{"id":533060,"date":"2025-10-28T14:14:12","date_gmt":"2025-10-28T14:14:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/533060\/"},"modified":"2025-10-28T14:14:12","modified_gmt":"2025-10-28T14:14:12","slug":"nach-50-jahren-die-sportartikel-messe-ispo-verlaesst-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/533060\/","title":{"rendered":"Nach 50 Jahren: Die Sportartikel-Messe ISPO verl\u00e4sst M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p>Mit dieser Nachricht wollte die <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/thema\/messe-muenchen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Messe M\u00fcnchen<\/a> wohl lieber bis nach dem B\u00fcrgerentscheid zu Olympia warten: Die Sportartikel-Messe ISPO wird M\u00fcnchen verlassen und ab 2026 in Amsterdam stattfinden.<\/p>\n<p>Ganz aufgeben will die Messe M\u00fcnchen die ISPO allerdings nicht. Sie gr\u00fcndet mit der &#8222;Racoon Media Group&#8220; ein Gemeinschaftsunternehmen, um die Sportartikel-Messe gemeinsam neu auszurichten. So geht es aus einer Mitteilung der Messe hervor.<\/p>\n<p>Zum ersten Mal soll die ISPO vom 4. bis 5. November 2026 auf dem RAI-Gel\u00e4nde, dem Messezentrum in Amerstdam, stattfinden. Heuer findet die ISPO noch ein letztes Mal ab dem 30. November in M\u00fcnchen statt.<\/p>\n<p>Der urspr\u00fcngliche Name der ISPO lautete &#8222;Internationale Fachmesse f\u00fcr Sportartikel und Sportmode&#8220;. 1970 wurde sie von der Messe M\u00fcnchen gegr\u00fcndet. &#8222;Olympia-Messe&#8220; war ihr Spitzname in den Anfangsjahren. Mit einer Skipiste und einer Kunsteisbahn lockte die ISPO die Besucher an. Diese goldenen Zeiten sind schon seit einer ganzen Weile vorbei.<\/p>\n<p>&#8222;Sind wir der Wirtschaftsf\u00f6rderer von Amsterdam?&#8220;<\/p>\n<p>Die Anzahl der Aussteller ist in den vergangenen Jahren immer weiter zur\u00fcckgegangen: von 3300 im Jahr 2018 auf rund 1900 im Jahr 2024. So teilt es die Messe M\u00fcnchen mit. Einer, der sich mit der Messe gut auskennt, aber lieber nicht \u00f6ffentlich sprechen will, erz\u00e4hlt der AZ, dass die ISPO schon lange als &#8222;schwierig&#8220; galt. Die Idee sei gewesen, die ISPO weiterzuentwickeln. Sie sollte mehr Eventcharakter bekommen und so gerettet werden. &#8222;Wenn die ISPO funktioniert, dann tut sie das doch in Amsterdam genauso wie in M\u00fcnchen. Deshalb wundert mich das Ganze. Und ich wei\u00df auch nicht, ob wir der Wirtschaftsf\u00f6rderer f\u00fcr Amsterdam sein sollten.&#8220;<\/p>\n<p>Viele gro\u00dfe Sportartikelfirmen sitzen in Amsterdam<\/p>\n<p>Auch in der Pressemitteilung der Messe klingt an, dass sich die ISPO ver\u00e4ndern wird. Besucher- und Ausstellerzahlen seien gesunken. &#8222;Gleichzeitig besteht in der Industrie ein gro\u00dfes Bed\u00fcrfnis nach einem internationalen Netzwerk und Austausch&#8220;, hei\u00dft es in der Mitteilung. Doch warum sollte das in Amsterdam besser klappen als hier?<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich sitzen viele gro\u00dfe Sportartikelhersteller in und um Amsterdam: Nike hat dort seinen Europa-Hauptsitz ebenso wie der Laufschuh-Hersteller Brooks, die Ski-Firma Head und die Bekleidungsmarke &#8222;Under Armour&#8220;. Bei der ISPO 2025 in M\u00fcnchen sind diese Firmen alle nicht vertreten \u2013 und auch sonst nicht viele besonders bekannte Marken.<\/p>\n<p>&#8222;Wir reagieren mit Sorgfalt und Bedacht auf Marktver\u00e4nderungen. Das Joint Venture mit der Raccoon Media Group ist ein echter Neuanfang und bringt Chancen f\u00fcr die Fortf\u00fchrung unserer Traditionsveranstaltung mit sich&#8220;, lassen sich die CEOs der Messe M\u00fcnchen Stefan Rummel und Reinhard Pfeiffer zitieren.<\/p>\n<p>Das britische Unternehmen Racoon Media Group, mit der sich die Messe M\u00fcnchen nun zusammentut, wurde erst 2018 gegr\u00fcndet. Sein Fokus liegt auf Sportmessen. Zum Beispiel organisiert es Laufmessen, Cycling-Shows, eine Outdoor-Expo, eine Messe f\u00fcr Wintersport. Kurz: Die Racoon Media Group scheint Sport-Experte zu sein. Anders als die Messe M\u00fcnchen, deren gr\u00f6\u00dften Messen die Baumaschinen-Messe &#8222;bauma&#8220; und die &#8222;elektronica&#8220;, eine Fachmesse der Elektronikindustrie, geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Messen auch in China, Indien oder S\u00fcdafrika<\/p>\n<p>Auch der Termin ist laut der Messe M\u00fcnchen ein Problem gewesen. 2026 soll die ISPO in Amsterdam schon ab dem 4. November stattfinden. Dieser Termin geht auf &#8222;besonderen Wunsch der Industrie zur\u00fcck&#8220; und sei im Jahr 2026 nicht mit dem Veranstaltungskalender der Messe M\u00fcnchen vereinbar. &#8222;Eine sp\u00e4tere R\u00fcckkehr zum Standort M\u00fcnchen ist explizit m\u00f6glich&#8220;, hei\u00dft es in der Mitteilung.<\/p>\n<p>Es ist nicht das erste Mal, dass die Messe M\u00fcnchen im Ausland Gesch\u00e4ft macht: Sie organisiert Fachmessen unter anderem in China, Indien, S\u00fcdafrika. Momentan liegt der Umsatz nach eigenen Angaben bei 488 Millionen Euro, nach Frankfurt sei M\u00fcnchen damit der gr\u00f6\u00dfte Messestandort Deutschlands. Etwa 34 Prozent des Umsatzes w\u00fcrden im Ausland erwirtschaftet. Die Messe M\u00fcnchen hat sich das Ziel gesetzt, zu wachsen. Und offensichtlich glaubte sie nicht mehr, dass das mit der ISPO funktioniert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit dieser Nachricht wollte die Messe M\u00fcnchen wohl lieber bis nach dem B\u00fcrgerentscheid zu Olympia warten: Die Sportartikel-Messe&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":533061,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[175,170,169,29,30,171,174,173,172],"class_list":{"0":"post-533060","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-business","9":"tag-companies","10":"tag-companies-markets","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-markets","14":"tag-maerkte","15":"tag-unternehmen","16":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115452213768352897","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/533060","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=533060"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/533060\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/533061"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=533060"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=533060"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=533060"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}