{"id":532659,"date":"2025-10-28T10:15:17","date_gmt":"2025-10-28T10:15:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/532659\/"},"modified":"2025-10-28T10:15:17","modified_gmt":"2025-10-28T10:15:17","slug":"spitzenforschung-wertheranerin-hilft-beim-beschaffen-von-vielen-millionen-euro-haller-kreisblatt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/532659\/","title":{"rendered":"Spitzenforschung: Wertheranerin hilft beim Beschaffen von vielen Millionen Euro | Haller Kreisblatt"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Werther\/Bielefeld. Nein, in englischer Sprache denkt Erika Sahrhage noch nicht. Ausgeschlossen w\u00e4re es nicht, denn die Wertheranerin ist an der Universit\u00e4t Bielefeld als EU-Referentin t\u00e4tig. Sie unterst\u00fctzt Professoren dabei, Antr\u00e4ge f\u00fcr Forschungsprojekte zu stellen. H\u00e4ufig geht es um Anwendungs- und Grundlagenforschung, oft um Millionenbetr\u00e4ge &#8211; und alles in Englisch.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Eigentlich ist Erika Sahrhage studierte Biologin. 1992 hat die heute 63-J\u00e4hrige ihr Diplom an der Uni Bielefeld gemacht. Danach war sie in verschiedenen Unternehmen t\u00e4tig, stellte aber bald fest: \u201eDie Laborarbeit ist nichts f\u00fcr mich.\u201c<\/p>\n<p id=\"absatz4\" class=\"em_text\">Sie tauschte den wei\u00dfen Kittel gegen zivile Kleidung, wechselte erst ins Marketing zu einer Firma f\u00fcr Biotechnologie &#8211; und las 2011 zuf\u00e4llig die Ausschreibung zu einer EU-Referentinnen-Stelle an der Bielefelder Uni. \u201eIch habe mich beworben, und sie haben mich genommen.\u201c<\/p>\n<p>Jeder will die Gelder haben, die Konkurrenz ist gro\u00df<\/p>\n<p class=\"em_text\">Seitdem ist Erika Sahrhage einfach gesprochen f\u00fcr das Beschaffen von F\u00f6rdergeldern zust\u00e4ndig. Oder besser: Sie hilft Wissenschaftlern der Universit\u00e4t, an diese heranzukommen.<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"em_text\">\u201eDie Europ\u00e4ische Union unterh\u00e4lt ein riesiges Forschungs-F\u00f6rderprogramm &#8211; eines der gr\u00f6\u00dften weltweit\u201c, schildert die Wertheranerin. Es trage den Namen Horizon Europe, unterst\u00fctze Projekte in den Bereichen Forschung und Innovation und habe ein Volumen von mehr als 95 Milliarden Euro. Ausgelegt sei es f\u00fcr den Zeitraum von 2021 bis 2027.<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">Wer an diese Gelder kommen will, muss sie beantragen &#8211; und dies gut begr\u00fcnden. Hier kommt Erika Sahrhage ins Spiel. \u201eDie Antragstellung ist sehr aufwendig. Jeder will die Gelder haben, die Konkurrenz ist gro\u00df\u201c, schildert die 63-J\u00e4hrige.<\/p>\n<p>Die Professoren sind dankbar f\u00fcr die Unterst\u00fctzung<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">\u00dcblicherweise schreibt der Professor den wissenschaftlichen Teil des Sachverhalts, den er erforschen will, und formuliert einen Antrag auf F\u00f6rderung. \u201eWir unterst\u00fctzen dabei, lesen gegen und vervollst\u00e4ndigen\u201c, schildert Erika Sahrhage. Manche Antr\u00e4ge seien 70 Seiten lang. In ihnen ginge es auch um Aspekte wie \u00d6ffentlichkeitsarbeit, Budget-Planung, Gender-Equality, Patentschutz und geistiges Eigentum.<\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">\u201eDie Vorgaben f\u00fcr eine F\u00f6rderung werden immer strenger. Auf der einen Seite finde ich das richtig, es macht eine Antragstellung aber auch immer anspruchsvoller.\u201c Viele Professoren seien daher dankbar f\u00fcr die Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p id=\"absatz10\"><b class=\"bold\">Lesen Sie auch:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.haller-kreisblatt.de\/region\/nrw\/24105269_Kuenftig-15-Exzellenzcluster-fuer-Spitzenforschung-an-NRW-Unis.