{"id":533321,"date":"2025-10-28T16:43:13","date_gmt":"2025-10-28T16:43:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/533321\/"},"modified":"2025-10-28T16:43:13","modified_gmt":"2025-10-28T16:43:13","slug":"oeffentliche-unternehmen-finanzsenator-zieht-positive-bilanz-opposition-kritisiert-fehlende-strategie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/533321\/","title":{"rendered":"\u00d6ffentliche Unternehmen: Finanzsenator zieht positive Bilanz \u2013 Opposition kritisiert fehlende Strategie"},"content":{"rendered":"<p>Die Stadt Hamburg ist an rund 370 Unternehmen beteiligt. Zusammen besch\u00e4ftigen sie rund 79.000 Mitarbeiter. F\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2024 zieht der Finanzsenator eine positive Bilanz. Kritik gibt es unter anderem an den Geh\u00e4ltern einzelner Spitzenmanager.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Trotz eines leicht getr\u00fcbten Gesamtergebnisses haben Hamburgs \u00f6ffentliche Unternehmen im vergangenen Jahr auf Rekordniveau investiert. Mit knapp vier Milliarden Euro blieben sie ein zentraler Motor f\u00fcr Besch\u00e4ftigung und nachhaltige Entwicklung in der Stadt, sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) bei der Vorlage des Beteiligungsberichts 2024 im Rathaus.<\/p>\n<p>Darin werden die Eckdaten von mehr als 100 Unternehmen, an denen die Stadt unmittelbar beteiligt ist, f\u00fcr 2024 dargestellt. Insgesamt hat die Hansestadt rund 370 Beteiligungen in ihrem Portfolio. Die Investitionen stiegen dem Bericht zufolge zum Vorjahr um 18 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro, verglichen mit dem Wert von 2019 ist das fast eine Verdoppelung.<\/p>\n<p>\u201eDie Hamburger Stadtunternehmen investieren so stark wie nie zuvor \u2013 sie schaffen Arbeitspl\u00e4tze, treiben die Energiewende voran und \u00fcbernehmen Verantwortung f\u00fcr unsere Stadt und ihre Zukunft\u201c, sagte Dressel.<\/p>\n<p>Das Gesamtergebnis \u2013 also der Saldo der Gewinne und Verluste der Unternehmen \u2013 lag 2024 bezogen auf die Beteiligungsquote der Stadt bei gut 1,04 Milliarden und damit rund 250 Millionen Euro unter dem Vorjahresergebnis.<\/p>\n<p>Die Bilanzsumme der im Bericht erfassten Unternehmen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 Prozent auf 55,3 Milliarden Euro; beim Eigenkapital legten sie um mehr als sechs Prozent auf 17,3 Milliarden Euro zu. Die Verbindlichkeiten stiegen zugleich um 11,2 Prozent auf 18,7 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Zahl der Besch\u00e4ftigten mit historischem H\u00f6chstwert<\/p>\n<p>Mit insgesamt 79.000 Mitarbeitenden legte auch die Zahl der Besch\u00e4ftigten um 5,1 Prozent auf einen neuen H\u00f6chststand zu \u2013 knapp 49 Prozent von ihnen waren weiblich. Angesichts des demografischen Wandels stimme ihn zuversichtlich, dass \u201eder Mittelbau der Besch\u00e4ftigten zwischen 30 und 50 Jahren fast die H\u00e4lfte ausmacht\u201c, sagte Dressel.<\/p>\n<p>Noch deutlicher als die Gesamtbesch\u00e4ftigung stieg die Zahl der Auszubildenden \u2013 n\u00e4mlich um 7,8 Prozent auf nunmehr 2282. Dies zeige, dass sich die Unternehmen hinsichtlich der Sicherung von Nachwuchs und Fachkr\u00e4ften und f\u00fcr die Zukunft aufstellten.