{"id":532272,"date":"2025-10-28T06:30:23","date_gmt":"2025-10-28T06:30:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/532272\/"},"modified":"2025-10-28T06:30:23","modified_gmt":"2025-10-28T06:30:23","slug":"bottrop-klagt-um-millionen-vor-verfassungsgericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/532272\/","title":{"rendered":"Bottrop klagt um Millionen vor Verfassungsgericht"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Acht St\u00e4dte aus NRW klagen gegen Gemeindefinanzierungsgesetze<\/strong><\/li>\n<li><strong>Entscheidung wird erst sp\u00e4ter verk\u00fcndet<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr Bottrop geht es heute vor den Verfassungsgerichtshof \u2013 zusammen mit sieben weiteren St\u00e4dten in NRW, darunter Dortmund, D\u00fcsseldorf und K\u00f6ln. Die St\u00e4dte haben Verfassungsbeschwerde gegen die sogenannten Gemeindefinanzierungsgesetze der Jahre 2022 bis 2024 eingelegt. Damit soll gekl\u00e4rt werden, ob die j\u00e4hrliche Verteilung der Landesmittel an die Kommunen wirklich gerecht ist.<\/p>\n<p>Worum geht es<\/p>\n<p>Das Gemeindefinanzierungsgesetz (GFG) legt jedes Jahr fest, wie viel Geld St\u00e4dte und Gemeinden aus dem Landeshaushalt bekommen. Mit diesen Mitteln finanzieren die Kommunen zentrale Aufgaben wie Kinderbetreuung, Sozialleistungen, Stadtentwicklung oder Wohnungsbau. Nach Ansicht der Stadt Bottrop f\u00e4llt die Verteilung seit einer Gesetzes\u00e4nderung jedoch zu ihrem Nachteil aus. Das Gesetz ber\u00fccksichtigt Faktoren wie Einwohnerzahl, Steuerkraft und Struktur der St\u00e4dte. Kleinere, kreisangeh\u00f6rige Kommunen erhalten dadurch oft mehr Geld als kreisfreie St\u00e4dte wie Bottrop. Der Gedanke dahinter: Kleinere St\u00e4dte haben meist weniger eigene Einnahmen und sind daher st\u00e4rker auf Unterst\u00fctzung angewiesen. Bottrop und andere Gro\u00dfst\u00e4dte argumentieren jedoch, dass sie deutlich h\u00f6here soziale Ausgaben haben und diese bei der Berechnung nicht ausreichend ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>Kritik am Gesetz<\/p>\n<p>Der St\u00e4dtetag NRW und auch die oppositionelle Landes-SPD unterst\u00fctzen die Klage. Sie kritisieren, dass die aktuellen Berechnungsregeln vor allem dem M\u00fcnsterland zugutekommen, wo viele kleinere St\u00e4dte liegen, die zu Kreisen geh\u00f6ren. St\u00e4dte im Ruhrgebiet w\u00fcrden dadurch systematisch benachteiligt. Zwar haben Bottrop und die anderen St\u00e4dte bereits seit 2022 jedes Jahr Klage gegen die Gemeindefinanzierungsgesetze eingereicht \u2013 doch erst jetzt beginnt die m\u00fcndliche Verhandlung vor dem Verfassungsgerichtshof. Heute wird also \u00fcber die Gesetze der vergangenen drei Jahre verhandelt. Mit einer schnellen Entscheidung ist allerdings nicht zu rechnen. Ein Urteil wollen die Richter zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt verk\u00fcnden.<\/p>\n<p>Entscheidung mit Millionen-Auswirkungen<\/p>\n<p>F\u00fcr Bottrop geht es um viel Geld: Sollte der Verfassungsgerichtshof den klagenden St\u00e4dten recht geben, k\u00f6nnte das Millionenbetr\u00e4ge ausmachen. Entsprechend gro\u00df ist die Hoffnung in Bottrop, dass das Gericht die aktuelle Verteilung der Landesmittel als ungerecht einstuft und eine Neuberechnung anordnet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Acht St\u00e4dte aus NRW klagen gegen Gemeindefinanzierungsgesetze Entscheidung wird erst sp\u00e4ter verk\u00fcndet F\u00fcr Bottrop geht es heute vor&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":427645,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1834],"tags":[3364,29,3688,19469,30,1789,1209,1965],"class_list":{"0":"post-532272","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-essen","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-essen","11":"tag-gelder","12":"tag-germany","13":"tag-klage","14":"tag-nordrhein-westfalen","15":"tag-verfassungsgericht"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115450388526329653","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/532272","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=532272"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/532272\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/427645"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=532272"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=532272"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=532272"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}