{"id":537347,"date":"2025-10-30T08:27:15","date_gmt":"2025-10-30T08:27:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/537347\/"},"modified":"2025-10-30T08:27:15","modified_gmt":"2025-10-30T08:27:15","slug":"batterie-zunaechst-co2-schleuder-e-autos-sind-nach-zwei-jahren-klimafreundlicher-als-verbrenner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/537347\/","title":{"rendered":"Batterie zun\u00e4chst CO2-Schleuder: E-Autos sind nach zwei Jahren klimafreundlicher als Verbrenner"},"content":{"rendered":"<p>                    Batterie zun\u00e4chst CO2-Schleuder<br \/>\n                E-Autos sind nach zwei Jahren klimafreundlicher als Verbrenner<\/p>\n<p>\t\t\t\t              30.10.2025, 08:24 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Gegen E-Autos wird oft der Vorwurf erhoben, sie seien aufgrund der energieintensiven Batterieherstellung nicht klimaschonender als Verbrenner. Diese Kritik ist berechtigt, findet eine Studie heraus &#8211; allerdings nur f\u00fcr die ersten zwei Jahre. Im Anschluss sind Elektroautos ein Vielfaches \u00f6kologischer.<\/strong><\/p>\n<p>Elektroautos verursachen einer Untersuchung zufolge zun\u00e4chst mehr CO2 als Verbrenner &#8211; sind demnach aber langfristig deutlich klimafreundlicher. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Forschenden der Duke University in den USA, die diese Woche <a href=\"https:\/\/journals.plos.org\/climate\/article?id=10.1371\/journal.pclm.0000714\" rel=\"Follow nofollow noopener\" target=\"_blank\">im Fachjournal &#8222;PLOS Climate&#8220; ver\u00f6ffentlicht<\/a> wurde.<\/p>\n<p>Das Team um Hauptautor Pankaj Sadavarte untersuchte die CO2- und Luftschadstoffemissionen verschiedener Fahrzeugtypen bis zum Jahr 2050. Dabei flossen sowohl die Emissionen aus der Kraftstoffproduktion und dem Betrieb als auch jene aus Batterieherstellung und Fahrzeugmontage ein. Die Forschenden verglichen batterieelektrische Fahrzeuge mit klassischen Benzinern unter verschiedenen Zukunftsszenarien, in denen der Anteil von E-Autos in den USA schrittweise steigt.<\/p>\n<p>Das Ergebnis: In den ersten beiden Jahren ihrer Nutzung sto\u00dfen Elektroautos \u00fcber den gesamten Lebenszyklus hinweg rund 30 Prozent mehr CO2 aus als Verbrenner. Grund daf\u00fcr ist der energieintensive Abbau von Lithium und die Produktion der Batterien. Nach dem zweiten Jahr jedoch kippt die Bilanz: Ab dann sind die kumulierten Emissionen von E-Autos niedriger als die der fossilen Alternativen.<\/p>\n<p>Zunehmend erneuerbare Energie im Stromnetz<\/p>\n<p>Langfristig verschiebt sich die Bilanz weiter zugunsten der Elektrofahrzeuge &#8211; vor allem, weil Stromnetze zunehmend mit erneuerbaren Energien gespeist werden. Im Jahr 2030 f\u00fchrt jede zus\u00e4tzliche Kilowattstunde Batteriekapazit\u00e4t laut der Studie zu einer durchschnittlichen Reduzierung der CO2-Emissionen um 220 Kilo, im Jahr 2050 um 127 Kilo.<\/p>\n<p>Auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sind die Unterschiede deutlich: &#8222;Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor verursachen unter Ber\u00fccksichtigung von Klima und Luftqualit\u00e4t etwa zwei- bis dreimal mehr Sch\u00e4den als Elektrofahrzeuge&#8220;, sagte Mitautor Drew Shindell. \u00dcber die gesamte Lebensdauer hinweg seien die umweltbedingten Kosten durch Abgase und Treibhausgase bei Benzinern zwei- bis dreieinhalbmal so hoch wie bei E-Autos.<\/p>\n<p>Die Forschenden betonen, dass ihre Analyse auf bestimmten Annahmen beruht &#8211; etwa zur durchschnittlichen Fahrleistung, zur Batteriekapazit\u00e4t und zur Lebensdauer der Fahrzeuge. Nicht ber\u00fccksichtigt wurden dagegen die Emissionen, die beim Ausbau der Ladeinfrastruktur entstehen. Dennoch sei die Tendenz eindeutig, hei\u00dft es in der Studie: Je sauberer die Stromproduktion werde, desto gr\u00f6\u00dfer falle der \u00f6kologische Vorteil von Elektroautos aus.<\/p>\n<p>&#8222;Unsere Forschung zeigt, dass der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf batterieelektrische Fahrzeuge das Klima und die Luftqualit\u00e4t langfristig deutlich verbessern kann&#8220;, sagte Studienleiter Pankaj Sadavarte.