{"id":534452,"date":"2025-10-29T03:45:23","date_gmt":"2025-10-29T03:45:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/534452\/"},"modified":"2025-10-29T03:45:23","modified_gmt":"2025-10-29T03:45:23","slug":"militarisierung-berlin-tegel-zeitenwende-auf-der-startbahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/534452\/","title":{"rendered":"Militarisierung \u2013 Berlin-Tegel: Zeitenwende auf der Startbahn"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img313269\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/313269.jpeg\" alt=\"Flugzeuge der Luftwaffe k\u00f6nnten bis in die 2040er auf Berliner Beton bei Bedarf verf\u00fcgbar sein.\"\/><\/p>\n<p>Flugzeuge der Luftwaffe k\u00f6nnten bis in die 2040er auf Berliner Beton bei Bedarf verf\u00fcgbar sein.<\/p>\n<p>Foto: dpa\/Ralf Hirschberger<\/p>\n<p><a data-id=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1193452.ruestungsindustrie-berlin-bits-und-bytes-fuer-die-kriegsmaschine.html\" data-type=\"link\" href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1193452.ruestungsindustrie-berlin-bits-und-bytes-fuer-die-kriegsmaschine.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Zeitenwende ist auf Berlins<\/a> stillgelegter Startbahn am Flughafen Tegel angekommen. Die <a data-id=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1194677.antimilitarismus-geld-fuer-den-kiez-statt-waffen-fuer-den-krieg.html\" data-type=\"link\" href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1194677.antimilitarismus-geld-fuer-den-kiez-statt-waffen-fuer-den-krieg.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundeswehr hat die Umwandlung<\/a> sogenannter <a data-id=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195013.soziale-lage-der-eu-aufruestung-ist-beschlossene-sache.html\" data-type=\"link\" href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195013.soziale-lage-der-eu-aufruestung-ist-beschlossene-sache.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">milit\u00e4risch genutzter Liegenschaften<\/a> f\u00fcr zivile Zwecke ausgesetzt. Zu den insgesamt 200\u2005betroffenen Liegenschaften geh\u00f6rt auch das Areal \u00bbTegel Nord\u00ab am ehemaligen Flughafen im Bezirk Reinickendorf.<\/p>\n<p>Bundesweit sind 187\u2005inaktive milit\u00e4rische Liegenschaften, die sich im Eigentum der Bundesanstalt f\u00fcr Immobilienaufgaben (Bima) befinden, vom Umwandlungsstopp betroffen. Hinzu kommen 13\u2005weitere, die die Bundeswehr noch betreibt. Dazu geh\u00f6ren etwa der ehemalige Fliegerhorst in F\u00fcrstenfeldbruck in Bayern sowie Teile des stillgelegten Flughafens Tegel. Dort hat die Bundeswehr seit den 90er Jahren Hubschrauber der Flugbereitschaft stationiert. Die vom Umwandlungsstopp betroffenen Areale sollen der Bundeswehr nun als \u00bbstrategische Liegenschaftsreserve\u00ab dienen \u2013 also kurzfristig bei Bedarf.<\/p>\n<p>Vor etwa einem Jahr hatte der Senat einen Bericht zur beschleunigten Verlegung der Hubschrauberstaffel des Bundes an den Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) beschlossen. Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) hatte dazu mitgeteilt, dass das Bundesverteidigungsministerium dem Senat gegen\u00fcber best\u00e4tigt habe, dass die Verlegung der Hubschrauberstaffel im ersten Quartal 2026 angestrebt werde. \u00bbDass die Verlegung damit deutlich fr\u00fcher als urspr\u00fcnglich geplant erfolgt, ist sehr zu begr\u00fc\u00dfen\u00ab, <a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/rbmskzl\/aktuelles\/pressemitteilungen\/2024\/pressemitteilung.1504365.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">teilte Bonde im November 2024 mit<\/a>.<\/p>\n<p>Wie kommt es zum pl\u00f6tzlichen Umwandlungsstopp milit\u00e4rischer Fl\u00e4chen f\u00fcr zivile Zwecke? Die Senatsverwaltung f\u00fcr Stadtentwicklung teilt auf \u00bbnd\u00ab-Anrage mit, dass die Bundeswehr \u00bbaufgrund der Sicherheitslage und des notwendigen Aufwuchses der Streitkr\u00e4fte das Land Berlin\u00ab informiert habe, \u00bbdass aus heutiger Sicht die Liegenschaft Tegel Nord noch bis in die 2040er Jahre teilweise vom Milit\u00e4r genutzt werden muss\u00ab. Einen Teil des Areals k\u00f6nne das Land Berlin allerdings schon zeitnah \u00fcbernehmen, \u00bbetwa f\u00fcr Zwecke der Fl\u00fcchtlingsunterbringung\u00ab, so der Sprecher der Verwaltung. Der Senat hatte dazu Verhandlungen mit der Bundeswehr gef\u00fchrt. In der neuen Gefl\u00fcchtetenunterkunft sollen Medienberichten zufolge 2000 bis 3000 Menschen untergebracht werden.