{"id":535920,"date":"2025-10-29T18:20:13","date_gmt":"2025-10-29T18:20:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/535920\/"},"modified":"2025-10-29T18:20:13","modified_gmt":"2025-10-29T18:20:13","slug":"sudan-angriff-auf-krankenhaus-in-besetzter-stadt-el-fasher-laut-who-mindestens-460-tote","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/535920\/","title":{"rendered":"Sudan: Angriff auf Krankenhaus in besetzter Stadt El Fasher \u2013 laut WHO mindestens 460 Tote"},"content":{"rendered":"<p>Die Gewalt in der besetzten Stadt El Fasher im Sudan weitet sich aus. J\u00fcngstes Ziel der RSF-Miliz ist nach UN-Angaben ausgerechnet ein Entbindungskrankenhaus. Die Rede ist von Hunderten Toten.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Bei einem Angriff auf ein Krankenhaus in der von der islamistischen RSF-Miliz besetzten Stadt El Fasher im Sudan sollen nach Informationen der Weltgesundheitsorganisation WHO mehr als 460 Menschen get\u00f6tet worden sein. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus schrieb am Mittwoch auf der Plattform X, die WHO sei \u201eentsetzt und zutiefst schockiert \u00fcber die Berichte \u00fcber den tragischen Tod von mehr als 460 Patientinnen und Begleitpersonen\u201c. Es soll sich um das Saudi Maternity Hospital handeln. Weitere Angaben machte die WHO zun\u00e4chst nicht.<\/p>\n<p>Laut der UN-Organisation wurden seit Kriegsbeginn im April 2023 bereits 185 Gesundheitseinrichtungen im Sudan angegriffen. 1204 Menschen starben und 416 wurden verletzt. Alleine im Jahr 2025 seien dabei 966 Menschen ums Leben gekommen. Patienten, Gesundheitspersonal und Gesundheitseinrichtungen m\u00fcssten gem\u00e4\u00df dem humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrecht unverz\u00fcglich gesch\u00fctzt werden, forderte die WHO.<\/p>\n<p>K\u00e4mpfe und Gewalt in El Fasher<\/p>\n<p>El Fasher, Regionalhauptstadt von Nord-Darfur im Osten des Sudan, wurde am Wochenende von den paramilit\u00e4rischen Rapid Support Forces (RSF) eingenommen. Direkt im Anschluss gab es erste Berichte \u00fcber willk\u00fcrliche <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article69006149c008edcf0c855a52\/sudan-rsf-miliz-nimmt-letzte-grossstadt-in-darfur-ein-bewohnern-drohen-hinrichtungen.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article69006149c008edcf0c855a52\/sudan-rsf-miliz-nimmt-letzte-grossstadt-in-darfur-ein-bewohnern-drohen-hinrichtungen.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hinrichtungen von Zivilisten<\/a>. Die K\u00e4mpfe halten an. Verschiedenen Organisationen zufolge sind in den vergangenen Tagen rund 260.000 Menschen aus der Stadt geflohen, um Schutz in umliegenden Orten zu suchen. <\/p>\n<p>Ein Ziel ist die Stadt Tawila, die bereits bis Ende September nach Angaben der Internationalen Organisation f\u00fcr Migration mehr als 650.000 Gefl\u00fcchtete aufnahm. \u201eUnsere Teams berichten von einer starken Zunahme der Vertreibungen. Die meisten Familien erreichen Tawila v\u00f6llig ersch\u00f6pft, traumatisiert und ohne jegliche Habe. Die humanit\u00e4re Situation ist katastrophal\u201c, sagte Mathias Mogge, Generalsekret\u00e4r der Welthungerhilfe, laut Pressemitteilung am Mittwoch. <\/p>\n<p>Die Organisation bezeichnete die Versorgungssysteme f\u00fcr die vielen Gefl\u00fcchteten als \u201el\u00e4ngst \u00fcberfordert\u201c. Wasser- und Lebensmittelversorgung seien zusammengebrochen, sanit\u00e4re Einrichtungen unzureichend; die medizinische Betreuung reiche bei Weitem nicht aus. Besonders gef\u00e4hrdet seien Frauen und M\u00e4dchen.<\/p>\n<p>Im Sudan herrscht seit April 2023 ein brutaler Machtkampf zwischen De-facto-Machthaber Abdel-Fattah al-Burhan und seinem einstigen Stellvertreter Mohamed Hamdan Daglo, der die RSF kommandiert. W\u00e4hrend die Armee zwischenzeitlich die Hauptstadt Khartum zur\u00fcckerobern konnte, hat die RSF-Miliz ihre Kontrolle \u00fcber die Region Darfur an der Grenze zum Tschad verfestigt. Beobachter f\u00fcrchten eine dauerhafte Spaltung des Landes.<\/p>\n<p>Mehr als zw\u00f6lf Millionen Menschen auf der Flucht<\/p>\n<p>Die RSF ist aus arabischen Reitermilizen hervorgegangen, denen vorgeworfen wird, vor gut 20 Jahren f\u00fcr einen Genozid an nichtarabischen Bev\u00f6lkerungsgruppen in Darfur mit bis zu 300.000 Toten verantwortlich zu sein. Damals k\u00e4mpften sie noch gemeinsam mit der sudanesischen Armee.<\/p>\n<p>F\u00fcr den aktuellen B\u00fcrgerkrieg seit 2023 gibt es keine belastbaren Opferzahlen, nach einer von den USA zitierten Sch\u00e4tzung k\u00f6nnten aber bis zu 150.000 Menschen ums Leben gekommen sein. Mehr als zw\u00f6lf Millionen Menschen sind auf der Flucht. Mehr als 26 Millionen Menschen, etwa die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung, sind von Hunger bedroht.<\/p>\n<p>KNA\/saha<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Gewalt in der besetzten Stadt El Fasher im Sudan weitet sich aus. 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