{"id":535816,"date":"2025-10-29T17:25:16","date_gmt":"2025-10-29T17:25:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/535816\/"},"modified":"2025-10-29T17:25:16","modified_gmt":"2025-10-29T17:25:16","slug":"gipfel-usa-china-in-suedkorea-xi-jinping-und-donald-trump-sind-nicht-wirklich-willkommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/535816\/","title":{"rendered":"Gipfel USA-China in S\u00fcdkorea: Xi Jinping und Donald Trump sind nicht wirklich willkommen"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">Wenn sich Xi Jinping und Donald Trump am Donnerstag im s\u00fcdkoreanischen Busan zu ihrem <a href=\"https:\/\/taz.de\/USA-China\/!6124261\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ersten Gipfel in Trumps zweiter Amtszeit<\/a> treffen, sind sie im Land nicht wirklich willkommen. In Gyeongju, wo dann auch der Apec-Gipfel (asiatisch-pazifische Wirtschaftskooperation) stattfindet, haben sich Hunderte Aktivisten und Gewerkschafter versammelt, um ihre Parole in den Himmel zu rufen: \u201eNein zu Trump!\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Dass die S\u00fcdkoreaner nicht sonderlich gut auf den US-Pr\u00e4sidenten zu sprechen sind, d\u00fcrfte kaum verwundern. Jahrzehntelang wuchsen die Bewohner des ostasiatischen Tigerstaates in dem festen Glauben auf, einer der engsten Verb\u00fcndeten der USA zu sein. Zwar war das bilaterale Verh\u00e4ltnis stets durch ein Machtgef\u00e4lle gepr\u00e4gt und nie v\u00f6llig reibungslos. Aber die Amerikaner haben im Koreakrieg (1950\u201353) an der Seite der S\u00fcdkoreaner gek\u00e4mpft. Bis heute schrecken sie mit ihrem Nuklearschirm den verfeindeten Norden effektiv ab.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Mit Trump ist die \u201eeiserne Allianz\u201c aber br\u00fcchig geworden. So hat der US-Pr\u00e4sident S\u00fcdkorea mit Strafz\u00f6llen belegt und verlangt, dass es 350 Milliarden Dollar in den USA investieren muss. Das ist knapp ein F\u00fcnftel von S\u00fcdkoreas nominalem Bruttoinlandsprodukt. \u201eTrump ist doch verr\u00fcckt!\u201c, sagt ein Taxifahrer in Seoul. Viele Landsleute w\u00fcrden ihm zustimmen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">Doch es gibt in der direkten Nachbarschaft mit Xi Jinping einen Staatschef, der noch deutlich kontroverser debattiert wird. Beobachten l\u00e4sst sich dies bei fast t\u00e4glich organisierten Demonstrationen. \u201eWir sind besorgt, dass China langsam in unser Land eindringen und uns kommunistisch machen k\u00f6nnte\u201c, sagt die 68-j\u00e4hrige Frau Cho, w\u00e4hrend sie in Seouls internationalem Itaewon-Viertel durch die Stra\u00dfe marschiert.<\/p>\n<p>      Angst vor Chinas Ambitionen<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"6\">Gemeinsam mit rund tausend anderen demonstriert die S\u00fcdkoreanerin gegen Chinas wachsenden Einfluss. \u201eChinas Kommunistische Partei hat riesige Ambitionen, die Welt zu regieren. Ich m\u00f6chte in Freiheit leben und unsere Demokratie sch\u00fctzen\u201c, sagt eine weitere Demonstrantin.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"7\">Insbesondere unter Konservativen sind solche Ansichten verbreitet. Das hat nicht nur mit der komplizierten historischen Beziehung zwischen den zwei Staaten zu tun: Chinas Volksbefreiungsarmee eilte unter Mao Zedong dem nordkoreanischen Kim-Regime im Koreakrieg (1950\u201353) zu Hilfe, um gegen den S\u00fcden zu k\u00e4mpfen. Dort herrschte bis in die 1980er-Jahre eine Milit\u00e4rdiktatur, die auf einem rigiden Antikommunismus basierte.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-10\" pos=\"8\">Auch in der Gegenwart hat der zunehmende politische Druck der chinesischen Parteif\u00fchrung, gemischt mit wachsender wirtschaftlicher Konkurrenz daf\u00fcr gesorgt, dass China f\u00fcr viele S\u00fcdkoreaner zum S\u00fcndenbock mutiert ist.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-11\" pos=\"9\">Teilweise wird dies noch durch die sozialen Medien und rechte Verschw\u00f6rungstheorien versch\u00e4rft: Ex-Pr\u00e4sident Yoon Suk Yeol, der im letzten Dezember das Kriegsrecht ausrief und daf\u00fcr mittlerweile im Gef\u00e4ngnis sitzt, begr\u00fcndete seine kontroverse Ma\u00dfnahme damit, die Opposition w\u00fcrde von kommunistischen Kr\u00e4ften aus Nordkorea und China unterwandert. Beweise hatte er daf\u00fcr nicht.<\/p>\n<p>      In S\u00fcdkorea ist die Stimmung gegen\u00fcber China gekippt<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-13\" pos=\"11\">Laut Umfrage des Pew Research Institutes \u00fcber das Image der Volksrepublik China ist die Wahrnehmung in keinem anderen Staat derart gekippt wie in S\u00fcdkorea: Noch zu Beginn der Nullerjahre dachten weniger als ein Drittel der Bev\u00f6lkerung negativ \u00fcber das Reich der Mitte. Mittlerweile sind es \u00fcber 80 Prozent.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-14\" pos=\"12\">Dabei leben knapp eine Million chinesischer Staatsb\u00fcrger in S\u00fcdkorea, so viel wie aus keinem anderen Land. Der Gro\u00dfteil z\u00e4hlt zur koreanischst\u00e4mmigen Minderheit in China, die sich nach wie vor der Tradition und Kultur ihrer Vorfahren verbunden f\u00fchlt.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-15\" pos=\"13\">Doch auch sie sind nicht sicher vor rassistischen Anfeindungen. Regelm\u00e4\u00dfig werden chinesische Migranten als Verbrecher, Vergewaltiger oder Diebe beschimpft.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-16\" pos=\"14\">Zugleich gibt es berechtigte Sorgen gegen\u00fcber dem wachsenden Einfluss des autorit\u00e4ren Einparteienstaats. Frau Cho, die in Seouls Innenstadt gegen Chinas Einfluss demonstriert, blickt etwa mit gro\u00dfer Sorge auf den derzeitigen Wettstreit der beiden Weltm\u00e4chte.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-17\" pos=\"15\">Auch wenn ihr Heimatland unter Trumps Strafz\u00f6llen massive Einbu\u00dfen erleidet, ist ihr Urteil deutlich: \u201eIch m\u00f6chte, dass Korea Verb\u00fcndeter der USA bleibt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wenn sich Xi Jinping und Donald Trump am Donnerstag im s\u00fcdkoreanischen Busan zu ihrem ersten Gipfel in Trumps&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":535817,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-535816","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115458626406508817","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/535816","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=535816"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/535816\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/535817"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=535816"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=535816"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=535816"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}