<\/p>\n<p>Wann langfristig die \u00fcbrigen Fl\u00e4chen \u00fcberlassen werden k\u00f6nnen, h\u00e4nge \u00bbvon der Sicherheitslage und dem Bedarf der Streitkr\u00e4fte ab\u00ab, so der Sprecher der Verwaltung. So sei verabredet worden, dass sich Bund und Land gegenseitig auf dem aktuellen Stand halten und bis Ende der 2030er Jahre Klarheit schaffen, ob und wann eine \u00dcbergabe an Berlin m\u00f6glich sei.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>&#13;<\/p>\n<p>\u00bbDie Ank\u00fcndigung, dass Teile des Flughafens Tegel f\u00fcr milit\u00e4rische statt f\u00fcr zivile Zwecke genutzt werden, ist ein Schlag f\u00fcr Berlin.\u00ab<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\nMichael Efler (Linke)<br \/>&#13;<br \/>\nStadtentwicklungspolitischer Sprecher<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Bundeswehrareal auf dem stillgelegten Flughafen Tegel ist etwa 60\u2005Hektar gro\u00df. \u00bbWir sind uns der Tragweite der Entscheidung sehr bewusst und wissen, dass in vielen F\u00e4llen bereits Planungen bestehen, betroffene Fl\u00e4chen zivil zu nutzen\u00ab, teilt Nils Hilmer, Staatssekret\u00e4r im Verteidigungsministerium laut der Deutschen Presse-Agentur mit.<\/p>\n<p>Laut Stadtentwicklungsverwaltung sind von dem Umwandlungsstopp weder der geplante Wohnungsbau im Schumacher-Quartier noch die Urban Tech Republic und dortige Gewerbeentwicklungen betroffen. Auch Pl\u00e4ne f\u00fcr die Rettungsakademie der Berliner Feuerwehr und den Campus der Berliner Hochschule f\u00fcr Technik (BHT) bleiben unber\u00fchrt.<\/p>\n<p>Der Sprecher f\u00fcr Stadtentwicklung der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus Michael Efler spricht angesichts des Umwandlungsstopps von einem \u00bbSchlag f\u00fcr Berlin\u00ab. Als wachsende Stadt brauche Berlin \u00bbjede Fl\u00e4che, die es kriegen kann\u00ab, so Efler gegen\u00fcber \u00bbnd\u00ab. Verdr\u00e4ngung von ziviler Nutzung zugunsten milit\u00e4rischer Zwecke sehe die Fraktion kritisch.<\/p>\n<p>Muckefuck: morgens, ungefiltert, links<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/313270.jpeg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"170\"\/><\/p>\n<p>nd.Muckefuck ist unser Newsletter f\u00fcr Berlin am Morgen. Wir gehen wach durch die Stadt, sind vor Ort bei Entscheidungen zu Stadtpolitik \u2013 aber immer auch bei den Menschen, die diese betreffen. Muckefuck ist eine Kaffeel\u00e4nge Berlin \u2013 ungefiltert und links. Jetzt <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/muckefuck\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">anmelden<\/a> und immer wissen, worum gestritten werden muss.<\/p>\n<p>Zudem merkt Efler an, dass auch geplanter Wohnungsbau von dem Umwandlungsstopp betroffen sein k\u00f6nnte, auch wenn die Stadtentwicklungsverwaltung davon ausgeht, dass die Pl\u00e4ne f\u00fcr das Schumacher-Quartier ungeachtet der Entwicklung voranschreiten k\u00f6nnen. \u00bbDas Land Berlin sollte nun mit dem Bund in Verhandlung gehen. Es sollte gepr\u00fcft werden, was der Stopp der Umwandlung der Milit\u00e4rfl\u00e4chen f\u00fcr das geplante Stadtquartier bedeutet.\u00ab<\/p>\n<p>Auch der Sprecher f\u00fcr Stadtentwicklung der Gr\u00fcnen im Abgeordnetenhaus Julian Schwarze weist darauf hin: \u00bbF\u00fcr den Bereich TXL Nord war eine gemischte Quartiersentwicklung geplant. Zuletzt wurden je nach Planung 1000 bis 2000 neue Wohnungen genannt.\u00ab Wenn das Areal l\u00e4ngerfristig milit\u00e4risch genutzt werden sollte, habe dies auch Auswirkungen f\u00fcr die Entwicklung des gesamten Gel\u00e4ndes des ehemaligen Flughafens Tegel. \u00bbDer schwarz-rote Senat muss jetzt transparent machen, was die Bundeswehrentscheidung der schwarz-roten Bundesregierung f\u00fcr Folgen f\u00fcr die Wohnungsbaupl\u00e4ne Berlins hat.\u00ab<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Flugzeuge der Luftwaffe k\u00f6nnten bis in die 2040er auf Berliner Beton bei Bedarf verf\u00fcgbar sein. 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