{"id":534112,"date":"2025-10-29T00:18:11","date_gmt":"2025-10-29T00:18:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/534112\/"},"modified":"2025-10-29T00:18:11","modified_gmt":"2025-10-29T00:18:11","slug":"jemen-luftangriff-der-usa-auf-hafteinrichtung-fuer-migrantinnen-muss-als-kriegsverbrechen-untersucht-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/534112\/","title":{"rendered":"Jemen: Luftangriff der USA auf Hafteinrichtung f\u00fcr Migrant*innen muss als Kriegsverbrechen untersucht werden"},"content":{"rendered":"<p>        \u00dcberlebende schwer verletzt, verst\u00fcmmelt und traumatisiert<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">So gut wie alle der 15 \u00dcberlebenden, mit denen Amnesty International gesprochen hat, haben eigenen Angaben zufolge geschlafen, als sie zwischen 4 und 4.30 Uhr morgens eine Explosion in der N\u00e4he h\u00f6rten. Es handelte sich dabei h\u00f6chstwahrscheinlich um einen US-Luftangriff auf ein anderes Geb\u00e4ude, das sich ebenfalls auf dem Gel\u00e4nde des Saada-Gef\u00e4ngnisses befand.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Aus Satellitenaufnahmen geht hervor, dass ein Geb\u00e4ude, das etwa 180 Meter von der Hafteinrichtung f\u00fcr Migrant*innen entfernt lag, am selben Tag getroffen und zerst\u00f6rt wurde. In ihrer Antwort an Amnesty International erkl\u00e4rten die Huthi, dass es sich dabei um ein Gef\u00e4ngnisverwaltungsgeb\u00e4ude gehandelt habe.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die \u00dcberlebenden gaben an, angsterf\u00fcllt aufgewacht und zum Tor der Haftanstalt gerannt zu sein. Sie riefen um Hilfe, h\u00e4mmerten gegen das Tor und baten die W\u00e4rter*innen, sie herauszulassen, damit sie sich in Sicherheit bringen k\u00f6nnten. Die W\u00e4rter*innen \u00f6ffneten die Tore nicht und gaben stattdessen Warnsch\u00fcsse ab. Wenige Minuten sp\u00e4ter ersch\u00fctterte ein zweiter US-Luftangriff das Geb\u00e4ude, in dem die Migrant*innen untergebracht waren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">In ihrer Antwort an Amnesty International gaben die De-facto-Beh\u00f6rden der Huthi an, dass sich zum Zeitpunkt des Luftschlags 117 Menschen aus Afrika in der Einrichtung befunden hatten, von denen 61 get\u00f6tet und 56 verletzt wurden. Sie machten zudem geltend, dass es \u201ekeine nachweisbaren F\u00e4lle gab, in denen Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter*innen Inhaftierte daran hinderten, aus dem Zielgebiet zu fliehen oder einen sicheren Ort aufzusuchen\u201c, gaben aber keine klare Antwort darauf, ob sie diesen speziellen Vorfall untersucht hatten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Der Luftangriff verursachte schwere zivile Sch\u00e4den mit verheerenden und langfristigen Folgen. Von den 15 \u00dcberlebenden, mit denen Amnesty International gesprochen hat, erlitten 14 schwere Verletzungen mit lebenslangen Folgen, darunter der Verlust von Gliedma\u00dfen, schwere Nervensch\u00e4den sowie Kopf-, Wirbels\u00e4ulen- und Brustkorbverletzungen. Zwei der 15 Migrant*innen mussten die Beine amputiert werden, einer Person wurde die Hand amputiert, und ein Mann verlor ein Auge.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Ein 20-j\u00e4hriger \u00dcberlebender, Hagos*, verlor ein Bein und kam erst Tage nach dem Angriff im Krankenhaus wieder zu Bewusstsein. Er beschrieb seinen Schmerz so:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00dcberlebende schwer verletzt, verst\u00fcmmelt und traumatisiert So gut wie alle der 15 \u00dcberlebenden, mit denen Amnesty International gesprochen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":534113,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-534112","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115454589012296270","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/534112","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=534112"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/534112\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/534113"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=534112"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=534112"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=534112"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}