{"id":535764,"date":"2025-10-29T16:58:09","date_gmt":"2025-10-29T16:58:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/535764\/"},"modified":"2025-10-29T16:58:09","modified_gmt":"2025-10-29T16:58:09","slug":"erste-risc-v-grafikkarte-kommt-in-fahrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/535764\/","title":{"rendered":"Erste RISC-V-Grafikkarte kommt in Fahrt"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Erste RISC-V-Grafikkarte kommt in Fahrt<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Eine gro\u00dfe St\u00e4rke der offenen Befehlssatzarchitektur RISC-V ist ihre Flexibilit\u00e4t. Die nutzt das kalifornische Unternehmen Bolt Graphics f\u00fcr ihre Graphics Processing Unit (GPU) Zeus. Allerdings zielt Zeus nicht auf Gaming-PCs oder KI-Rechenzentren, sondern zun\u00e4chst auf Einsatzbereiche wie 3D-Rendering mit Programmen wie Blender, Autodesk Maya oder der Unreal Engine.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>F\u00fcr solche Anwendungszwecke eignet sich Zeus laut Bolt Graphics besser als gew\u00f6hnliche PC- und Workstation-Grafikkarten, etwa von Nvidia. Denn erstens steuert Zeus viel lokalen Speicher an und nutzt zweitens die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Cyberpunk-2077-Grafikmodus-Raytracing-Overdrive-auf-PC-verfuegbar-8936546.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berechnungstechnik Pathtracing<\/a>. Die soll Vorteile im Vergleich zum etablierten Raytracing bieten.<\/p>\n<p>Als weiteren Einsatzbereich f\u00fcr Zeus sieht Bolt Graphics auch wissenschaftliche und technische Simulationsprogramme. Denn die Gleitkommarechenwerke der in Zeus eingebauten <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/RISC-V-CPUs-mit-RVA23-Mehr-Leistung-und-bessere-Linux-Unterstuetzung-9993260.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">RISC-V-Prozessorkerne nach RVA23-Spezifikation<\/a> liefern hohe Leistung auch bei doppelt genauen Werten, also Double Precision (DP) alias FP64.<\/p>\n<p>Modularer Aufbau<\/p>\n<p>Zeus hat nicht nur RISC-V-Kerne, sondern auch sonst ungew\u00f6hnliche Eigenschaften f\u00fcr eine GPU. Ein Zeus-Chip hat 128 MByte eingebauten Cache und steuert 32 GByte LPDDR5X-RAM an \u2013 also nicht etwa schnelleres, aber auch teureres und stromdurstigeres GDDR7-RAM oder HBM. Au\u00dferdem stecken in Zeus auch DDR5-Speichercontroller f\u00fcr bis zu 128 GByte (2 \u00d7 64 GByte) Erweiterungsspeicher in Form von (SO-)DIMMs.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/9\/6\/6\/8\/1\/9\/Zeus-Chiplet-2-8e0acd263d418abc.png\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Blockschaltbild Bolt Graphics Zeus mit RISC-V-Technik\" height=\"1581\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 2267 \/ 1581; object-fit: cover;\" width=\"2267\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Zeus besteht aus Chiplets mit RISC-V-Kernen, die sich zu gr\u00f6\u00dferen Verb\u00fcnden koppeln lassen.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Bolt Graphics)\n    <\/p>\n<p>Eine Chiplet-zu-Chiplet-Schnittstelle mit bis zu 768 GByte\/s verbindet zwei oder vier Zeus-Chiplets. Zudem bindet Zeus ein I\/O-Chiplet mit 256 GByte\/s an, das wiederum zwei PCIe-5.0-x16-Ports bereitstellen kann sowie auch Ethernet mit 400 Gbit\/s und einen Netzwerkport f\u00fcr die Fernverwaltung (BMC).<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Zeus-Cluster<\/p>\n<p>\u00dcber die schnellen Ethernetports \u2013 Produktvarianten sollen 800GbE bringen \u2013 lassen sich mehrere Zeus-Systeme zu Clustern koppeln. Ein zus\u00e4tzlicher Allzweckprozessor (CPU) zum Booten eines Betriebssystems ist \u00fcberfl\u00fcssig, weil die RVA23-Kerne auch selbst Linux ausf\u00fchren k\u00f6nnen. Zeus geh\u00f6rt also wie Nvidia Grace Hopper\/Grace Blackwell und der AMD Instinct MI300A zur Klasse der Server-APUs.<\/p>\n<p>Die einfachste Zeus-GPU hei\u00dft 1c26-032. Sie hat ein einziges Zeus-Chiplet und soll als PCIe-x16-Karte mit 120 Watt TDP auskommen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/bolt.graphics\/how-it-works\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Bolt Graphics verspricht f\u00fcr Zeus<\/a> 1c26-032 eine maximale FP64-Rechenleistung von 5 TFlops sowie 614 Tops f\u00fcr Integer-Matrixberechnungen (Int8). Bestimmte Rechenaufgaben und vor allem Path Tracing soll eine Zeus 1c26-032 mit 120 Watt deutlich schneller erledigen als eine <a class=\"heiseplus-lnk\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/tests\/High-End-Grafikkarten-mit-Nvidia-GeForce-RTX-5080-und-5090-im-Test-10290707.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nvidia GeForce RTX 5080<\/a> mit 360 Watt, die auch nur 16 GByte (schnelleres) RAM besitzt.<\/p>\n<p>Demosysteme ab 2026<\/p>\n<p>Bolt Graphics f\u00fchrte Zeus-Prototypen k\u00fcrzlich auf dem OCP Global Summit des Open Compute Project vor. Die Serienproduktion soll erst 2027 laufen, aber Entwickler sollen bereits im ersten Halbjahr 2026 auf Demosysteme zugreifen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:ciw@ct.de\" title=\"Christof Windeck\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ciw<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Erste RISC-V-Grafikkarte kommt in Fahrt Eine gro\u00dfe St\u00e4rke der offenen Befehlssatzarchitektur RISC-V ist ihre Flexibilit\u00e4t. Die nutzt das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":535765,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[135],"tags":[131374,29,30,33735,261,196,1256,11757,30870,190,189,1542,194,191,193,192],"class_list":{"0":"post-535764","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-bolt-graphics","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-grafikchip","12":"tag-grafikkarten","13":"tag-it","14":"tag-kuenstliche-intelligenz","15":"tag-rechenzentrum","16":"tag-risc-v","17":"tag-science","18":"tag-science-technology","19":"tag-server","20":"tag-technik","21":"tag-technology","22":"tag-wissenschaft","23":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115458520278119070","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/535764","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=535764"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/535764\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/535765"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=535764"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=535764"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=535764"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}