{"id":537561,"date":"2025-10-30T10:30:13","date_gmt":"2025-10-30T10:30:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/537561\/"},"modified":"2025-10-30T10:30:13","modified_gmt":"2025-10-30T10:30:13","slug":"ich-hab-mein-leben-noch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/537561\/","title":{"rendered":"\u201eIch hab mein Leben noch\u201c"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/csm_patientenportr\u00e4t-nentwig_960_500_bf55dc6ee7.jpg\" alt=\"Von links nach rechts: Domenica Wuthe, Jens Nentwig und Dr. med. Isabelle Renger, schauen sich die Bilder des Tumors an (der graue Fleck auf der linken Seite des Monitors), in Rengers B\u00fcro im KRH Klinikum Siloah.\"\/><\/p>\n<p>Von links nach rechts: Domenica Wuthe, Jens Nentwig und Dr. Isabelle Renger, schauen sich die Bilder des Tumors an (der graue Fleck auf der linken Seite des Monitors), in Rengers B\u00fcro im KRH Klinikum Siloah.<\/p>\n<p>Jens Nentwig war es gewohnt, von fr\u00fch bis sp\u00e4t in der K\u00fcche auf den Beinen zu sein und den ganzen Tag zwischen Herd und Arbeitstisch zu pendeln. Doch im M\u00e4rz 2023 kam alles ins Stocken. Er erkrankte an Corona und die folgenden Monate waren alles andere als gew\u00f6hnlich. Statt zur\u00fcck zu alter St\u00e4rke zu finden, wurde Nentwig von Fr\u00fchjahr bis Herbst immer schw\u00e4cher, verlor Gewicht, seine Beine schmerzten, und die Kraft reichte kaum noch f\u00fcr den Alltag. F\u00fcr den Koch aus Wunstorf, der seit 1992 bei ContiTech arbeitet und sonst zehn bis zw\u00f6lf Stunden t\u00e4glich aktiv war, war dies ein v\u00f6llig neuer Zustand.<\/p>\n<p>Ende 2023 erhielt Nentwig von seiner Haus\u00e4rztin in Wunstorf die Diagnose: ein b\u00f6sartiger Tumor in der Lunge, welcher um die 12 cm gro\u00df war. Sie schickte ihn in das KRH Klinikum Siloah, um sich dort behandeln zu lassen, da sie dort bereits von vielen positiven Erfahrungen mit Krebspatienten geh\u00f6rt hatte. \u201eDiese Empfehlung nahm mir ein bisschen die Angst und gab mir das Gef\u00fchl von Sicherheit und Orientierung f\u00fcr die n\u00e4chsten Schritte\u201c, sagt Nentwig. Ein Jahr sp\u00e4ter sagte ihm seine Haus\u00e4rztin im Vertrauen \u201eDamals dachte ich, Sie h\u00e4tten vielleicht nur noch ein paar Monate zu leben. Umso sch\u00f6ner ist es, Sie heute so gesund und voller Energie zu sehen.\u201c<\/p>\n<p>Im interdisziplin\u00e4ren Lungenkrebszentrum am KRH Klinikum Siloah begannen Dr. \u00a0Isabelle Renger und Domencia Wuthe mit einer umfassenden Diagnostik. CT-Scans, MRT-Aufnahmen und Gewebeproben wurden entnommen, um den Tumor genau zu erfassen. \u201eWir h\u00e4tten zu diesem Zeitpunkt nicht gedacht, dass der Tumor sich in einer so kurzen Zeit in diesem Ausma\u00df behandeln l\u00e4sst\u201c, sagt Wuthe. Der Tumor war mit 12 cm zu gro\u00df f\u00fcr eine Operation. \u201eUnser Ziel war es auszuschlie\u00dfen, dass der Tumor gestreut hat und diesen zu verkleinern\u201c, sagte Dr. Renger.<\/p>\n<p>Mit diesem Ziel besprach das interdisziplin\u00e4re Team in der hiesigen pneumo-onkologischen interdisziplin\u00e4ren Tumorkonferenz den Behandlungsplan. Urspr\u00fcnglich war vorgesehen, zun\u00e4chst eine Systemtherapie durchzuf\u00fchren und danach mit einer Bestrahlung weiter fortzufahren. Nach nur zwei Chemo-\/Immuntherapie-Kursen geschah etwas Faszinierendes. \u201eDer Tumor reagierte au\u00dfergew\u00f6hnlich gut auf die Behandlung und war bereits nach der ersten Chemo-\/Immuntherapie um mehr als die H\u00e4lfte geschrumpft\u201c, sagte Wuthe. \u201eMit so einer guten und sehr schnellen Wirkung h\u00e4tten wir bei der Gr\u00f6\u00dfe des Tumors nicht gerechnet\u201c, sagte Dr. Renger. Die \u00c4rztinnen und \u00c4rzte trafen daraufhin eine au\u00dferplanm\u00e4\u00dfige Entscheidung, statt die Bestrahlung durchzuf\u00fchren, sollte der Tumor nun operativ entfernt werden. F\u00fcr Nentwig war dies ein Moment des Aufatmens: Ein Schritt n\u00e4her an der Hoffnung, die Krankheit zu besiegen.