{"id":535871,"date":"2025-10-29T17:53:14","date_gmt":"2025-10-29T17:53:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/535871\/"},"modified":"2025-10-29T17:53:14","modified_gmt":"2025-10-29T17:53:14","slug":"stuttgarter-wochenmarkt-hier-ist-bares-noch-wahres-haendler-hadern-mit-der-kartenzahlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/535871\/","title":{"rendered":"Stuttgarter Wochenmarkt: \u201eHier ist Bares noch Wahres\u201c \u2013 H\u00e4ndler hadern mit der Kartenzahlung"},"content":{"rendered":"<p>Markttag in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a>: Es riecht nach Brot, nach \u00c4pfeln und nach Blumen. Zahlreiche H\u00e4ndlerinnen und H\u00e4ndler stehen auf dem Marktplatz und dem Schillerplatz in der Innenstadt, die Kundinnen und Kunden gehen von Stand zu Stand, kaufen Gem\u00fcse, Obst, Honig oder Brot. Doch: Wer seine Eink\u00e4ufe mit Karte oder Handy zahlen will, hat ein Problem: Die meisten St\u00e4nde bieten diesen Service nicht an. <\/p>\n<p>Dabei m\u00f6chten immer mehr Deutsche bargeldlos bezahlen. Wie die Bundesbank im Sommer vergangenen Jahres in einer umfragebasierten Studie zum Zahlungsverhalten berichtete, wurden 2023 hierzulande zwar immer noch 51 Prozent der Zahlvorg\u00e4nge mit Scheinen und M\u00fcnzen abgewickelt. Das waren aber 7 Prozentpunkte weniger als bei der Vorg\u00e4ngerstudie aus dem Jahr 2021. <\/p>\n<p>Auf dem <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Wochenmarkt\" title=\"Wochenmarkt\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wochenmarkt<\/a> klingeln die M\u00fcnzen <\/p>\n<p>Im Kommen sind Zahlungen mit der Debit-Karte, deren Anteil um 5 Punkte auf 27 Prozent wuchs, sowie mobile Bezahlverfahren \u00fcber Smartphones, die um 4 Punkte auf 6 Prozent aller Vorg\u00e4nge angestiegen sind. Gemessen am Umsatz hat die Debitkarte mit 32 Prozent das Bargeld (26 Prozent) erstmals \u00fcberfl\u00fcgelt. Die Karten werden tendenziell also bei gr\u00f6\u00dferen Betr\u00e4gen angewendet. <\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/media.media.c3c676c9-914a-4a1d-80dd-e122c0d6d66f.original1024.media.jpeg\"\/>     Karte oder Bargeld: Ist beides m\u00f6glich beim Wochenmarkt-Einkauf in Stuttgart?    Foto: StZN    <\/p>\n<p>Hier auf dem Stuttgarter Wochenmarkt ist der bargeldlose Einkauf aber nach wie vor nicht \u00fcberall m\u00f6glich. W\u00e4hrend in Superm\u00e4rkten und B\u00e4ckereien immer weniger Menschen ihr Bargeld z\u00fccken, klingeln hier nach wie vor die M\u00fcnzen. <\/p>\n<p>Gem\u00fcseh\u00e4ndler: \u201eHier ist Bares noch Wahres\u201c <\/p>\n<p>Am Stand eines Gem\u00fcseh\u00e4ndlers aus dem Remstal, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, findet man zwar eine \u00fcppige Auswahl \u2013 die gibt es aber nur gegen Bargeld. \u201eDas wird auch von 95 Prozent der Kunden akzeptiert\u201c, sagt der 62-J\u00e4hrige. \u201eHier ist Bares noch Wahres\u201c, f\u00fcgt der Mann mit dem Strohhut hinzu. Er ist kein Einzelfall: Auch an den meisten Nachbarst\u00e4nden ist digitales Zahlen nicht m\u00f6glich. <\/p>\n<p>Anders dagegen der Stand vom \u201eD\u00f6rr Meister\u201c aus Ulm. Hier steht Mitarbeiter Dominic L\u00fcsse und verkauft getrocknetes Obst und N\u00fcsse. Bereits seit f\u00fcnf Jahren kann die Kundschaft hier mit Karte bezahlen \u2013 auch wenn das die H\u00e4ndler einiges kostet. Der \u201eD\u00f6rr Meister\u201c hat sich damit arrangiert, denn die Frage, ob Kartenzahlung m\u00f6glich ist, komme h\u00e4ufig, \u201ebesonders hier in Stuttgart-Mitte\u201c, berichtet der 29-j\u00e4hrige