{"id":531674,"date":"2025-10-28T00:15:23","date_gmt":"2025-10-28T00:15:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/531674\/"},"modified":"2025-10-28T00:15:23","modified_gmt":"2025-10-28T00:15:23","slug":"berlin-ciao-berufsleben-so-gelingt-gutes-ankommen-im-ruhestand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/531674\/","title":{"rendered":"Berlin | Ciao, Berufsleben! So gelingt gutes Ankommen im Ruhestand"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa\/tmn) &#8211; Einlasskarte oder Schl\u00fcssel sind abgegeben, die Abschieds-Mail ist verschickt. Dass der allerletzte Feierabend mitunter gemischte Gef\u00fchle weckt, ist ganz normal. Unter die Vorfreude auf die neu gewonnene Freiheit im Ruhestand (\u00abNie wieder nervige Kunden! Nie wieder eilige Auftr\u00e4ge vom Chef!\u00bb) mischen sich oft auch Unsicherheiten (\u00abWie sieht mein Leben k\u00fcnftig aus?\u00bb).\u00a0<\/p>\n<p>Kein Wunder, denn der Eintritt in den Ruhestand ist \u00abder gr\u00f6\u00dfte Umbruch im Leben, manche sprechen auch von einem Lebensbeben\u00bb, sagt Peter Lennartz, Coach, Trainer und Podcaster (\u00abZiemlich bester Ruhestand\u00bb).\u00a0<\/p>\n<p>Das Leben wird also kr\u00e4ftig durchgesch\u00fcttelt &#8211; was jahrzehntelang den Alltag ausgemacht hat, f\u00e4llt auf einmal weg: eine feste Struktur, das Gef\u00fchl, eine Aufgabe zu haben &#8211; und nat\u00fcrlich auch Wertsch\u00e4tzung. \u00abDa entsteht also ein riesiger Leerraum, der nun zu f\u00fcllen ist\u00bb, sagt Peter Lennartz. Gerade f\u00fcr alle, die sich stark \u00fcber ihren Job definiert haben, kann das zun\u00e4chst ein sehr mulmiges Gef\u00fchl bedeuten.<\/p>\n<p>Die gute Nachricht: Es gibt nun unendlich viele M\u00f6glichkeiten. Eine neue Sprache lernen, mehr Zeit mit den Enkeln verbringen, sich an der Uni einschreiben, das Maximum aus dem Garten herausholen, Aquarellmalerei oder Pilates ausprobieren, die Familiengeschichte aufarbeiten, einen Lesekreis gr\u00fcnden, politisch aktiv werden, einen Hund adoptieren, auf Weltreise gehen.\u00a0<\/p>\n<p>Gar nicht so leicht, da herauszufiltern, wie ein gutes Leben im Ruhestand f\u00fcr einen selbst aussehen kann. Lennartz, Jahrgang 1958, beobachtet zudem immer wieder: \u00abMeine Generation hat den Sinn nie gesucht, wir haben gelebt, um zu arbeiten.\u00bb Wie also k\u00f6nnen erste Schritte aussehen &#8211; und welche Fehler sollte man vermeiden?\u00a0<\/p>\n<p>Hallo, Ruhestand! Zwei Fallen, die man vermeiden sollte\u00a0<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>Falle 1: Auf jede Vorbereitung verzichten<\/li>\n<\/ul>\n<p>Kopf\u00fcber ohne Plan in den Ruhestand &#8211; ganz nach dem Motto \u00abWird schon irgendwie\u00bb? Darauf sollte man sich nicht verlassen. Denn der Ruhestand ist kein verl\u00e4ngerter Jahresurlaub, wie es in einer Brosch\u00fcre der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) hei\u00dft. Er ist eine Lebensphase, die im besten Fall noch Jahrzehnte umfasst.\u00a0<\/p>\n<p>Und wie bei jeder gro\u00dfen Ver\u00e4nderung gilt: Wer sich vorab gedanklich damit besch\u00e4ftigt, kann sie besser bew\u00e4ltigen. Ein guter Anfang laut der BAGSO: sich Erwartungen, Unsicherheiten und \u00c4ngste bewusst machen. Das geht, indem man alle Gedanken- und Gef\u00fchlsblitze rund um den Ruhestand notiert &#8211; und zwar ohne sie zu bewerten.<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>Falle 2: Kalender und To-do-Liste gnadenlos \u00fcberfrachten<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zu Beginn des Ruhestands meldet sich bei so manchem der Impuls, das Leben mit all den Dingen zu f\u00fcllen, f\u00fcr die immer zu wenig Zeit war. Endlich den Keller ausmisten! Endlich alle Freunde in anderen St\u00e4dten besuchen! Experten sprechen auch von einer \u00abHoneymoon-Phase\u00bb.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abDaran ist auch erstmal gar nichts falsch, das kann wundersch\u00f6n sein\u00bb, sagt Peter Lennartz. Doch wom\u00f6glich f\u00e4llt einem das Vollstopfen von Kalender und To-do-Liste nach einer Weile auf die F\u00fc\u00dfe. Und zwar dann, wenn der alleinige Antrieb hinter all diesen Aktivit\u00e4ten die Angst ist, sonst nichts zu tun zu haben.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abIrgendwann kommt n\u00e4mlich der Punkt, da ist die Garage aufger\u00e4umt und die B\u00fccher stehen perfekt im Regal\u00bb, sagt Lennartz. Sp\u00e4testens dann kann man eine Auseinandersetzung mit dem Ruhestand und der Frage, wie man ihn gestalten m\u00f6chte, nicht mehr vermeiden. \u00abDenn bislang wurde die Zeit blo\u00df gef\u00fcllt, aber nicht erf\u00fcllt.