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">K\u00fcnftig 15 Exzellenzcluster f\u00fcr Spitzenforschung an NRW-Unis<\/a><\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">Oft handele es sich bei den EU-Projekten um Verbundprojekte, zu denen sich die Wissenschaftler internationale Partner ins Boot holen. Manchmal bis zu zehn verschiedene. \u201eUnd nicht nur aus der EU\u201c, beschreibt Erika Sahrhage. Das k\u00f6nnten andere Hochschulen sein, oder auch Firmen.<\/p>\n<p>Es geht auch um das Renommee der Bielefelder Universit\u00e4t<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.haller-kreisblatt.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xZ1ZRa0FwWWExL2NBVWZQWncrTGhvcXJsVnZWLzhKTjNKSWM0UGtNc3U5dmw3TGZ6YUZPM2pETzRVZ1pLMGJrZEF0TGZLb2s1R0lJem02VVVnM0JpVU04cDZLenllRmRJdUxpQVZVTzB5ekk9\/251027-1722-655103117.jpg\" rel=\"article-detail-image-overlay noopener\" title=\"Die Bielefelder Uni ist auch im Bereich der Spitzenforschung t\u00e4tig. - \u00a9 NW\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"media-object img-responsive\" width=\"500\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/251027-1722-655103117.jpg\" alt=\"Die Bielefelder Uni ist auch im Bereich der Spitzenforschung t\u00e4tig. - \u00a9 NW\"\/><br \/>\n<\/a><\/p>\n<p>Die Bielefelder Uni ist auch im Bereich der Spitzenforschung t\u00e4tig.<br \/>\n(\u00a9 NW)<\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">Finanziell umfassten die Projekte schnell Volumina von mehreren Millionen Euro, seien aber meist auch \u00fcber mehrere Jahre angelegt. \u201eInternational t\u00e4tig zu sein ist wichtig\u201c, sagt Erika Sahrhage. Nicht zuletzt f\u00fcr das Renommee der Universit\u00e4t. \u201eJe mehr Mittel wir einwerben, desto sichtbarer werden wir und desto gr\u00f6\u00dfer unsere Reputation.\u201c<\/p>\n<p id=\"absatz14\" class=\"em_text\">Was die Inhalte angeht, hilft Erika Sahrhage bei Projekten quer durch alle Fakult\u00e4ten. Es kann um Fluchtbewegungen gehen oder um die Untersuchung von Wechselwirkungen verschiedener Medikamente.\u201eDas Spannende an meinem Beruf ist, dass ich hautnah mitbekomme, wo die Forschung aktuell steht und wohin sie sich entwickelt.\u201c<\/p>\n<p>Wertheranerin von der gro\u00dfen Abwechslung begeistert<\/p>\n<p id=\"absatz15\" class=\"em_text\">Es g\u00e4be aber auch den umgekehrten Weg. So w\u00fcrde die EU auch W\u00fcnsche \u00e4u\u00dfern, in welchen Bereichen sie gern mehr Forschung h\u00e4tte. \u201eBei fast allen Projekten geht es um die gro\u00dfen Linien. Um Projekte, die der Menschheit weiterhelfen.\u201c<\/p>\n<p id=\"absatz16\" class=\"em_text\">Auch f\u00fcr eine studierte Biologin mit einem guten Verst\u00e4ndnis von Naturwissenschaften ist dabei nicht immer sofort der Kern eines Antrags ersichtlich. \u201eGerade hatte ich ein Projekt im Bereich Astrophysik auf dem Tisch\u201c, muss Erika Sahrhage schmunzeln. Harte Kost. \u201eAber nat\u00fcrlich spannend. Mir macht die Abwechslung gro\u00dfen Spa\u00df.\u201c<\/p>\n<p id=\"absatz17\"><b class=\"bold\">Auch interessant:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.haller-kreisblatt.de\/lokal\/werther\/24191861_Dieser-Wertheraner-liebt-seinen-Beruf-und-scheut-sich-nicht-vor-Verantwortung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dieser Wertheraner liebt seinen Beruf und scheut sich nicht vor Verantwortung<\/a><\/p>\n<p id=\"absatz18\" class=\"em_text\">Eingereicht werden die F\u00f6rderantr\u00e4ge alle online, und alle in englischer Sprache. \u201eDie typische Bewilligungssumme liegt bei etwa 400.000 Euro\u201c, so Erika Sahrhage. Sie habe aber auch schon bei Projekten unterst\u00fctzt, wo es um mehrere Millionen ging.