{"id":536215,"date":"2025-10-29T21:14:11","date_gmt":"2025-10-29T21:14:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/536215\/"},"modified":"2025-10-29T21:14:11","modified_gmt":"2025-10-29T21:14:11","slug":"massaker-im-sudan-hunderte-menschen-in-klinik-getoetet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/536215\/","title":{"rendered":"Massaker im Sudan: Hunderte Menschen in Klinik get\u00f6tet"},"content":{"rendered":"<p>Im Sudan leiden die Menschen immer st\u00e4rker unter den Folgen des B\u00fcrgerkriegs zwischen der staatlichen Armee und der paramilit\u00e4rischen RSF-Miliz. Trotz internationaler Appelle gehen die Gr\u00e4ueltaten durch die Aufst\u00e4ndischen offenbar in aller H\u00e4rte weiter. Das zeigen internationale Berichte.<\/p>\n<p>Die Massaker in der j\u00fcngst von der RSF-Miliz eroberten Stadt Al-Faschir dauerten einer Auswertung von Satellitendaten zufolge an, teilte das Humanitarian Research Lab (HLR) der US-Gesundheitsfakult\u00e4t Yale mit. Die Auswertung der Bilder w\u00fcrde die Beweise &#8222;erh\u00e4rten, dass die Massaker in den vergangenen 48 Stunden seit der Einnahme (der Stadt) durch die RSF weitergehen&#8220;.<\/p>\n<p>WHO meldet mehr als 460 Tote bei Angriff auf Geburtsklinik<\/p>\n<p>Bei einem Angriff auf eine Geburtsklinik in Al-Faschir wurden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr als 460 Menschen get\u00f6tet. In dem Saudi Maternity Hospital in der Gro\u00dfstadt seien &#8222;Patientinnen und deren Begleitpersonen&#8220; get\u00f6tet worden, erkl\u00e4rte WHO-Generalsekret\u00e4r Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die WHO sei &#8222;entsetzt und zutiefst schockiert&#8220; angesichts des Angriffs.<\/p>\n<p>Am Dienstag hatten pro-demokratische Aktivisten im Sudan der RSF vorgeworfen, in der gleichen Klinik Verletzte get\u00f6tet zu haben, die gerade behandelt worden seien. Die sudanesische Regierung von Milit\u00e4rmachthaber Fattah al-Burhan beschuldigte die RSF-K\u00e4mpfer, in Al-Faschir Moscheen und das Rote Kreuz unter Beschuss genommen zu haben. Mehr als 2.000 unbewaffnete Zivilisten seien hingerichtet worden. Augenzeugen, die aus der Stadt geflohen waren, berichteten der Nachrichtenagentur AFP von &#8222;Szenen eines V\u00f6lkermords&#8220;.<\/p>\n<p>Zehntausende Zivilisten mussten fliehen<\/p>\n<p>Nach Angaben der UNO sind seit Sonntag mehr als 33.000 Menschen vor den K\u00e4mpfen gefl\u00fcchtet, die meisten von ihnen in die Gegend au\u00dferhalb der Stadt und nach Tawila. In dieser Stadt rund 70 Kilometer westlich von Al-Faschir sind laut UNO bereits 650.000 Fl\u00fcchtlinge angekommen. Dennoch sind nach j\u00fcngsten UN-Angaben noch etwa 177.000 Zivilisten in Al-Faschir.<\/p>\n<p>Die Miliz &#8222;Rapid Support Forces&#8220; (RSF) hatte die Stadt im Westen des Sudans am Sonntag eingenommen. Am Montag best\u00e4tigte Sudans Milit\u00e4rherrscher Fattah al-Burhan den R\u00fcckzug der Armee aus der Stadt. Die Afrikanische Union warnte in der Folge vor &#8222;Kriegsverbrechen und ethnisch motivierten Morden&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p>Bundesregierung \u00e4u\u00dfert sich entsetzt<\/p>\n<p>&#8222;Ersch\u00fcttert&#8220; \u00fcber die Gewalt zeigte sich das Ausw\u00e4rtige Amt in Berlin: &#8222;K\u00e4mpfer der RSF sind tief in die Stadt vorgedrungen und t\u00f6ten wahllos Zivilisten&#8220;, hatte das Ausw\u00e4rtige Amt am Montagabend erkl\u00e4rt. &#8222;Das muss sofort aufh\u00f6ren&#8220;, hie\u00df es weiter. Die EU-Au\u00dfenbeauftragte Kaja Kallas verurteilte am Mittwoch die &#8222;Brutalit\u00e4t&#8220; der RSF-Miliz.<\/p>\n<p>Der Generalsekret\u00e4r der Welthungerhilfe, Mathias Mogge, rief die internationale Gemeinschaft auf, die finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Menschen im Sudan aufzustocken. &#8222;Unsere Teams berichten von einer starken Zunahme der Vertreibungen&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p>Die Organisation bezeichnete die Versorgungssysteme f\u00fcr die vielen Gefl\u00fcchteten als &#8222;l\u00e4ngst \u00fcberfordert&#8220;. Wasser- und Lebensmittelversorgung seien zusammengebrochen, sanit\u00e4re Einrichtungen unzureichend; die medizinische Betreuung reiche bei Weitem nicht aus. Besonders gef\u00e4hrdet seien Frauen und M\u00e4dchen.<\/p>\n<p>B\u00fcrgerkrieg im Sudan seit mehr als zweieinhalb Jahren<\/p>\n<p>Im Sudan am Horn Afrikas im Osten des Kontinents herrscht seit April 2023 ein blutiger Machtkampf zwischen De-facto-Machthaber Abdel-Fattah al-Burhan und seinem einstigen Stellvertreter Mohamed Hamdan Daglo, der die RSF kommandiert. Seither wurden bei den K\u00e4mpfen zehntausende Menschen get\u00f6tet, rund zw\u00f6lf Millionen Menschen mussten aus ihren Heimatregionen fliehen. In dem nordostafrikanischen Land herrscht nach Einsch\u00e4tzung der UNO die schwerste humanit\u00e4re Krise der Welt.<\/p>\n<p>In der Region Darfur ist der Konflikt ma\u00dfgeblich von ethnischen Faktoren gepr\u00e4gt, die eng mit Fragen von Landrechten, Ressourcenverteilung und politischer Marginalisierung verwoben sind. Dabei geht es vor allem um Konkurrenz um Land und Wasser zwischen traditionell nomadischen, arabischen Volksgruppen und sesshaften, nicht arabischen Gruppen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Sudan leiden die Menschen immer st\u00e4rker unter den Folgen des B\u00fcrgerkriegs zwischen der staatlichen Armee und der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":536216,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[15543,13,3263,7226,13215,14,15,131428,12,17003,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-536215","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-buergerkrieg","9":"tag-headlines","10":"tag-krankenhaus","11":"tag-kriegsverbrechen","12":"tag-massaker","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-rsf-miliz","16":"tag-schlagzeilen","17":"tag-sudan","18":"tag-top-news","19":"tag-top-meldungen","20":"tag-topmeldungen","21":"tag-topnews","22":"tag-welt","23":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115459526834976723","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/536215","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=536215"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/536215\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/536216"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=536215"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=536215"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=536215"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}