{"id":533090,"date":"2025-10-28T14:30:19","date_gmt":"2025-10-28T14:30:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/533090\/"},"modified":"2025-10-28T14:30:19","modified_gmt":"2025-10-28T14:30:19","slug":"urteil-im-streit-um-nrw-gemeindefinanzierung-im-november","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/533090\/","title":{"rendered":"Urteil im Streit um NRW-Gemeindefinanzierung im November"},"content":{"rendered":"<p>Im Streit zwischen acht gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten und dem Land Nordrhein-Westfalen um die Gemeindefinanzierung wird der Verfassungsgerichtshof am 18. November ein Urteil verk\u00fcnden. Das sagte Gerichtshofpr\u00e4sidentin Barbara Dauner-Lieb nach einer fast zweieinhalbst\u00fcndigen m\u00fcndlichen Verhandlung am Dienstag in M\u00fcnster.\u00a0 <\/p>\n<p>Bei der Verfassungsklage der Kommunen Bonn, Bottrop, Dortmund, D\u00fcsseldorf, K\u00f6ln, M\u00fcnster, Solingen und Wuppertal geht es um die Frage, ob das Land seit dem Jahr 2022 im Gemeindefinanzierungsgesetz bei der Berechnung der Steuerkraft einen Unterschied machen darf zwischen kleinen St\u00e4dten und Gemeinden, die Kreisen zugeordnet werden oder den gr\u00f6\u00dferen sogenannten kreisfreien St\u00e4dten.\u00a0 <\/p>\n<p>Die sieben NRW-Verfassungsrichter um Dauner-Lieb lie\u00dfen im Rahmen der ungew\u00f6hnlich langen m\u00fcndlichen Verhandlung nur indirekt eine Tendenz erkennen. Die Vertreter des Landes mussten sich die meisten kritischen Fragen zu den angegriffenen Gemeindefinanzierungsgesetzen der Jahre 2022 bis 2024 gefallen lassen. In der seit 2022 neuen Regelung ist f\u00fcr die Schl\u00fcsselzuweisungen des Landes an die Kommunen eine der Fragen, wie hoch die K\u00e4mmerer bei der Gewerbesteuer und Grundsteuer B die Firmen und B\u00fcrger belasten und welche Steuerkraft die St\u00e4dte haben. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n              Kommunen in der Zwickm\u00fchle <\/p>\n<p>Die Kl\u00e4ger verweisen auf leistungsschwache Kommunen wie Duisburg oder Solingen, die ihre Hebes\u00e4tze nicht wegen der starken Finanzkraft anheben, sondern weil sie von der Kommunalaufsicht dazu gezwungen werden, um den Kommunalhaushalt zu sanieren. Der Anwalt der Kommunen bezeichnete das als Zwickm\u00fchle, die staatspolitisch unvern\u00fcnftig sei. Durch die seit 2022 geltende Regelung seien den Kl\u00e4gern insgesamt 500 Millionen Euro entgangen. Die Hebes\u00e4tze seien dort am h\u00f6chsten, wo die Finanznot am gr\u00f6\u00dften ist, hie\u00df es seitens der Kl\u00e4ger. Die kreisfreien St\u00e4dte sehen einen Versto\u00df gegen die in der Verfassung garantierte Gleichbehandlung und die kommunale Selbstverwaltung.\u00a0 <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n              Vizepr\u00e4sident fragt kritisch nach <\/p>\n<p>Andreas Heusch, Vizepr\u00e4sident des Verfassungsgerichtshofs, wollte von den Vertretern des Landes wissen, was denn die Kreisfreiheit mit der Leistungsf\u00e4higkeit der Kommune zu tun habe? Er verwies auf St\u00e4dte mit niedrigen Hebes\u00e4tzen, die so h\u00f6here Steuereinnahmen durch die Ansiedlung von Unternehmen generieren. <\/p>\n<p>Das Land dagegen betonte, dass die Finanzwissenschaft sich bei der Frage nicht einig sei. Das habe auch die lange Diskussion in der m\u00fcndlichen Verhandlung gezeigt. Zumindest sei die Methodik im Gesetz nicht grob fehlerhaft, Widerspr\u00fcche wie von den Kommunen beklagt, sieht das Land nicht. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            <img decoding=\"async\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Acht-Kommunen-aus-NRW-und-das-Land-haben-ihre-Vertreter-946261.jpg\" title=\"Urteil im Streit um NRW-Gemeindefinanzierung im November \" alt=\"Acht Kommunen aus NRW und das Land haben ihre Vertreter geschickt. Der gr\u00f6\u00dfte Verhandlungssaal im Oberverwaltungsgericht ist voll besetzt. Guido Kirchner\/dpa\" class=\"img-responsive\"\/>&#13;<br \/>\n            &#13;<\/p>\n<p class=\"image-caption\">Acht Kommunen aus NRW und das Land haben ihre Vertreter geschickt. Der gr\u00f6\u00dfte Verhandlungssaal im Oberverwaltungsgericht ist voll besetzt. Guido Kirchner\/dpa <\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"image-credit\">&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\u00a9 Guido Kirchner\/dpa<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n            &#13;<\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            <img decoding=\"async\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Barbara-Dauner-Lieb-ist-die-Praesidentin-des-NRW-946262.jpg\" title=\"Urteil im Streit um NRW-Gemeindefinanzierung im November \" alt=\"Barbara Dauner-Lieb ist die Pr\u00e4sidentin des NRW-Verfassungsgerichtshofes. Guido Kirchner\/dpa\" class=\"img-responsive\"\/>&#13;<br \/>\n            &#13;<\/p>\n<p class=\"image-caption\">Barbara Dauner-Lieb ist die Pr\u00e4sidentin des NRW-Verfassungsgerichtshofes. Guido Kirchner\/dpa <\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"image-credit\">&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\u00a9 Guido Kirchner\/dpa<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n            &#13;<\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            <img decoding=\"async\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Bei-der-Streitfrage-geht-darum-ob-die-Haushaltsgesetze-fuer-946263.jpg\" title=\"Urteil im Streit um NRW-Gemeindefinanzierung im November \" alt=\"Bei der Streitfrage geht darum, ob die Haushaltsgesetze f\u00fcr 2022 bis 2024 mit der Verfassung des Landes NRW \u00fcbereinstimmen.  Guido Kirchner\/dpa\" class=\"img-responsive\"\/>&#13;<br \/>\n            &#13;<\/p>\n<p class=\"image-caption\">Bei der Streitfrage geht darum, ob die Haushaltsgesetze f\u00fcr 2022 bis 2024 mit der Verfassung des Landes NRW \u00fcbereinstimmen.  Guido Kirchner\/dpa <\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"image-credit\">&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\u00a9 Guido Kirchner\/dpa<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n            &#13;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Streit zwischen acht gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten und dem Land Nordrhein-Westfalen um die Gemeindefinanzierung wird der Verfassungsgerichtshof am 18.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":533091,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1843],"tags":[3364,29,1721,30,5027,8970,1209,2301],"class_list":{"0":"post-533090","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenster","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-finanzen","11":"tag-germany","12":"tag-kommune","13":"tag-muenster","14":"tag-nordrhein-westfalen","15":"tag-verfassung-gesetz"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115452278119851640","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/533090","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=533090"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/533090\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/533091"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=533090"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=533090"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=533090"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}