<\/p>\n<p>Bei der angestrebten Parit\u00e4t zwischen Frauen und M\u00e4nnern in F\u00fchrungspositionen bleibt weiter Luft nach oben: W\u00e4hrend in den Aufsichtsgremien der Unternehmen die Frauen bereits etwas mehr als die H\u00e4lfte aller Mandate besetzten, liegt ihr Anteil in den Gesch\u00e4ftsleitungen bei nur gut einem Viertel (26,4 Prozent).<\/p>\n<p>Schere zwischen Geh\u00e4ltern schlie\u00dft sich ein wenig<\/p>\n<p>Der Abstand im Verh\u00e4ltnis zwischen den Durchschnittseinkommen der Besch\u00e4ftigten und den Bez\u00fcgen der Gesch\u00e4ftsleitungen verringerte sich dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr leicht von 1 zu 3,82 auf 1 zu 3,76.<\/p>\n<p>Dabei waren die Unterschiede je nach Unternehmensgr\u00f6\u00dfe gro\u00df \u2013 am gr\u00f6\u00dften beim Hafenlogistiker HHLA, wo die Bez\u00fcge der Gesch\u00e4ftsleitung mehr als das Elffache des Durchschnittseinkommens betrugen.<\/p>\n<p>Bei der Opposition in der Hamburgischen B\u00fcrgerschaft und dem Bund der Steuerzahler stie\u00df der von Dressel vorgelegte Bericht auf Kritik. Dem Senat fehle eine klare Strategie, bem\u00e4ngelte der Haushaltsexperte der CDU-Fraktion, Thilo Kleibauer. \u201eAngesichts des Umfangs der \u00f6ffentlichen Unternehmen bleibt gerade auch die Risikoberichterstattung und der Ausblick auf die laufende Gesch\u00e4ftsentwicklung im Beteiligungsbericht v\u00f6llig unzureichend.\u201c In vielen Tochtergesellschaften habe die Verschuldung inzwischen eine kritische H\u00f6he erreicht, mahnte er.<\/p>\n<p>Der haushaltspolitische Sprecher der Linken, David Stoop, warnte davor, dass die wirtschaftliche Ausrichtung der \u00f6ffentlichen Unternehmen mit ihren gemeinwohlorientierten Zwecken in Konflikt geraten k\u00f6nne. Deutlich werde das beim Wohnungsunternehmen SAGA. Es d\u00fcrfe nicht sein, dass deren Mieter \u201eden Haushalt der Stadt quersubventionieren\u201c, sagte Stoop.<\/p>\n<p>Hohe Ausgaben und steigende Besch\u00e4ftigtenzahlen allein seien noch kein Garant f\u00fcr wirtschaftliche Effizienz der \u00f6ffentlichen Unternehmen, sagte der Experte der AfD, Marco Schulz. Entscheidend sei, dass sie den Menschen mit besseren Leistungen und g\u00fcnstigeren Preisen nutzten. \u201eTats\u00e4chlich geschieht jedoch das Gegenteil. Die Preise f\u00fcr Wasser, Energie und Nahverkehr steigen weiter, w\u00e4hrend die Qualit\u00e4t bestenfalls stagniert\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Steuerzahlerbund fordert Privatisierungen<\/p>\n<p>Transparenz sei gut, ersetze aber keine Kontrolle, bem\u00e4ngelte der Vorsitzende des Bundes der Steuerzahler Hamburg, Sascha Mummenhoff. \u201eDer Senat lobt sich daf\u00fcr, seine Beteiligungen offenzulegen. Doch was hilft das, wenn Missmanagement und Fehlentscheidungen folgenlos bleiben?\u201c, fragte er. Der Steuerzahlerbund fordert seit Langem die Privatisierung der Unternehmen, die keine strategische Bedeutung f\u00fcr die Stadt haben.<\/p>\n<p>lno\/juve<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Stadt Hamburg ist an rund 370 Unternehmen beteiligt. Zusammen besch\u00e4ftigen sie rund 79.000 Mitarbeiter. 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