{"id":536787,"date":"2025-10-30T02:45:23","date_gmt":"2025-10-30T02:45:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/536787\/"},"modified":"2025-10-30T02:45:23","modified_gmt":"2025-10-30T02:45:23","slug":"drogenkriminalitaet-opferzahl-nach-polizeieinsatz-in-rio-de-janeiro-steigt-auf-132","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/536787\/","title":{"rendered":"Drogenkriminalit\u00e4t: Opferzahl nach Polizeieinsatz in Rio de Janeiro steigt auf 132"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Einen Tag nach dem gro\u00df angelegten <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-10\/polizeieinsatz-brasilien-drogenkartell-rio-de-janeiro\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Polizeieinsatz gegen Drogenkriminalit\u00e4t in Rio de Janeiro<\/a> ist die Zahl der Toten auf 132 gestiegen. Anwohnerinnen und Anwohner der Favelas Alem\u00e3o und Penha, in denen es am Dienstag zu stundenlangen Feuergefechten der Polizei mit Mitgliedern der Bande Comando Vermelho (Rotes Kommando) gekommen war, entdeckten mindestens 70 weitere Leichen in einem nahegelegenen Waldst\u00fcck. Das teilte die unabh\u00e4ngige Ombudsstelle des Bundesstaats <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/rio-de-janeiro\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rio de Janeiro<\/a> mit.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Regierung des Bundesstaats Rio de Janeiro best\u00e4tigte zuvor zun\u00e4chst 64 Tote, darunter vier Polizisten,<br \/>\nkorrigierte die Zahl dann aber ohne Angabe von Gr\u00fcnden auf 58.<br \/>\nAllerdings bargen die Bewohner der Favela Penha am Mittwoch Dutzende<br \/>\nLeichen aus den umliegenden Brachfl\u00e4chen und Waldgebieten und legten<br \/>\nsie auf der Hauptstra\u00dfe des Viertels ab.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auf die entdeckten Leichen angesprochen, sprach Rios<br \/>\n Gouverneur Cl\u00e1udio Castro trotz der offensichtlichen Gewalt<br \/>\nvon einer erfolgreichen Polizeiaktion. &#8222;Wir stehen zu allem, was wir gestern getan haben&#8220;, sagte er und sprach den Angeh\u00f6rigen der vier bei dem Einsatz get\u00f6teten Polizisten sein Beileid aus. Zudem sei er sicher, dass die in dem Wald Get\u00f6teten Bandenmitglieder gewesen seien. &#8222;Ich glaube nicht, dass an dem Tag des Konflikts irgendjemand im Wald spazieren gegangen w\u00e4re&#8220;, sagte er der Presse.\n<\/p>\n<p>        Menschenrechtsorganisationen fordern Untersuchung        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Menschenrechtsorganisationen, darunter <a href=\"https:\/\/anistia.org.br\/informe\/nota-publica-seguranca-publica-nao-se-faz-com-sangue\/\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Amnesty International <\/a>und Human Rights Watch, hatten bereits am Dienstag eine Untersuchung der Polizeiaktion gefordert und sprachen angesichts der hohen Toten- und Verletztenzahlen von einem &#8222;Massaker&#8220; und einer &#8222;Katastrophe&#8220;. Auch das Menschenrechtskommissariat der Vereinten Nation forderte eine Untersuchung und mahnte die brasilianischen Beh\u00f6rden zu Einhaltung internationalen Rechts. Man sei entsetzt \u00fcber die Geschehnisse, die den &#8222;Trend extrem t\u00f6dlicher Eins\u00e4tzen in den abgeh\u00e4ngten Gemeinden Brasiliens&#8220; fortsetzten,<a href=\"https:\/\/x.com\/UNHumanRights\/status\/1983282550538682565\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\"> schrieben die UN auf X.<\/a>\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. 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In den USA t\u00f6teten Polizisten im vergangenen Jahr im Vergleich 1.378 Menschen. Menschenrechtsorganisationen werfen der Polizei in Brasilien regelm\u00e4\u00dfig vor, bei ihren Eins\u00e4tzen mit \u00fcbertriebener H\u00e4rte vorzugehen und wenig R\u00fccksicht auf die Bewohner der Favelas zu nehmen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Polizeiaktion vom Dienstag mit 2.500 Beamten war die t\u00f6dlichste in der Geschichte des Bundesstaats Rio de Janeiro. Dabei wurden nach Beh\u00f6rdenangaben 81 Verd\u00e4chtige festgenommen sowie 90 Schnellfeuerwaffen und 200 Kilogramm Drogen beschlagnahmt.\n<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/38\/cop-30-belem-bau-hotels-brasilien\" data-ct-label=\"COP30 in Bel\u00e9m: Diplomaten im Sex-Motel\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    COP30 in Bel\u00e9m:<br \/>\n                        Diplomaten im Sex-Motel<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/45\/amazonas-aufforstung-brasilien-regenwald-agroforst-gxe\" data-ct-label=\"Aufforstung in Brasilien: Kann Geld den Amazonas retten?\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Aufforstung in Brasilien:<br \/>\n                        Kann Geld den Amazonas retten?<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-07\/fernandinho-beira-mar-kartellchef-drogenhandel-kokain-brasilien\" data-ct-label=\"Fernandinho Beira-Mar: &quot;Kein Verbrecher ist ganz normal im Kopf&quot;\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Fernandinho Beira-Mar:<br \/>\n                        &#8222;Kein Verbrecher ist ganz normal im Kopf&#8220;<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Einen Tag nach dem gro\u00df angelegten Polizeieinsatz gegen Drogenkriminalit\u00e4t in Rio de Janeiro ist die Zahl der Toten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":536788,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[4652,29,1925,30,1724,13,7467,14,15,121,4908,76172,34839,12,120432,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-536787","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-wald","9":"tag-deutschland","10":"tag-drogenkriminalitaet","11":"tag-germany","12":"tag-gesellschaft","13":"tag-headlines","14":"tag-hinrichtung","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-polizei","18":"tag-polizeieinsatz","19":"tag-rio","20":"tag-rio-de-janeiro","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-todeszahl","23":"tag-top-news","24":"tag-top-meldungen","25":"tag-topmeldungen","26":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/536787","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=536787"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/536787\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/536788"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=536787"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=536787"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=536787"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}