{"id":532736,"date":"2025-10-28T10:58:18","date_gmt":"2025-10-28T10:58:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/532736\/"},"modified":"2025-10-28T10:58:18","modified_gmt":"2025-10-28T10:58:18","slug":"inklusive-wohnprojekte-fuer-menschen-mit-behinderung-landshuter-rundschau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/532736\/","title":{"rendered":"Inklusive Wohnprojekte f\u00fcr Menschen mit Behinderung &#8211; landshuter-rundschau"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Fink-WG.jpg\" alt=\"Fink WG\" width=\"800\" height=\"440\"\/><\/p>\n<p><strong>Suchten Rat bei Bezirkstagspr\u00e4sident Dr. Olaf Heinrich (2. v. l.) und Bezirksrat Markus Scheuermann (3. v. l.): Armin Mayer (1. v. l.), erster Vorsitzender von \u201efinkwg e. V. F\u00f6rderung Inklusion Wir Gemeinsam\u201c, Jana Lorenz und Ronny Tischer. &#8211; Foto: Sabine B\u00e4ter<\/strong><\/p>\n<p>Landshut &#8211; pm (28.10.2025) Um zukunftsf\u00e4hig zu bleiben, braucht die Eingliederungshilfe Reformen und die Bereitschaft aller Beteiligten, neue Wege zu gehen, wei\u00df Bezirkstagspr\u00e4sident Dr. Olaf Heinrich. Denn die L\u00fccke zwischen Bedarf und tats\u00e4chlicher Machbarkeit klafft immer weiter auseinander. Der Bezirk Niederbayern \u2013 zust\u00e4ndig f\u00fcr Hilfen f\u00fcr Menschen mit Behinderung und f\u00fcr pflegebed\u00fcrftige Menschen \u2013 stellt die finanziellen Mittel f\u00fcr das Leben, Wohnen und Arbeiten bereit.<\/p>\n<p>586 Millionen Euro und somit 90 Prozent des Bezirkshaushaltes flie\u00dfen dieses Jahr in die soziale Sicherung. Der Bezirk und seine Kooperationspartner der freien Wohlfahrtspflege \u00e4chzen unter steigenden Baukosten, einem sich zuspitzenden Fachkr\u00e4ftemangel und wachsender B\u00fcrokratie. \u201eDie Kosten explodieren, aber die Betroffenen sagen, dass bei ihnen wenig ankommt\u201c, so Dr. Heinrich.<\/p>\n<p>Diesen Eindruck best\u00e4tigt auch Armin Mayer, erster Vorsitzender von \u201efinkwg e. V. F\u00f6rderung Inklusion Wir Gemeinsam\u201c, der gemeinsam mit Jana Lorenz und Ronny Tischer das Gespr\u00e4ch mit dem Bezirkstagspr\u00e4sidenten gesucht hatte. Beim Besuch in der Landshuter Bezirksverwaltung betonte Mayer: \u201eEltern machen sich Sorgen, wie es weitergeht mit ihren behinderten Kindern, wenn sie selbst nicht mehr k\u00f6nnen. Und es wird immer schwieriger f\u00fcr Menschen mit Behinderung, selbstbestimmt zu wohnen.\u201c \u201ePartner wie die Lebenshilfe berichten von langen Wartelisten beispielsweise f\u00fcr Wohnheimpl\u00e4tze\u201c, so Heinrich. Selbst wenn Bauprojekte f\u00fcr mehr Pl\u00e4tze finanziert werden k\u00f6nnten, scheitere die Umsetzung immer \u00f6fter am Fachkr\u00e4ftemangel. Schlie\u00dflich brauche es nicht nur Wohnraum, sondern auch Betreuung. \u00c4hnlich sehe es in Pflegeheimen aus: Viele Betten k\u00f6nnen nicht belegt werden, weil Fachkraftquoten nicht erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Es stelle sich die Frage, so Mayer, wie man Wohnen f\u00fcr Menschen mit Behinderung mit m\u00f6glichst wenig Fremdleistung organisieren k\u00f6nne \u2013 ohne dabei das Thema Inklusion als Menschenrecht aus den Augen zu verlieren. Einen gangbaren Weg, um behinderten Menschen ein inklusiveres, selbstbestimmteres Leben zu erm\u00f6glichen und gleichzeitig B\u00fcrokratie und Kosten zu reduzieren, sieht er in inklusiven Wohngemeinschaften. Ein Beispiel sei \u201eWOHN:SINN \u2013 B\u00fcndnis f\u00fcr inklusives Wohnen e.V.\u201c, ein Verein mit Sitz in M\u00fcnchen, der sich f\u00fcr selbstbestimmtes und gemeinschaftliches Wohnen von Menschen mit und ohne Behinderung einsetzt. In den Wohngemeinschaften des Vereins teilen sich Menschen mit und ohne Behinderungen K\u00fcche, Wohnzimmer und teilweise auch B\u00e4der. In den Hausprojekten leben Familien, Paare und Singles gleichzeitig in ihren eigenen vier W\u00e4nden und in Gemeinschaftsr\u00e4umen und -g\u00e4rten. Dabei kommt ein \u201eWohnen-f\u00fcr-Mithilfe\u201c-Konzept zum Einsatz: Nicht behinderte Menschen unterst\u00fctzen ihre behinderten Mitbewohner oder Nachbarn stundenweise im Alltag und reduzieren dadurch ihre Miete.