<\/p>\n<p>In der Spitzenforschung geht es nicht ohne Drittmittel<\/p>\n<p id=\"absatz19\" class=\"em_text\">\u201eGerade in der Spitzenforschung geht es nicht ohne Drittmittel\u201c, betont Erika Sahrhage. Zwar falle nicht alles, was die EU f\u00f6rdere, unter den Namen Spitzenforschung. \u201eAber die Projekte m\u00fcssen gut sein. Und dieser Bereich ist sehr kompetitiv.\u201c<\/p>\n<p id=\"absatz20\" class=\"em_text\">Sobald die EU eine neue Ausschreibung ver\u00f6ffentlicht, w\u00fcrden die Wissenschaftler schauen, ob das eigene Thema oder Forschungsprojekt dazu passt. Meist habe man dann mehrere Monate Zeit, den Antrag einzureichen. \u201eEs ist schon passiert, dass die Deadline um 17 Uhr war, und der Professor um 16.59 Uhr den Antrag per Mail abgeschickt hat\u201c, muss Erika Sahrhage lachen. \u201eWir versuchen allerdings, so etwas zu vermeiden.\u201c<\/p>\n<p id=\"absatz21\" class=\"em_text\">Nicht immer klappt es mit einer F\u00f6rderung. \u201eDann sage ich den Forschenden immer, sie sollen nicht entt\u00e4uscht sein.\u201c Manchmal k\u00f6nnten sie ihren Antrag ein zweites Mal einreichen. \u201eDas Gute ist, dass man einen Bewertungsbericht erh\u00e4lt, in dem aufgef\u00fchrt ist, wo die St\u00e4rken und die Schw\u00e4chen des Antrags lagen.\u201c<\/p>\n<p>Die EU \u00fcberpr\u00fcft den ordnungsgem\u00e4\u00dfen Einsatz der Gelder<\/p>\n<p id=\"absatz22\" class=\"em_text\">So habe die EU ein streng festgelegtes Gutachterverfahren, beschreibt Erika Sahrhage. Alle Antr\u00e4ge w\u00fcrden mit Punkten bewertet, \u201eund am Ende reicht es eben und es flie\u00dft Geld &#8211; oder eben auch nicht\u201c.<\/p>\n<p id=\"absatz23\" class=\"em_text\">Die EU \u00fcberpr\u00fcfe schlie\u00dflich auch, ob die Gelder ordnungsgem\u00e4\u00df eingesetzt wurden. Und das sei richtig, findet Erika Sahrhage. \u201eSchlie\u00dflich handelt es sich ja um Steuergelder.\u201c<\/p>\n<p id=\"absatz24\"><b class=\"bold\">Aktuelle News bekommen Sie t\u00e4glich \u00fcber den<\/b> <a data-auth=\"NotApplicable\" data-linkindex=\"0\" href=\"https:\/\/whatsapp.com\/channel\/0029VagU0FW1SWsxhmHz2v0q\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\" title=\"https:\/\/whatsapp.com\/channel\/0029VagU0FW1SWsxhmHz2v0q\">WhatsApp-Kanal des HK<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Werther\/Bielefeld. Nein, in englischer Sprache denkt Erika Sahrhage noch nicht. Ausgeschlossen w\u00e4re es nicht, denn die Wertheranerin ist&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":532660,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1841],"tags":[1605,38620,102404,3364,29,22592,548,30,1611,16401,16360,19081,25952,1613,1209,48780,38626,6715],"class_list":{"0":"post-532659","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bielefeld","8":"tag-bielefeld","9":"tag-biotechnologie","10":"tag-cnt_top-artikel","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-erika-sahrhage","14":"tag-eu","15":"tag-germany","16":"tag-label_informiere-mich","17":"tag-label_xxl-200","18":"tag-meta_artikelklasse_portraet","19":"tag-meta_copyrights_hk","20":"tag-meta_themen_uni_bildung","21":"tag-meta_userneeds_informieremich","22":"tag-nordrhein-westfalen","23":"tag-spitzenforschung","24":"tag-universitt-bielefeld","25":"tag-werther"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115451273305340918","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/532659","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=532659"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/532659\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/532660"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=532659"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=532659"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=532659"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}