{"id":531777,"date":"2025-10-28T01:14:11","date_gmt":"2025-10-28T01:14:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/531777\/"},"modified":"2025-10-28T01:14:11","modified_gmt":"2025-10-28T01:14:11","slug":"sehsinn-sind-8k-fernseher-ueberfluessig-experiment-bestimmt-maximale-aufloesung-unserer-augen-mit-ueberraschendem-resultat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/531777\/","title":{"rendered":"Sehsinn: Sind 8K-Fernseher \u00fcberfl\u00fcssig? &#8211; Experiment bestimmt maximale Aufl\u00f6sung unserer Augen \u2013 mit \u00fcberraschendem Resultat"},"content":{"rendered":"<p>Mantiuk und sein Team ermittelten in mehreren Durchg\u00e4ngen, welchen Linienabstand die Testpersonen noch erkennen konnten. Angegeben wird dies in Pixeln pro Grad \u2013 dies gibt an, wie viele einzelne Pixel wir in einem Ausschnitt von einem Bogengrad unseres Sehfelds erkennen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/a\/u\/aufloesung3g.jpg\" data-lightbox=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/a\/u\/aufloesung3g.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/a\/u\/aufloesung3g.jpg\" data-lightbox=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/a\/u\/aufloesung3g.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-308089\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/aufloesung3g-300x130.jpg\" alt=\"Aufl\u00f6sung\" width=\"300\" height=\"130\"  \/><\/a>Aufl\u00f6sungsgrenze im Zentrum sch\u00e4rfsten Sehens (0\u00b0) und in der Peripherie unseres Sehfelds f\u00fcr Graustufen und Farben. \u00a9 Ashraf et al.\/ Nature Communications, <a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC-by 4.0<\/a><br \/>\nGraustufen-Sicht besser als angenommen, Farbsehen eher mau<\/p>\n<p>Die Messungen ergaben \u00dcberraschendes, denn die maximale Aufl\u00f6sung unserer Augen ist offenbar h\u00f6her als lange angenommen. \u201eDer g\u00e4ngige Sehstandard legte bisher nahe, dass das menschliche Auge eine Aufl\u00f6sung von 60 Pixeln pro Grad hat\u201c, berichten die Forscher. \u201eAber unsere Messungen demonstrieren, dass die Aufl\u00f6sungsgrenze h\u00f6her liegt: Sie liegt beim nicht farbigen Sehen bei 94 Pixel pro Grad.\u201c Das sei deutlich h\u00f6her als von Display-Herstellern angenommen.\n<\/p>\n<p>Allerdings: Beim Farbensehen sinkt die f\u00fcr unsere Augen erkennbare Aufl\u00f6sung, wie das Experiment best\u00e4tigte. Denn f\u00fcr unser sch\u00e4rfstes Sehen sind prim\u00e4r die St\u00e4bchen zust\u00e4ndig, nicht die f\u00fcr die Farberkennung verantwortlichen Zapfen. In den Tests lag die Aufl\u00f6sungsgrenze f\u00fcr rot-gr\u00fcne Linienmuster bei 89 Pixel pro Grad, f\u00fcr gelb-violette Muster bei 53 Pixel pro Grad. \u201eDies passt zur theoretischen Annahme, nach denen der Rot-Gr\u00fcn-Sehpfad der sensitivste Farbkanal des menschlichen Sehsinns ist\u201c, schreiben Mantiuk und sein Team.\n<\/p>\n<p>Warum ein Fernseher mit 8K wenig bringt<\/p>\n<p>Doch was bedeutet dies in der Praxis \u2013 beispielsweise f\u00fcr TV-Ger\u00e4te? Normalerweise wird empfohlen, das Sofa in maximal 3,2-facher Entfernung der Bildschirmh\u00f6he des Fernsehers aufzustellen. Dann sei der Seheindruck optimal. \u201eUnser Modell zeigt jedoch, dass es eine Aufl\u00f6sung von 8K bei einem Fernseher keinen Mehrwert bringt, sobald man weiter als das 1,3-Fache der TV-H\u00f6he sitzt\u201c, berichten die Forscher.