{"id":537635,"date":"2025-10-30T11:10:18","date_gmt":"2025-10-30T11:10:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/537635\/"},"modified":"2025-10-30T11:10:18","modified_gmt":"2025-10-30T11:10:18","slug":"statistisches-bundesamt-deutsche-wirtschaft-stagniert-im-dritten-quartal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/537635\/","title":{"rendered":"Statistisches Bundesamt: Deutsche Wirtschaft stagniert im dritten Quartal"},"content":{"rendered":"<p>Das Bruttoinlandsprodukt verharrt im dritten Quartal auf Vorquartalsniveau. W\u00e4hrend Investitionen leicht steigen, brechen Exporte ein. Industrie, Konsum und Stimmung bleiben schwach \u2013 ein Aufschwung ist nicht in Sicht.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die deutsche Wirtschaft ist im Sommerquartal knapp an einer Rezession vorbeigeschrammt. Das Bruttoinlandsprodukt stagnierte von Juli bis September im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag zu seiner Schnellsch\u00e4tzung mitteilte. Im Fr\u00fchjahr war es noch um revidiert 0,2 (bisher: -0,3) Prozent gesunken, nach plus 0,3 Prozent in den ersten drei Monaten des Jahres. Bei zwei negativen Quartalen in Folge wird von einer Rezession gesprochen. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte \u00d6konomen hatten f\u00fcr den Sommer eine Stagnation erwartet.<\/p>\n<p>Positiv entwickelten sich nach vorl\u00e4ufigen Erkenntnissen diesmal die Investitionen in Ausr\u00fcstungen wie Maschinen und Anlagen. Die Exporte nahmen dagegen im Vergleich zum Vorquartal ab, so das Statistikamt.<\/p>\n<p>Verglichen mit anderen gro\u00dfen Volkswirtschaft der Euro-Zone schneidet Deutschland damit schwach ab. Frankreich schaffte im dritten Quartal ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent, Spanien sogar von 0,6 Prozent.<\/p>\n<p>Keine Besserung in Sicht<\/p>\n<p>Die Chancen auf einen kr\u00e4ftigen Aufschwung im laufenden vierten Quartal stehen nicht gut. Das Ifo-Institut rechnet bestenfalls mit einem leichten Wachstum. So sch\u00e4tzten die vom Ifo befragten 9000 Manager die aktuelle Gesch\u00e4ftslage im Oktober so schlecht ein wie seit \u00fcber einem halben Jahr nicht mehr.<\/p>\n<p>Europas gr\u00f6\u00dfter Volkswirtschaft bl\u00e4st der Wind gleich von mehreren Seiten ins Gesicht. Die hohen US-Z\u00f6lle belasten das Gesch\u00e4ft mit dem wichtigsten Abnehmer von Waren \u201eMade in Germany\u201c, w\u00e4hrend China inzwischen viele Produkte selbst herstellt, die einst in Deutschland gekauft wurden. Hinzu kommt ein drohender Chipmangel, der etwa in der Autoindustrie zu Produktionsausf\u00e4llen f\u00fchren kann. Zudem ist die Kauflaune der Verbraucher ausgerechnet vor Beginn des umsatztr\u00e4chtigen Weihnachtsgesch\u00e4fts gesunken: Das f\u00fcr den kommenden Monat berechnete Konsumklima-Barometer sank um 1,6 Punkte auf minus 24,1 Z\u00e4hler, wie die Forscher von GfK und NIM bei ihrer Umfrage herausfanden.<\/p>\n<p>Die Hoffnungen ruhen daher auf dem kommenden Jahr. Dann d\u00fcrften die geplanten milliardenschweren Investitionen aus dem Infrastruktur- und Aufr\u00fcstungspaket die Konjunktur anschieben. Die Bundesregierung sagt f\u00fcr 2026 ein Plus von 1,3 Prozent voraus, w\u00e4hrend es f\u00fcr das zu Ende gehende Jahr nur zu einem Wachstum von 0,2 Prozent reichen soll. <\/p>\n<p>Reuters\/ll\/ceb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Bruttoinlandsprodukt verharrt im dritten Quartal auf Vorquartalsniveau. W\u00e4hrend Investitionen leicht steigen, brechen Exporte ein. 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