\u00bb<\/p>\n<p>Drei Strategien, die bei der Suche nach Sinn helfen\u00a0<\/p>\n<p>Doch wie findet man heraus, was einen erf\u00fcllt? Probieren kann man diese drei Dinge:\u00a0<\/p>\n<p>Nichtstun kann s\u00fc\u00dfe Fr\u00fcchte tragen. \u00abWenn man die Langeweile denn aushalten kann, ist sie auch positiv\u00bb, sagt Peter Lennartz. \u00abDenn dadurch generiert man neue Ideen.\u00bb So auch f\u00fcr den Ruhestand und wie man ihn gestalten mag. Wichtig ist nur: nicht zu viel unverplante Zeit &#8211; das kann auf die Stimmung schlagen.\u00a0<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>Lebensbereiche checken mit dem Lebensrad\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auf welche Lebensbereiche m\u00f6chte ich jetzt den Fokus legen? Hilfestellung dabei kann das sogenannte Lebensrad geben. Vorlagen daf\u00fcr sind im Internet zu finden. Man kann es aber auch selbst machen.\u00a0<\/p>\n<p>Daf\u00fcr zeichnet man einen Kreis auf Papier, den man in gleich gro\u00dfe Tortenst\u00fccke einteilt. Wie viele, kann man individuell festlegen. Dabei steht jedes St\u00fcck f\u00fcr einen Lebensbereich &#8211; etwa Gesundheit, Familie, Finanzen, Partnerschaft, Wohnen, Freizeit oder pers\u00f6nliches Wachstum.\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcr jeden dieser Bereiche kann man nun eine Punktzahl verteilen: \u00abEins hei\u00dft, es l\u00e4uft furchtbar schlecht, zehn hei\u00dft: besser geht`s nicht\u00bb, sagt Peter Lennartz. Ein guter Aufschlag, um herauszufinden: Wo passt etwas f\u00fcr mich nicht &#8211; und wo m\u00f6chte ich in diesem Lebensbereich stattdessen hin?\u00a0<\/p>\n<p>Zum Beispiel kann eine Erkenntnis sein, dass man in den vergangenen Jahren viel zu wenig f\u00fcr die eigene Gesundheit getan hat. \u00abDann ist jetzt Zeit, dem K\u00f6rper eine VIP-Behandlung zu g\u00f6nnen\u00bb, sagt Peter Lennartz. \u00abEr hat es verdient, schlie\u00dflich hat er uns bis hierhin durchs Leben getragen.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Ein Ansatz, der ebenfalls helfen kann, das Leben im Ruhestand zu gestalten: Stellen Sie sich Ihr Leben als Film vor. Der Teil \u00abArbeitsleben\u00bb ist vorbei, jetzt gibt es die Fortsetzung: \u00abRuhestand\u00bb. Und das hei\u00dft: Man kann das Drehbuch umschreiben und sich selbst neue Rollen geben.\u00a0<\/p>\n<p>Wie sie aussehen k\u00f6nnen? Lennartz r\u00e4t, auf folgenden Fragen herumzudenken:<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>Was gibt mir Energie?<\/li>\n<li>Was sind meine Leidenschaften?<\/li>\n<li>Was sind meine Werte?<\/li>\n<li>Was will ich jetzt nicht mehr machen?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Vielleicht ist eine Erkenntnis \u00abIch m\u00f6chte jetzt mehr Opa sein\u00bb &#8211; oder \u00abIch sehe mich noch einmal als Studentin an einer Uni\u00bb. Oder auch: \u00abIch sehe mich als jemand, der sein Wissen weitergibt.\u00bb<\/p>\n<p>Zwei Tipps f\u00fcr die Umsetzung<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>Pl\u00e4ne in kleine Schritte zerlegen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ideen gesammelt? Wie gut. Doch selbst der beste Plan taugt nichts, wenn man nicht ins Handeln kommt. Doch wer so einiges auf der Liste hat, f\u00fchlt sich wom\u00f6glich gel\u00e4hmt, wenn es darum geht, mit der Umsetzung anzufangen.\u00a0<\/p>\n<p>Gut, dann den Druck rauszunehmen. Hei\u00dft: \u00abNicht zu gro\u00dfe Pl\u00e4ne, sondern kleine Schritte, Dinge einfach mal ausprobieren. Und wenn etwas nicht klappt, etwas Neues starten\u00bb, fasst Peter Lennartz zusammen.\u00a0<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>\u00a0Mut zum Nachjustieren haben<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sie fanden die Vorstellung so sch\u00f6n, endlich Franz\u00f6sisch zu lernen, haben im Kurs aber doch keinerlei Freude? Das ist vollkommen okay &#8211; und kein Grund, sich zu \u00e4rgern.<\/p>\n<p>\u00abWenn etwas nicht klappt, dann lerne ich daraus, was nicht zu mir passt &#8211; und starte etwas Neues. Die Freiheit haben wir im Ruhestand\u00bb, sagt Lennartz. Er r\u00e4t zu regelm\u00e4\u00dfigen Check-ins, um zu pr\u00fcfen, ob die eigene Ruhestand-Stategie noch passt. Anfangs kann man sich das einmal im Quartal vornehmen, sp\u00e4ter in gr\u00f6\u00dferen Abst\u00e4nden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa\/tmn) &#8211; Einlasskarte oder Schl\u00fcssel sind abgegeben, die Abschieds-Mail ist verschickt. 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