{"id":533339,"date":"2025-10-28T16:52:13","date_gmt":"2025-10-28T16:52:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/533339\/"},"modified":"2025-10-28T16:52:13","modified_gmt":"2025-10-28T16:52:13","slug":"umbau-in-wien-von-delugan-meissl-architects-und-josef-weichenberger-architects-buerohaus-mit-bahnanschluss-architektur-und-architekten-news-meldungen-nachrichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/533339\/","title":{"rendered":"Umbau in Wien von Delugan Meissl Architects und Josef Weichenberger Architects \/ B\u00fcrohaus mit Bahnanschluss &#8211; Architektur und Architekten &#8211; News \/ Meldungen \/ Nachrichten"},"content":{"rendered":"<p>Einen Bahnhof \u00fcberbauen, um statt alter Hallen viele Quadratmeter neuer B\u00fcrofl\u00e4chen zu errichten? Was nach Stuttgart klingt, hat Wien bereits vor rund 50 Jahren durchexerziert. Der historische Franz-Josefs-Bahnhof am Julius-Tandler-Platz wurde zugunsten einer stattlichen \u00dcberbauung abgerissen. Die stammt von keinem Geringeren als Karl Schwanzer, der f\u00fcr das Projekt mit Gerhard Krampf, Harry Gl\u00fcck, Kurt Hlaweniczka, Franz Requat und Thomas Reinthaller zusammenarbeitete. F\u00fcr den Entwurf verantwortlich war also eine Art Allstar-Team der Wiener Sp\u00e4tmoderne.<\/p>\n<p>Diesem 1978 er\u00f6ffneten Komplex blieb nun ein \u00e4hnliches Schicksal erspart. Die Wiener B\u00fcros\u00a0<a href=\"https:\/\/www.baunetz-architekten.de\/dmaa\/7746278\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Delugan Meissl Associated Architects<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.baunetz-architekten.de\/josef-weichenberger-architects\/751349\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Josef Weichenberger Architects<\/a> haben das riesenhafte Bauwerk komplett umgekrempelt. Im Vergleich zur Option \u0084Abriss und Neubau\u0093 konnten die CO2-Emissionen um fast 70 Prozent reduziert werden. Auch massig Beton und Stahl lie\u00dfen sich einsparen. Das nun fertiggestellte Vorhaben namens Francis ist Ergebnis einer l\u00e4ngeren Projektgeschichte, bei der auch weitere Grundst\u00fccke der Bahntrassen-\u00dcberbauung betrachtet wurden und werden.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die Verkehrsinfrastruktur vor Ort ist zun\u00e4chst mal interessant, dass die Auslegung als Kopfbahnhof mit dem Neubau von 1978 erhalten blieb. Man betritt das Geb\u00e4ude ebenerdig und kann bis zur Abfahrtshalle durchgehen. Eine wichtige Entscheidung der Architekt*innen bez\u00fcglich des Umbaus war der R\u00fcckbau einer vorgelagerten Treppenstruktur, um die Verbindung zwischen Vorplatz und Bahnsteig noch direkter zu gestalten. Die Anbindung der sogenannten Plaza-Ebene im zweiten Obergeschoss erfolgt nun stattdessen \u00fcber eine mehrl\u00e4ufige Trib\u00fcnentreppe im Inneren. Diese \u00f6ffentliche Ebene ist teils als Innenhof ausgebildet, teils folgt sie der Gleistrasse und durchzieht damit den Block.<\/p>\n<p>Die Intervention der Architekt*innen sah neben dem kompletten Neuausbau der Betonstruktur auch deren \u00d6ffnung vor. Wo zuvor eine Spiegelfassade dem einstigen Sitz der Bank Austria ein unnahbares \u00c4u\u00dferes verlieh, \u00f6ffnet sich das Volumen heute mit konventionelleren Fensterb\u00e4ndern und Terrassen. Br\u00fcstungsverkleidungen aus poliertem Edelstahl lassen Aspekte der urspr\u00fcnglichen Gestaltung aber zumindest noch erahnen. Der Kontur des Bestands folgend wurden zwei Geschosse aufgestockt. Die B\u00fcronutzung bleib f\u00fcr das gesamte Geb\u00e4ude erhalten. Aber im Sinne eines \u00f6ffentlicheren Geb\u00e4udes wurden zus\u00e4tzliche Gewerbefl\u00e4chen wie Coworking-Spaces geschaffen. Gesicherte Fahrradparkpl\u00e4tze stehen ebenfalls bereit.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend das Ergebnis im Au\u00dfenraum f\u00fcr Laien wie ein Neubau wirken d\u00fcrfte, bleibt im Inneren dank betonsichtiger Fl\u00e4chen die Geschichte des Geb\u00e4udes erfahrbar. Die Skelettstruktur mit vier Treppenhauskernen des Bestands bietet eine gute Voraussetzung f\u00fcr eine ebenso effiziente wie flexible Grundrissorganisation. Insgesamt wurde eine Bruttogrundfl\u00e4che von 70.000 Quadratmetern oberirdisch und 11.000 Quadratmetern unterirdisch bearbeitet. (sb)<br \/>Fotos: <a href=\"https:\/\/www.pichlkastner.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Christian Pichlkastner<\/a>, <a href=\"https:\/\/fotosengmueller.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gebhard Sengm\u00fcller<\/a><\/p>\n<p>Dieses Objekt &amp; Umgebung auf BauNetz-Maps anzeigen:<br \/>&#13;<br \/>\n                                    &#13;<br \/>\n                                            <a href=\"https:\/\/www.baunetz-maps.de\/quelle\/meldungen?cid=10091297\" title=\"Dieses Objekt &amp; Umgebung auf BauNetz-Maps anzeigen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#13;<br \/>\n                                                <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"BauNetz-Maps\" width=\"400\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/europa_400x200.png\" \/>&#13;<br \/>\n                                            <\/a>&#13;<br \/>\n                                    &#13;<br \/>\n                                &#13;\n                                <\/p>\n<p class=\"bold\">Zu den Baunetz Architekt*innen:<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.baunetz-architekten.de\/dmaa\/7746278\" class=\"lightgrey underline\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Delugan Meissl Associated Architects<\/a><br \/>&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.baunetz-architekten.de\/josef-weichenberger-architects\/751349\" class=\"lightgrey underline\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Josef Weichenberger Architects<\/a><br \/>&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t&#13;\n\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\tKommentare:<br \/>&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.baunetz.de\/meldungen\/Meldungen-Umbau_in_Wien_von_Delugan_Meissl_Architects_und_Josef_Weichenberger_Architects_10091297.html?backurl=https%3A%2F%2Fwww.baunetz.de%2Fmeldungen%2Findex.html&amp;action=kommentieren\" class=\"lightgrey underline unvisible_print\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meldung kommentieren<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;\n\t\t\t\t\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Einen Bahnhof \u00fcberbauen, um statt alter Hallen viele Quadratmeter neuer B\u00fcrofl\u00e4chen zu errichten? 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