<\/p>\n<p>Jens Nentwig strahlt eine ansteckende Lebensfreude aus. Trotz der schweren Behandlungen ist er offen und herzlich immer bereit f\u00fcr ein L\u00e4cheln oder einen kleinen Scherz, der die Stimmung auflockert. Wer ihn trifft, merkt sofort: Er nimmt die Dinge mit Humor, ohne die Ernsthaftigkeit seiner Situation zu verlieren, und schafft es so, auch anderen Mut zu machen. Er ist ein Mensch voller Energie, er lie\u00df sich von dem Tumor nicht unterkriegen. Zudem h\u00e4lt er sich immer noch fit und schon nach der ersten Immuntherapie stieg er aufs Fahrrad. \u201eSeine lebensbejahende Einstellung ist bewundernswert, sie hat nicht nur ihm, sondern auch dem gesamten Team Kraft gegeben\u201c, sagte Frau Wuthe.<\/p>\n<p>Nachdem die Chemo-\/Immuntherapie sehr gut wirkte, wurde die Operation durch die \u00c4rzte und \u00c4rztinnen der Klinik f\u00fcr Thorax Chirurgie am KRH Klinikum Siloah durchgef\u00fchrt und wurde schlie\u00dflich zu einem positiven Wendepunkt. Die \u00c4rztinnen und \u00c4rzte konnten nach dem Eingriff keine einzige lebende Tumorzelle mehr finden. Dank der Kombination aus Chemo- und Immuntherapie und Operation war der Tumor vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt worden. Insgesamt war Nentwig drei Monate in station\u00e4rer Behandlung. \u201eEgal, was war, ich wurde hier immer gut aufgenommen\u201c, betont Nentwig. \u201eAuf jeder Station habe ich mich wohlgef\u00fchlt. Alle Mitarbeitenden waren herzlich, nett und aufmerksam. Man merkt, dass sie ihren Job mit Herz machen und das hat mir wirklich viel Kraft gegeben.\u201c Er l\u00e4chelt: \u201eEs war ein anstrengender Weg, aber das Team hat mir geholfen, immer positiv zu bleiben.\u201c<\/p>\n<p>Heute ist der 58-j\u00e4hrige tumorfrei. Alle drei Monate kommt er zur Kontrolle ins Lungenkrebszentrum des KRH Klinikum Siloah. Im November steht eine dreiw\u00f6chige Reha an, um K\u00f6rper und Seele weiter zu st\u00e4rken. Seine \u00c4rztinnen und \u00c4rzte sehen in ihm ein Mut machendes Beispiel: \u201eEr gibt uns Hoffnung f\u00fcr zuk\u00fcnftige Patientinnen und Patienten, dass auch sie es schaffen k\u00f6nnen\u201c, sagt Renger.<\/p>\n<p>F\u00fcr Nentwig selbst hat sich in dieser Zeit vieles ver\u00e4ndert. In der \u00dcberzeugung, den Tumor nicht zu \u00fcberleben, hatte er seine Immobilie in Steinhude verkauft. Ein Haus mit zwei Etagen, Garten und einem selbst gebautem Pool. \u201eDas Wichtigste ist, ich habe mein Leben noch und genie\u00dfe es\u201c, sagt Nentwig.<\/p>\n<p>Mit seiner Familie, vor allem seiner Tochter, die in Hannover lebt und ihn auf seinem Weg unterst\u00fctzt, blickt Nentwig heute voller Zuversicht nach vorn. Er freut sich auf viele sch\u00f6ne Jahre, auf gemeinsame Momente und auf alles, was das Leben noch bereith\u00e4lt. Wer ihm begegnet, sp\u00fcrt sofort seine positive Ausstrahlung: ein lebensfroher Mensch, der trotz schwerer Krankheit nie den Glauben an sich verloren hat und anderen zeigt, dass Hoffnung st\u00e4rker sein kann als jede Diagnose.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von links nach rechts: Domenica Wuthe, Jens Nentwig und Dr. Isabelle Renger, schauen sich die Bilder des Tumors&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":537562,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1836],"tags":[3364,29,30,46,37999,12118,131703,1411,131704,12122],"class_list":{"0":"post-537561","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hannover","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-hannover","12":"tag-krh-klinikum-region-hannover","13":"tag-krh-klinikum-siloah","14":"tag-lungenkrebszentrum","15":"tag-niedersachsen","16":"tag-patientengeschichte","17":"tag-pneumologie"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115462657487789655","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/537561","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=537561"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/537561\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/537562"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=537561"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=537561"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=537561"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}