Verk\u00e4ufer. <\/p>\n<p> Nur eine Handvoll St\u00e4nde sind digital unterwegs <\/p>\n<p>W\u00e4hrend die einen das Kleingeld z\u00e4hlen, winken andere l\u00e4ngst mit dem Smartphone. \u201eIn Stuttgart ist es fifty-fifty. Jeder zweite Kunde zahlt mit Karte\u201c, sch\u00e4tzt Verk\u00e4ufer L\u00fcsse. Andernorts seien die M\u00e4rkte hingegen noch \u201ebargeldlastiger\u201c \u2013 etwa in Ulm, wo nur jeder Vierte bargeldlos bezahle. Trotzdem: \u201eWir m\u00fcssen mit der Zeit gehen\u201c, ist der 29-J\u00e4hrige \u00fcberzeugt. Digitales Zahlen sei auf dem Vormarsch, besonders bei der nachr\u00fcckenden, jungen Kundschaft. <\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/media.media.f1b480f1-81cd-492d-8492-a296103dd94b.original1024.media.jpeg\"\/>     Ein Kunde zahlt bei Dominic L\u00fcsse vom \u201eD\u00f6rr Meister\u201c mit Karte.    Foto: StZN\/Sch\u00f6ll    <\/p>\n<p>Aber: Kartenleseger\u00e4te sieht man auf dem Stuttgarter Wochenmarkt nur bei einer Handvoll St\u00e4nden. Die meisten davon ziert das Logo von Sumup. Das Unternehmen ist zwar nicht der einzige Anbieter solcher Zahlungsl\u00f6sungen, wohl aber einer der prominentesten. Knapp 1,4 Prozent vom Umsatz bezahlen die H\u00e4ndler an Geb\u00fchren, hinzu kommen noch einmalig die Kosten f\u00fcr das Kartenleseger\u00e4t, das preiswerteste kostet knapp 30 Euro. G\u00fcnstigere Konditionen gibt es f\u00fcr Firmen, die etwas gr\u00f6\u00dfer sind. <\/p>\n<p> H\u00e4ndler einig: Bargeld wird nicht aussterben <\/p>\n<p>Bei einer Sache sind sich die meisten H\u00e4ndlerinnen und H\u00e4ndler einig: Bargeld wird hier nicht aussterben. Auch wer sich in der Kundschaft umh\u00f6rt, merkt schnell: Die Liebe zu Scheinen und M\u00fcnzen ist bei vielen ungebrochen. \u201eBargeld ist doch eine tolle Sache\u201c, sagt beispielsweise Jutta Hermann, die gerade am Honigstand einkauft. Die 61-J\u00e4hrige appelliert: \u201eWir m\u00fcssen an die \u00e4lteren Leute denken\u201c. <\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/media.media.8e01a680-7713-46d4-9983-562362284706.original1024.media.jpeg\"\/>     Jochen Lazko vom Honigstand sagt: \u201e95 Prozent der Kunden zahlen bar.\u201c    Foto: StZN\/Sch\u00f6ll    <\/p>\n<p>Bargeld sei f\u00fcr Menschen wichtig, die mit Karten, Apps oder Smartphones \u00fcberfordert seien. Sie selbst verzichte bewusst auf jegliche Form von bargeldloser Zahlung. Auch anderen geht es so: Wer zu Schein und M\u00fcnze greift, sch\u00e4tzt daran, dass er beim Blick in den Geldbeutel genau wei\u00df, wie viel er noch ausgeben kann. Auch das anonyme Bezahlen ohne elektronische Spuren ist ein Argument der Bargeldbef\u00fcrworter. <\/p>\n<p> Karte oder bar: \u201eDer Kunde soll die Wahl haben\u201c <\/p>\n<p>Am Honigstand z\u00fcckt ein Kunde die Geldkarte zum Zahlen. Er wird entt\u00e4uscht: \u201eHeute nur Bargeld. Ganz Old-School\u201c, sagt Standinhaber Jochen Lazko. Der Imker aus Bad Boll hat zwar ein Kartenleseger\u00e4t auf seinem Verkaufstresen stehen \u2013 doch \u201eder Akku ist leer.\u201c <\/p>\n<p>So richtig warm wird der 64-J\u00e4hrige nicht mit der Technik. Der Honigverk\u00e4ufer findet: \u201eWir m\u00fcssen das Bargeld hochhalten. Das ist ein St\u00fcck Freiheit.\u201c Das bargeldlose Zahlen mache unser Leben gl\u00e4sern. Doch ganz aufs digitale Zahlen verzichten, will er auch nicht: \u201eOb Bar oder Karte \u2013 die Kunden sollen die Wahl haben\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Markttag in Stuttgart: Es riecht nach Brot, nach \u00c4pfeln und nach Blumen. 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