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/a\/u\/aufloesung4g.jpg\" data-lightbox=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/a\/u\/aufloesung4g.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/a\/u\/aufloesung4g.jpg\" data-lightbox=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/a\/u\/aufloesung4g.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-308093\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/aufloesung4g-300x227.jpg\" alt=\"Auge mit gespiegeltem TV\" width=\"300\" height=\"227\"  \/><\/a>Die n\u00f6tige Aufl\u00f6sung des Fernsehers h\u00e4ngt von der TV-Gr\u00f6\u00dfe und dem Abstand ab. \u00a9 Tero Vesalainen\/ iStock\n<\/p>\n<p>Ein 8K-Fernseher bringt demnach nur dann etwas, wenn man ein sehr gro\u00dfes TV-Ger\u00e4t hat und sehr nahe davorsitzt. Geht man dagegen von einem typischen TV-Abstand von rund 2,50 Metern und einer 44-Zoll Bildschirmdiagonale aus, l\u00e4ge die wahrgenommene Aufl\u00f6sung f\u00fcr Full HD bei 86 Pixeln pro Grad, f\u00fcr QHD (2560 x 1440 Pixel) l\u00e4ge sie bei 114 Pixeln pro Grad. Das bedeutet: Schon ein Fernseher mit QHD hat eine h\u00f6here Aufl\u00f6sung als wir unter diesen Umst\u00e4nden sehen k\u00f6nnen. 4K oder gar 8K w\u00e4ren da v\u00f6llig verschwendet.<\/p>\n<p>Wer die f\u00fcr sein Wohnzimmer optimale Fernseh-Aufl\u00f6sung ermitteln m\u00f6chte, kann dies mit einem neuen <a href=\"https:\/\/www.cl.cam.ac.uk\/research\/rainbow\/projects\/display_calc\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Online-Kalkulator<\/a> tun, den Mantiuk und sein Team entwickelt haben. Er zeigt an, wie viel Pixel pro Grad wir bei verschiedenen Abst\u00e4nden, Fernsehgr\u00f6\u00dfen und Bildschirm-Aufl\u00f6sungen tats\u00e4chlich sehen.\n<\/p>\n<p>Relevant f\u00fcr Handys und AR-Displays<\/p>\n<p>Etwas anders ist dies bei Displays f\u00fcr Kleinger\u00e4te wie Handys oder Tablets. Hier k\u00f6nnte durchaus noch optimiert werden, wie das Team erkl\u00e4rt. \u201eDas Ultra Retina XDR Display in einem 13-Zoll iPad Pro von 2024 hat eine effektive Aufl\u00f6sung von 65 Pixel pro Grad, wenn man es aus 35 Zentimeter Abstand sieht \u2013 der k\u00fcrzesten noch angenehmen Sehdistanz\u201c, schreiben Mantiuk und seine Kollegen. Dies entspreche keineswegs der von den Herstellern angepriesenen \u201eRetina-Aufl\u00f6sung\u201c.\n<\/p>\n<p>Wichtig sind die neuen Erkenntnisse daher vor allem dort, wo wir Bildschirme aus der N\u00e4he anschauen. \u201eBei Displays f\u00fcr Handys, Augmented Reality und VR ist es wichtig zu wissen, ab welcher Aufl\u00f6sung eine weitere Verbesserung keine erkennbaren Vorteile mehr bringt\u201c, sagt Erstautor Maliha Ashraf von der University of Cambridge. \u201eUnsere Ergebnisse liefern nun Richtwerte f\u00fcr die Display-Entwicklung.\u201c (Nature Communications, 2025; <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.1038\/s41467-025-64679-2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">doi: 10.1038\/s41467-025-64679-2<\/a>)\n<\/p>\n<p>Quelle: Nature Communications, University of Cambridge<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;\n\t<\/p>\n<p>28. Oktober 2025\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t &#8211; Nadja Podbregar<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mantiuk und sein Team ermittelten in mehreren Durchg\u00e4ngen, welchen Linienabstand die Testpersonen noch erkennen konnten. 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