u201eSp\u00e4testens in dem Moment wussten wir, dass es nicht nur Gerede war, sondern dass tats\u00e4chlich scharfe Waffen gehandelt wurden\u201c, sagte der Oberstaatsanwalt. Als am Sonntagabend dann ein 59-J\u00e4hriger mutma\u00dflich Waffen ausliefern wollte, griffen Spezialkr\u00e4fte zu. Man habe schnell handeln m\u00fcssen, um m\u00f6gliche Gefahren durch den Weiterverkauf zu verhindern, sagte Polizeif\u00fchrer Daniel Sternemann.<\/p>\n<p>Relikte aus dem Nationalsozialismus<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Auf der Autobahn 1 bei Remscheid stoppten Spezialkr\u00e4fte den Wagen des 59-J\u00e4hrigen und nahmen ihn fest. Mithilfe eines R\u00f6ntgenger\u00e4ts wollen die Fahnder nun genau schauen, wo in dem Auto \u00fcberall Waffen versteckt sein k\u00f6nnten. Die beiden anderen mutma\u00dflichen Hauptverd\u00e4chtigen wurden wenig sp\u00e4ter bei Hausdurchsuchungen in Remscheid festgenommen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die gr\u00f6\u00dften Funde machte die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Polizei\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Polizei<\/a> im Keller des 59-J\u00e4hrigen. Er habe dort eine Art Museum mit Waffen und Relikten aus dem Zweiten Weltkrieg errichtet, sagte Michael Vagnsoe, der Leiter der Ermittlungskommission. Darunter seien Relikte aus dem <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Nationalsozialismus\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nationalsozialismus<\/a> gewesen, aber auch Gegenst\u00e4nde aus der fr\u00fcheren Sowjetunion sowie Waffen neuerer Produktionsjahre.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Handgranaten und M\u00f6rsergranaten, die potenziell besonders gef\u00e4hrlich sind, seien von Entsch\u00e4rfungs-Experten in einen Steinbruch transportiert und dort gesprengt worden. Auch auf zahlreiche Hakenkreuz-Flaggen und SS-Uniformen stie\u00dfen die Fahnder in dem Keller. \u201eAufgrund der NS-Relikte und dem zumindest milit\u00e4rgeschichtlichen Interesse an der NS-Zeit haben wir auch Ermittlungen durch den hiesigen Staatsschutz durchf\u00fchren lassen und zum jetzigen Zeitpunkt konnten noch keine Anhaltspunkte f\u00fcr eine rechtsextreme Gesinnung festgestellt werden\u201c, f\u00fchrte Vagnsoe aus. Es sei davon auszugehen, dass f\u00fcr die Beteiligten das finanzielle Interesse im Vordergrund gestanden habe, erg\u00e4nzte Oberstaatsanwalt Baumert.  Am Sonntagabend und Montag seien die Haftbefehle und insgesamt elf Durchsuchungsbeschl\u00fcsse vollstreckt worden, sagte Polizeif\u00fchrer Sternemann. Neben Geb\u00e4uden in Remscheid wurden demnach auch Objekte in Hamm und in Borxleben in Th\u00fcringen durchsucht. 200 Einsatzkr\u00e4fte seien daran beteiligt gewesen, auch <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Drogen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Drogen<\/a> und Bargeld seien sichergestellt worden. Neben den drei hauptbeschuldigten M\u00e4nnern wurde laut Ermittlern eine weitere Person festgenommen, hier laute der Vorwurf auf Versto\u00df gegen das Bet\u00e4ubungsmittelgesetz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sturmgewehre, Panzerf\u00e4uste, M\u00f6rsergranaten und Maschinenpistolen: Einsatzkr\u00e4fte haben in Remscheid bei Wuppertal ein riesiges Arsenal mit Kriegswaffen sichergestellt. 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