{"id":537643,"date":"2025-10-30T11:14:19","date_gmt":"2025-10-30T11:14:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/537643\/"},"modified":"2025-10-30T11:14:19","modified_gmt":"2025-10-30T11:14:19","slug":"hetze-gegen-israel-uni-veranstaltung-in-halle-loest-empoerung-aus-rektorin-gibt-fehler-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/537643\/","title":{"rendered":"\u201eHetze gegen Israel\u201c: Uni-Veranstaltung in Halle l\u00f6st Emp\u00f6rung aus \u2013 Rektorin gibt Fehler zu"},"content":{"rendered":"<p>Nach einer Lesung zum Thema \u201eV\u00f6lkermord in Gaza\u201c gesteht Halles Unirektorin, die Veranstaltung h\u00e4tte nicht stattfinden d\u00fcrfen. Auflagen wurden verletzt \u2013 Kritiker werfen der Universit\u00e4t vor, israelfeindlichen Positionen Raum gegeben zu haben.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Unter Auflagen hat an der Universit\u00e4t in Halle eine stark kritisierte Veranstaltung zum Krieg in Gaza und dem Konflikt zwischen Israel und Pal\u00e4stina stattgefunden. Diese Auflagen seien allerdings verletzt worden, erkl\u00e4rte die Unirektorin \u2013 und gab zu, es sei ein Fehler von ihr gewesen, die Veranstaltung zuzulassen. Die Lesung war von einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin der Uni veranstaltet worden.<\/p>\n<p>\u201eAn der Universit\u00e4t Halle ist kein Platz f\u00fcr Veranstaltungen, die einseitig, unwissenschaftlich und gesellschaftlich polarisierend sind. Eine solche war die als Lesung angek\u00fcndigte Veranstaltung mit Helga Baumgarten am Montag\u201c, sagte die Rektorin der Universit\u00e4t, Claudia Becker, der Nachrichtenagentur dpa. Die Universit\u00e4t war selbst Veranstalterin der Lesung. Das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Halle sprach im Anschluss davon, es seien dabei israelfeindliche Darstellungen transportiert worden.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung an der Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg (MLU) fand zu Beginn der Woche unter dem Titel \u201eV\u00f6lkermord in Gaza\u201c statt. Sie habe nur unter Auflagen stattfinden d\u00fcrfen, die nicht eingehalten wurden, erkl\u00e4rte Becker.<\/p>\n<p>\u201eDazu z\u00e4hlte beispielhaft, dass es keine Zusammenarbeit mit den \u201aStudents for Palestine\u2018 gibt, dass das Existenzrecht Israels an keiner Stelle infrage gestellt wird und keine antisemitischen \u00c4u\u00dferungen get\u00e4tigt werden\u201c, sagte die Rektorin. Au\u00dferdem sollte es eine wissenschaftliche Einordnung des Gaza-Krieges und der Lage im Israel-Pal\u00e4stina-Konflikt geben. Bei Nichteinhaltung sollte die Veranstaltung abgebrochen werden.<\/p>\n<p>Mehrere Tage nach der Veranstaltung r\u00e4umte Becker nun ein: \u201eIm Vertrauen auf die Redlichkeit der Universit\u00e4tsmitarbeiterin habe ich die Veranstaltung zugelassen. Das war falsch.\u201c Die getroffenen Vorkehrungen h\u00e4tten nicht ausgereicht. \u201eDie Veranstaltung, die stattgefunden hat, war eine andere als die, die beantragt und genehmigt worden war.\u201c An der MLU sei kein Platz f\u00fcr Veranstaltungen, die einseitig, unwissenschaftlich und gesellschaftlich polarisierend seien.<\/p>\n<p>\u201eD\u00e4monisierung\u201c Israels<\/p>\n<p>Das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Halle kritisierte die Veranstaltung und das Handeln der MLU. \u201eGerade in Halle, einer Stadt, die 2019 Ziel eines antisemitischen Terroranschlags wurde, tr\u00e4gt die Universit\u00e4t eine besondere Verantwortung\u201c, sagte der Vorstand der Gruppe, Niklas David Gie\u00dfler. \u201eWer hier \u00fcber den Nahost-Konflikt spricht, darf keine B\u00fchne bieten, auf der Israel pauschal d\u00e4monisiert und historische Begriffe wie V\u00f6lkermord inflation\u00e4r missbraucht werden.\u201c<\/p>\n<p>Das Junge Forum forderte die Universit\u00e4tsleitung dazu auf, die Vorkommnisse zu pr\u00fcfen und Konsequenzen zu ziehen. \u201eAkademische Freiheit ist ein hohes Gut \u2013 aber sie darf nicht zur Rechtfertigung einseitiger Schuldzuweisungen oder gef\u00e4hrlicher Rhetorik missbraucht werden\u201c, sagte Gie\u00dfler. Das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft setzt sich f\u00fcr den deutsch-israelischen Dialog, gegen Antisemitismus und f\u00fcr ein vielf\u00e4ltiges j\u00fcdisches Leben in Halle ein.<\/p>\n<p>Der hochschulpolitische Sprecher der FDP im Landtag, Konstantin Pott, hatte schon vor der Veranstaltung Kritik ge\u00fcbt. \u201eEine Universit\u00e4t ist ein Ort freier Debatte \u2013 aber keine B\u00fchne f\u00fcr Hetze gegen Israel und j\u00fcdisches Leben. Hier muss die Hochschulleitung ihrer Verantwortung gerecht werden und solchen Veranstaltungen entschieden entgegentreten\u201c, hatte er erkl\u00e4rt. Ihm zufolge war in der Vergangenheit schon einmal eine Veranstaltung mit der Politikwissenschaftlerin Baumgarten geplant und dann abgesagt worden.<\/p>\n<p>dpa\/ceb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach einer Lesung zum Thema \u201eV\u00f6lkermord in Gaza\u201c gesteht Halles Unirektorin, die Veranstaltung h\u00e4tte nicht stattfinden d\u00fcrfen. 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