<\/p>\n<p>Ergebnisse best\u00e4tigen fr\u00fchere Studien<\/p>\n<p>Die Studie reihe sich ein in eine wachsende Zahl von Analysen, die die Gesamtbilanz von Elektrofahrzeugen \u00fcber ihre gesamte Lebensdauer betrachten &#8211; von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung. Immer wieder zeige sich dabei, dass die Batterieproduktion zwar energieintensiv ist, der Betrieb mit zunehmend erneuerbarem Strom aber entscheidend zur Reduktion der Emissionen beitr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung der Forschenden d\u00fcrfte sich dieser Trend in den kommenden Jahrzehnten verst\u00e4rken: Wenn die Stromversorgung weiter dekarbonisiert wird und Batterien effizienter hergestellt werden, k\u00f6nnten Elektrofahrzeuge zu einem der zentralen Hebel f\u00fcr die Erreichung der Klimaziele im Verkehrssektor werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>Patrick Pl\u00f6tz, Leiter des Gesch\u00e4ftsfelds Energiewirtschaft am Fraunhofer-Institut f\u00fcr System- und Innovationsforschung (ISI), hat die Studie auf Anfrage gecheckt. &#8222;Trotz vieler Unsicherheiten in der Lebenszyklusbewertung der Treibhausgasemissionen erscheinen mir die Ergebnisse realistisch. F\u00fcr Europa ist das ICCT vor einigen Monaten zu fast den gleichen Ergebnissen gekommen&#8220;, sagt Pl\u00f6tz. Der International Council on Clean Transportation (ICCT) ist eine unabh\u00e4ngige gemeinn\u00fctzige Organisation.<\/p>\n<p>Umweltbilanz in Europa vermutlich noch besser<\/p>\n<p>Vermutlich sei die Umweltbilanz von Elektroautos in Europa sogar noch leicht besser als in den Studien angegeben, da viele Nutzer von Elektrofahrzeugen \u00fcber eigene Photovoltaikanlagen verf\u00fcgen und daher einen h\u00f6heren Anteil von \u00d6kostrom laden als im Strommix vorliegt. Zwar seien alle Autos energieintensive Massenprodukte mit Auswirkungen auf die Umwelt, &#8222;aber von den Pkw ist der Batterie-Pkw klar der umweltfreundlichste&#8220;, betont Pl\u00f6tz.<\/p>\n<p>Auch eine \u00dcbersicht des ISI zeigt: Die gro\u00dfe Mehrheit der Wissenschaft kommt zu einem deutlichen Urteil zugunsten der Elektroautos. &#8222;Generell gibt es in Deutschland noch eine relativ hohe Skepsis gegen das Elektroauto&#8220;, sagte Studienautor Martin Wietschel, der am ISI die Abteilung Energietechnologien und Energiesysteme leitet. &#8222;Viele Gr\u00fcnde daf\u00fcr k\u00f6nnen wir aus wissenschaftlicher Perspektive aber nicht nachvollziehen.&#8220; Mehr als 70 Studien und andere wissenschaftliche Quellen haben er und seine Mitautoren ausgewertet, um aus wissenschaftlicher Perspektive den Sachstand zusammenzufassen.<\/p>\n<p>Auch das Umweltbundesamt (UBA) ordnet die Studienergebnisse als insgesamt realistisch ein, betont aber, dass sich die Rahmenbedingungen in den USA und Europa unterscheiden. Eine vom UBA beauftragte Studie liefere \u00e4hnliche Ergebnisse. Nach aktuellem Stand der Technik seien rein batterieelektrische Fahrzeuge in ihrer Klimabilanz dem klassischen Verbrenner sowie dem Brennstoffzellen-Fahrzeug \u00fcberlegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Batterie zun\u00e4chst CO2-Schleuder E-Autos sind nach zwei Jahren klimafreundlicher als Verbrenner 30.10.2025, 08:24 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":537348,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[752,175,11723,170,169,29,1728,1519,30,171,174,13413,113160,173,172],"class_list":{"0":"post-537347","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-bildung","9":"tag-business","10":"tag-co2-emission","11":"tag-companies","12":"tag-companies-markets","13":"tag-deutschland","14":"tag-elektroautos","15":"tag-elektromobilitaet","16":"tag-germany","17":"tag-markets","18":"tag-maerkte","19":"tag-studien","20":"tag-umweltbundesamt","21":"tag-unternehmen","22":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115462173157528921","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/537347","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=537347"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/537347\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/537348"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=537347"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=537347"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=537347"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}