{"id":536122,"date":"2025-10-29T20:24:16","date_gmt":"2025-10-29T20:24:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/536122\/"},"modified":"2025-10-29T20:24:16","modified_gmt":"2025-10-29T20:24:16","slug":"protektionismus-der-usa-wie-trumps-politik-der-deutschen-wirtschaft-schadet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/536122\/","title":{"rendered":"Protektionismus der USA: Wie Trumps Politik der deutschen Wirtschaft schadet"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/konjunktur-328.jpg\" alt=\"Blick von einer Containerbr\u00fccke auf den \u00dcberseehafen von Bremerhaven.\" title=\"Blick von einer Containerbr\u00fccke auf den \u00dcberseehafen von Bremerhaven. | picture alliance\/dpa\/dpa Pool\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 29.10.2025 19:59 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Wirtschaftspolitik von US-Pr\u00e4sident Trump f\u00fchrt zu vielen Problemen f\u00fcr deutsche Unternehmen. W\u00e4hrend es den USA wirtschaftlich noch gut gehe, sei die Lage hierzulande d\u00fcster, sagen Volkswirte.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/ingo-nathusius-103.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Ingo Nathusius\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1761476838_103_nathusius-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es gibt keine Entwarnung: Die Schwierigkeiten der deutschen Wirtschaft mit der US-amerikanischen Wirtschaftspolitik sind enorm. F\u00fchrende Volkswirte zeichnen ein d\u00fcsteres Bild der Lage &#8211; und blicken auch wenig optimistisch in die Zukunft.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Kleine und mittelgro\u00dfe Industrieunternehmen h\u00e4tten enorm zu k\u00e4mpfen, sagt Volker Br\u00fchl, Chef des &#8222;Center for Financial Studies&#8220; der Universit\u00e4t Frankfurt. Unternehmen mit hundert bis 250 Millionen Euro Umsatz seien zu klein, um in den USA Fabriken errichten zu k\u00f6nnen. Sie k\u00f6nnten nur aus Deutschland exportieren und seien amerikanischen Z\u00f6llen weitgehend hilflos ausgeliefert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Das macht die deutsche Wirtschaft sehr anf\u00e4llig&#8220;, urteilt Br\u00fchl. Sie ist wesentlich durch kleine und mittlere Unternehmen in Familieneigentum gepr\u00e4gt, den sogenannten Mittelstand.<\/p>\n<p>    H\u00f6here Energiekosten als Standortnachteil<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Deka-Bank, beschreibt die US-amerikanische Politik als &#8222;Aufl\u00f6sung des Sponsors der Weltwirtschaftsordnung&#8220;. Das treffe Deutschland in einer Zeit, in der es ohnehin viele eigene Probleme habe. &#8222;Die Politik der USA macht es umso schwerer, die Struktur- und Standortprobleme zu bearbeiten&#8220;, best\u00e4tigt auch Michael Heise, Chefvolkswirt des Verm\u00f6gensverwalters HQ Trust.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Als Beispiele inl\u00e4ndischer Probleme nennt Volkswirt Kater heruntergekommene Infrastruktur, alte Technik und eine alternde Bev\u00f6lkerung: &#8222;Das Land wird alt.&#8220; Heise nennt die Kosten f\u00fcr Energie: Sie seien in Europa viel h\u00f6her als in China und den USA, was die Arbeit der Industrie erschwere. &#8222;Es ist ziemlich kritisch&#8220;, so Heise.<\/p>\n<p>    &#8222;Amerikaner brauchen keinen Mercedes&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die USA seien nur sehr begrenzt auf Waren aus Europa angewiesen. &#8222;Ich muss keinen franz\u00f6sischen Wein trinken. Ich kann auch kalifornischen trinken&#8220;, sagt der Chefvolkswirt der KfW- Bank, Dirk Schumacher. &#8222;Ich muss keinen Mercedes fahren, ich kann auch Cadillac fahren.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Schumacher widerspricht damit einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), das weitgehende Abh\u00e4ngigkeit Amerikas von europ\u00e4ischen Waren festgestellt hatte.