<\/p>\n<p>\u201eWir vom Verein finkwg hatten bereits ein Geb\u00e4ude in Landshut in Aussicht, um ein erstes Projekt f\u00fcr inklusives Wohnen zu starten\u201c, erz\u00e4hlt Mayer. Doch dann seien dem Verein die u. a. durch den Angriffskrieg auf die Ukraine enorm gestiegenen Baukosten in die Parade gefahren. Von der Finanzierung einer Bau- oder Sanierungsma\u00dfnahme abgesehen, habe man es bei solchen Projekten mit sehr komplexen Fragestellungen zu tun wie etwa: Welche staatlichen F\u00f6rdermittel k\u00f6nnen in Anspruch genommen werden? Welche sozialrechtlichen Bestimmungen m\u00fcssen beachtet werden? Wie setzt man die Betreuung der Bewohner um \u2013 im Sinne von so viel wie n\u00f6tig, so wenig wie m\u00f6glich? Dabei hoffe er auf die Expertise des Bezirks Niederbayern.<\/p>\n<p>Dazu der Bezirkstagspr\u00e4sident: \u201eIch begr\u00fc\u00dfe Initiativen, um Alternativen zu den herk\u00f6mmlichen, ausgetretenen Pfaden zu schaffen. Das Ziel sollte sein, ein Konzept f\u00fcr die Region zu schaffen, das f\u00fcr \u00e4hnliche Initiativen multipliziert werden kann und an dem diese sich orientieren k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Bezirksrat und Behindertenbeauftragter Markus Scheuermann f\u00fchrte dazu das Beispiel von \u201eGemeinsam Wohnen Landshut (GeWoLa)\u201c an, bei dem eine inklusive Wohnanlage f\u00fcr Menschen mit und ohne Behinderung, Familien, Singles, \u00e4ltere und j\u00fcngere Menschen geschaffen werden soll.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Entwicklung eines m\u00f6glichen Konzepts bot Heinrich an, das geplante Quartiersprojekt des Bezirks als Beispiel zur Kl\u00e4rung grunds\u00e4tzlicher Fragen heranzuziehen: Zwischen Lurzenhof und Auloh soll auf bezirkseigenen Grundst\u00fccken hochwertiger, bezahlbarer Wohnraum entstehen \u2013 speziell f\u00fcr den sozialen Wohnungsmarkt und f\u00fcr Menschen mit Behinderung, aber auch f\u00fcr Bezirksmitarbeiter und den freien Wohnungsmarkt. Anhand der Pl\u00e4ne k\u00f6nne man zun\u00e4chst Finanzierung und Organisatorisches im Gespr\u00e4ch mit der bezirklichen Bauverwaltung kl\u00e4ren und danach weitere sozialrechtliche und monet\u00e4re Fragen mit den Experten der Sozialverwaltung er\u00f6rtern.<\/p>\n<p>Die Besucher von finkwg zeigten sich sehr dankbar f\u00fcr den Vorschlag. Ein Termin mit der Bezirksbauverwaltung soll nun zeitnah folgen, um Potentiale f\u00fcr ein Konzept auszuloten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Suchten Rat bei Bezirkstagspr\u00e4sident Dr. Olaf Heinrich (2. v. l.) und Bezirksrat Markus Scheuermann (3. v. l.): Armin&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":532737,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[772,20717,29,13692,30,38423,16064,25405,45467,1268,14,34903,45468,10275,22080,1986],"class_list":{"0":"post-532736","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayern","9":"tag-blog","10":"tag-deutschland","11":"tag-foto","12":"tag-germany","13":"tag-goetz","14":"tag-gratis","15":"tag-hermann","16":"tag-landshut","17":"tag-muenchen","18":"tag-nachrichten","19":"tag-rundschau","20":"tag-schnall","21":"tag-werbung","22":"tag-werner","23":"tag-zeitung"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/532736","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=532736"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/532736\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/532737"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=532736"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=532736"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=532736"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}