{"id":533785,"date":"2025-10-28T21:02:10","date_gmt":"2025-10-28T21:02:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/533785\/"},"modified":"2025-10-28T21:02:10","modified_gmt":"2025-10-28T21:02:10","slug":"11-milliarden-euro-in-dresden-globalfoundries-auch-als-nexperia-ersatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/533785\/","title":{"rendered":"1,1 Milliarden Euro in Dresden: Globalfoundries auch als Nexperia-Ersatz"},"content":{"rendered":"<p>Der Chipauftragsfertiger Globalfoundries (GF) gibt Einblick in die Bauarbeiten seines Dresdener Halbleiterwerks. 1,1 Milliarden Euro will der Hersteller in den Ausbau stecken und die Gesamtinvestitionen \u00fcber die Jahrzehnte auf gut 11 Milliarden Euro hieven. F\u00fcr einen Teil des Ausbaus erwartet GF Subventionen. Er begann allerdings schon vor der Bewilligung auf eigenes Risiko.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Mit der Sprint genannten Erweiterung erh\u00f6ht GF die Produktionskapazit\u00e4t in Dresden von aktuell rund 950.000 belichteten Wafern pro Jahr auf 1,1 Millionen. Ende 2028 soll die Erweiterung ihre vollst\u00e4ndige Kapazit\u00e4t erreichen. Die erweiterte Produktion k\u00f6nnte noch 2027 hochlaufen.<\/p>\n<p>Bundeskanzler Friedrich Merz reiste auf Einladung seines CDU-Kollegen und Sachsens Ministerpr\u00e4sidenten Michael Kretschmer nach Dresden. Dort geht es auch um die Versicherung, dass GF &#8222;ma\u00dfgeblich&#8220; F\u00f6rdergelder im Rahmen des EU-Chips-Acts erhalten soll. Lediglich die EU-Kommission muss noch zustimmen. Wie hoch der F\u00f6rderanteil ausfallen k\u00f6nnte, verraten die Verantwortlichen bislang nicht.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/9\/6\/6\/0\/7\/8\/20251028_GF_SPRINT-09277cd27e3780cd.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"1579\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 3000 \/ 1579; object-fit: cover;\" width=\"3000\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Renderbild von Globalfoundries&#8216; Dresdener Werk, sobald die Sprint-Erweiterung fertig ist. Der vordere Teil ist neu.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Globalfoundries)\n    <\/p>\n<p>Nexperia auch in Dresden Thema<\/p>\n<p>GF nutzt derweil die Gunst der Stunde: GF kann auch solche Bauelemente herstellen, die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Nexperia-Krise-Wirtschaftsministerium-sieht-erhebliche-Betroffenheit-10819376.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">aufgrund der Nexperia-Blockade<\/a> derzeit knapp sind. Die niederl\u00e4ndische Regierung hat im Rahmen eines Notstandsgesetzes die Kontrolle \u00fcber den lokalen Chiphersteller \u00fcbernommen. Die chinesische Mutter Wingtech stoppte daraufhin Auslieferungen aus den chinesischen Packaging-Werken nach Europa. Weil die Chips erst in diesen chinesischen Werken ihre Geh\u00e4use bekommen, steht Europa ganz ohne brauchbare Nexperia-Bauelemente da. Das trifft unter anderem die Automobilindustrie.<\/p>\n<p>Die au\u00dfereurop\u00e4ischen Abh\u00e4ngigkeiten am Beispiel von Nexperia spricht auch Kretschmer an, ohne auszuf\u00fchren, dass <a class=\"heiseplus-lnk\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Nexperia-Chipkrise-Sehenden-Auges-ins-Desaster-10864803.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die Abh\u00e4ngigkeiten hausgemacht sind<\/a>: Der Zulieferer wurde erst 2016 f\u00fcr 2,75 Milliarden US-Dollar nach China verkauft.<\/p>\n<p>GF kann zwar einspringen, allerdings dauert das einige Zeit: Allein der Produktionsprozess dauert laut Hersteller durchschnittlich drei Monate, um etwa 1500 Schritte zu durchlaufen. Dann m\u00fcssen Kunden die neuen Halbleiter samt ihrer Chipgeh\u00e4use mitunter zertifizieren beziehungsweise qualifizieren, etwa f\u00fcr den Einsatz in Autos.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Spezialtechnik statt feinste Transistoren<\/p>\n<p>GF hat sich auf Mikrocontroller mit integriertem Speicher, Analogschaltungen und Hochfrequenztechnik spezialisiert. Der wichtigste Fertigungsprozess des Herstellers hei\u00dft 22FDX: ein Prozess der 22-Nanometer-Klasse mit <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Globalfoundries-fertigt-FD-SOI-Chips-in-Dresden-2748905.html\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">sogenanntem Fully Depleted Silicon-on-Insulator<\/a> (FD-SOI). Die Chips sind meist winzig, sodass Tausende auf einem einzigen Wafer sitzen k\u00f6nnen. Bei einer Kapazit\u00e4t von \u00fcber einer Million Wafer pro Jahr geht es schnell um Chips in Milliardenst\u00fcckzahlen.<\/p>\n<p>Abseits von Autoherstellern zielt GF explizit auf die Luft- und Raumfahrt, R\u00fcstungsindustrie und kritische Infrastruktur. Daf\u00fcr will der Chipauftragsfertiger komplett europ\u00e4ische Lieferketten aufbauen, inklusive Packaging-Werken, etwa beim Dienstleister Amkor in Portugal. GF selbst hat seinen Hauptsitz in den USA und geh\u00f6rt mehrheitlich der Mubadala Investment Company, einem Staatsfonds der Vereinigten Arabischen Emirate.<\/p>\n<p>Zu den Kunden der 22-Nanometer-FD-SOI-Technik von GF geh\u00f6ren auch europ\u00e4ische Chipfirmen wie STMicroelectronics und NXP. GF hat sein Technik-Portfolio k\u00fcrzlich <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Globalfoundries-will-CPU-Urgestein-MIPS-Technologies-uebernehmen-10479391.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">um die RISC-V-Technik von MIPS erweitert<\/a>. Den geplanten Bau einer Chipfabrik in Frankreich von GF gemeinsam mit STMicro <a href=\"https:\/\/www.eenewseurope.com\/en\/st-glofo-suspend-plan-for-joint-wafer-fab-say-reports\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">sagten die Kooperationspartner aber wieder ab<\/a>.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mma@heise.de\" title=\"Mark Mantel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mma<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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