<\/p>\n<p>    Europa ist schwach<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Europa habe auch politisch keine gute Position gegen\u00fcber den USA. Entgegen allen Beteuerungen aus Br\u00fcssel und Berlin sei Europa kein starker Teilnehmer des Weltgeschehens, lautet das generelle Urteil der Volkswirte. Schumacher nennt etwa das <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/vdma-forderung-nachverhandlung-zoelle-100.html\" title=\"Maschinenbauer fordern EU zu Nachverhandlungen bei US-Z\u00f6llen auf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zollabkommen der EU mit den USA<\/a>. Es sei nicht besser als das Abkommen zwischen dem kleinen Gro\u00dfbritannien und den USA.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Volkswirt Heise nennt den Euro als weiteres Symbol der Schw\u00e4che. Der Anteil der europ\u00e4ischen W\u00e4hrung an den weltweiten Verm\u00f6gen bleibe stabil bei 16 Prozent und damit unter dem von Gold und weit unter dem des Dollar.<\/p>\n<p>    Amerika ist stark<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">W\u00e4hrend Deutschland und Europa Probleme mit sich und dem amerikanischen Markt hat, geht es den USA nach Einsch\u00e4tzung der Frankfurter Top-Volkswirte weiterhin wirtschaftlich gut. &#8222;Trump hat es geschafft, den Dollar aus dem Stand um 15 Prozent abzuwerten&#8220;, bemerkt Ulrich Kater ironisch. Trotzdem seien die USA die dynamischste und stabilste Volkswirtschaft der Welt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Investmentunternehmen Deka der deutschen Sparkassen investiere weiter in den USA, sagt Deka-Chefvolkswirt Kater. HQ Trust verwaltet gro\u00dfe deutsche Verm\u00f6gen, ihr Chefvolkswirt Heise best\u00e4tigt, es werde in Amerika investiert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Die USA haben einen Produktivit\u00e4ts- und Wachstumsvorteil&#8220;, sagt Heise. &#8222;Ich sehe nicht, dass wir da aufholen w\u00fcrden.&#8220; Aus Br\u00fcssel h\u00f6re er nur, dass Staatsgeld ausgegeben werden m\u00fcsse, bemerkt Kater: &#8222;Eine Ausrichtung auf das, was wir brauchen, n\u00e4mlich Wachstum, haben wir noch nicht gesehen.&#8220;<\/p>\n<p>    Unsicherheit in den USA<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die unkonventionelle neue US-amerikanische Wirtschaftspolitik birgt nicht nur f\u00fcr das Ausland Risiken. Schumacher weist mehrfach auf die unsicheren amerikanischen Staatsfinanzen hin. &#8222;Die Fiskalpolitik ist au\u00dfer Rand und Band&#8220;, so der Volkswirt. Die \u00f6ffentliche Verschuldung steige enorm.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;So kann es nicht weitergehen&#8220;, urteilt Schumacher. Als weiteren Problempunkt nennt er den Kampf gegen Einwanderung aus Lateinamerika: &#8222;Das wird das Wachstum der USA stark sch\u00e4digen.&#8220; Es fehlten Arbeitskr\u00e4fte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch der Abbau des Rechtsstaats habe \u00fcble Folgen, die \u00fcber Rechtsunsicherheit im Gesch\u00e4ftsleben hinausgehen. &#8222;Was damit einhergeht, ist Korruption auf allen Ebenen&#8220;, sagt Schumacher.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 29.10.2025 19:59 Uhr Die Wirtschaftspolitik von US-Pr\u00e4sident Trump f\u00fchrt zu vielen Problemen f\u00fcr deutsche Unternehmen. W\u00e4hrend es&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":536123,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,30,3986,13,10268,14,15,12,64,381],"class_list":{"0":"post-536122","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-handel","14":"tag-headlines","15":"tag-konjunktur","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-usa","20":"tag-wirtschaftspolitik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115459330760930828","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/536122","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=536122"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/536122\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/536123"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=536122"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=536122"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=536122"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}