{"id":531739,"date":"2025-10-28T00:51:12","date_gmt":"2025-10-28T00:51:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/531739\/"},"modified":"2025-10-28T00:51:12","modified_gmt":"2025-10-28T00:51:12","slug":"stuttgarter-kinderorthopaede-rueckenschmerzen-bei-teenies-vor-allem-maedchen-betroffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/531739\/","title":{"rendered":"Stuttgarter Kinderorthop\u00e4de: R\u00fcckenschmerzen bei Teenies: Vor allem M\u00e4dchen betroffen"},"content":{"rendered":"<p>R\u00fcckenschmerzen bei Jugendlichen nehmen zu. Wann Eltern hellh\u00f6rig werden sollten und welche Ma\u00dfnahmen helfen, erkl\u00e4rt der Stuttgarter Kinderorthop\u00e4de Thomas Wirth.<\/p>\n<p>Immer mehr <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Jugendliche\" title=\"Jugendliche\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jugendliche<\/a> klagen heute \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/R%C3%BCckenschmerzen\" title=\"R\u00fcckenschmerzen\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">R\u00fcckenschmerzen<\/a>. Oft haben diese keine klare k\u00f6rperliche Ursache und sind eine Folge des von wachsendem Medienkonsum gepr\u00e4gten Alltag dieser Altersgruppe. <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/M%C3%A4dchen\" title=\"M\u00e4dchen\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00e4dchen<\/a> sind nach verschiedenen Studien davon st\u00e4rker betroffen als Jungs. <\/p>\n<p>\u201eDer Einfluss der Digitalisierung und der Social-Media-Kultur verlagert den Lebensmittelpunkt aufs Sofa\u201c, stellt Thomas Wirth zum ver\u00e4nderten Freizeitverhalten von Jugendlichen fest. Zwar seien R\u00fcckenschmerzen in dieser noch im Wachstum befindlichen Altersgruppe \u201enicht so selten\u201c. Dennoch ist der merkliche Anstieg auff\u00e4llig. \u201eDie Schmerzh\u00e4ufigkeit im Wachstumsalter nimmt zu\u201c, sagt Thomas Wirth.<\/p>\n<p>Volkskrankheit oder Modeerscheinung? <\/p>\n<p>Wirth war bis im Fr\u00fchjahr zwei Jahrzehnte lang \u00c4rztlicher Direktor der Kinderorthop\u00e4die im Olg\u00e4le des Stuttgarter Klinikums war. Seit Juli ist der 66-J\u00e4hrige beim Ausbau der Kinderorthop\u00e4die im Universit\u00e4tsklinikum T\u00fcbingen t\u00e4tig. Auf dem Ende Oktober in Berlin stattfindenden Kongress der Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Orthop\u00e4die und Unfallchirurgie (DGOU) h\u00e4lt Wirth den Vortrag \u201eKreuz- und H\u00fcftschmerzen beim Kind: Volkskrankheit oder Modeerscheinung?\u201c<\/p>\n<p>Der Mediziner hat sich daf\u00fcr verschiedene Studien angeschaut. Dabei zeigt sich: Betroffen von wachsenden R\u00fcckenschmerzen sind vor allem die 14- bis 17-J\u00e4hrigen. W\u00e4hrend bei Kindern unter zehn Jahren der Anteil mit Schmerzproblemen im niedrigen einstelligen Bereich liegt und nur bei den 11- bis 13-J\u00e4hrigen mehr als zehn Prozent erreicht, steigt die Schmerzh\u00e4ufigkeit bei Jugendlichen stark an. <\/p>\n<p>Laut der sogenannten KiGGS-Studie, die bundesweit repr\u00e4sentative Gesundheitsdaten f\u00fcr Kinder und Jugendliche erfasst, klagten im Jahr 2007 bei den 14 bis 17 Jahre alten M\u00e4dchen schon 33 Prozent \u00fcber R\u00fcckenschmerzen vor allem im Lendenbereich, bei den Jungs waren es 21 Prozent. Diese Anteile stiegen bis 2019 bei den M\u00e4dchen auf 36\u2009Prozent und bei den Jungs auf 24 Prozent. Laut der DGOU berichten in manchen Studien sogar \u201ebis zu 45 Prozent der Jugendlichen\u201c \u00fcber R\u00fcckenbeschwerden dieser Art. <\/p>\n<p>Dabei handelt es sich zu einem Gro\u00dfteil um unspezifische R\u00fcckenschmerzen, das zeigt die Auswertung von \u00e4rztlichen Diagnosen. Diese liegen zahlenm\u00e4\u00dfig deutlich \u00fcber R\u00fcckenproblemen, die etwa von einem Rundr\u00fccken oder einer Sklerose, also einer h\u00e4ufig vor allem seitlichen Verkr\u00fcmmung der Wirbels\u00e4ule, herr\u00fchren. <\/p>\n<p>Als \u201eFaktoren f\u00fcr dieses h\u00f6here Schmerzrisiko\u201c nennen Studien aus Spanien und Portugal das spezifische Alter, das Geschlecht, das K\u00f6rpergewicht sowie die Smartphone- und Computernutzung, erkl\u00e4rt Kinderorthop\u00e4de Wirth. Dieser Entwicklung korrespondieren denn auch die Zahlen zur Mediennutzung von Jugendlichen. So zeigt eine Studie von 2024 zur t\u00e4glichen Mediennutzung von Kindern, dass diese bei den 12- bis 13-J\u00e4hrigen (in dieser Untersuchung die \u00e4lteste von vier Altersgruppen) am h\u00f6chsten ist. Z\u00e4hlt man etwa die Nutzung verschiedener Internetangebote, die Nutzung von Smartphone und Streamingdiensten zusammen, kommt man auf fast sechs Stunden am Tag. <\/p>\n<p>Die Jugendstudie des Landes zu Freizeitaktivit\u00e4ten nach Geschlecht aus dem Jahr 2024 erkl\u00e4rt vielleicht sogar den Unterschied in der H\u00e4ufigkeit von R\u00fcckenschmerzen bei Jungen und M\u00e4dchen. So liegen die Jungs etwa bei der Nutzung von Internet und <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Social_Media\" title=\"Social Media\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Social Media<\/a> zwar etwas vorn (Jungs 69 Prozent, M\u00e4dchen 65 Prozent), vor allem beim Gaming (Jungs 64 Prozent, M\u00e4dchen 10 Prozent) noch viel mehr. Daf\u00fcr schauen die M\u00e4dchen mehr Filme und Serien (M\u00e4dchen 40 Prozent, Jungs 28 Prozent) und h\u00f6ren mehr Musik (M\u00e4dchen 64 Prozent, Jungs 44 Prozent). Die Jungs, so legt die Untersuchung nahe, machen aber deutlich mehr Sport im Verein (Jungs 47 Prozent, M\u00e4dchen 33 Prozent) und auch au\u00dferhalb von Vereinen (Jungs 28 Prozent, M\u00e4dchen 14 Prozent). Auch wenn Thomas Wirth die Datengrundlage f\u00fcr eine tragf\u00e4hige Hypothese noch nicht f\u00fcr ausreichend h\u00e4lt, will der doch nicht ausschlie\u00dfen, dass der Grund f\u00fcr seltenere R\u00fcckenschmerzen von Jungen sein k\u00f6nnte, dass die \u201emehr Sport machen\u201c als die M\u00e4dchen. <\/p>\n<p> Das Rezept, wie Jugendliche und eben auch die M\u00e4dchen dem vorbeugen k\u00f6nnen, ist denn auch denkbar einfach: mehr Bewegung, mehr sportliche Aktivit\u00e4ten. \u201eMan muss in Bewegung bleiben \u2013 Ausdauersport hilft\u201c, sagt der Mediziner, \u201eam besten mehrmals die Woche\u201c. Und zwar Ausdauersport wie Schwimmen, Laufen, Fahrradfahren oder die verschiedenen Ballsportarten. \u201eOptimal ist Klettern\u201c, betont der Kinderorthop\u00e4de. \u201eDa braucht man jeden einzelnen Muskel, das ist ideal, um sich fit zu halten.\u201c <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"R\u00fcckenschmerzen bei Jugendlichen nehmen zu. 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