{"id":537645,"date":"2025-10-30T11:15:24","date_gmt":"2025-10-30T11:15:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/537645\/"},"modified":"2025-10-30T11:15:24","modified_gmt":"2025-10-30T11:15:24","slug":"rwth-aachen-erforscht-akkus-mit-hohem-rezyklat-anteil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/537645\/","title":{"rendered":"RWTH Aachen erforscht Akkus mit hohem Rezyklat-Anteil"},"content":{"rendered":"<p>Der Lehrstuhl \u201eProduction Engineering of E-Mobility Components\u201c (PEM) der RWTH Aachen arbeitet im Forschungsprojekt \u201eKreislauf.IN.NRW\u201c mit industriellen Partnern an der Umsetzung eines ganzheitlichen Batteriezellen-Recyclings. <\/p>\n<p>Ziel des vom Ministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen gef\u00f6rderten Vorhabens ist es, die Produktion und die Funktionsweise von Zellen mit einem bisher nicht realisierten Anteil von mehr als 80 Prozent recycelten Materials zu untersuchen. Daf\u00fcr sollen entlang der gesamten Batterie-Wertsch\u00f6pfungskette Zulieferer und Prozessrouten gew\u00e4hlt werden, die die Anforderungen an die jeweiligen Batteriematerialien erf\u00fcllen und die CO2-Bilanz verbessern. <\/p>\n<p>\u201eWiederverwertbare Komponenten von Lithium-Ionen-Batteriezellen sind bisher nur einzeln betrachtet und nicht auf ihr tats\u00e4chliches Zusammenspiel in neuen Batterien getestet werden\u201c, sagt PEM-Leiter Achim Kampker. Zur Einhaltung der Vorgaben aus der EU-Batterieverordnung bez\u00fcglich der Mindest-Recycling-Quoten beim Kathoden-Aktivmaterial gelte die Wiedereinf\u00fchrung solcher Materialien in die Batterieproduktion jedoch als unabdingbar.<\/p>\n<p>\u201eDie weltweite Batterie-Industrie verwendet teilweise schon recycelte Metallsalze wie Nickel- und Kobaltsulfat oder Lithiumhydroxid, aber das genaue Verhalten der Materialien in der Batteriezelle \u2013 zum Beispiel Alterung, Sicherheit und die notwendige Reinheit \u2013 sind nicht in vollem Umfang bekannt\u201c, erkl\u00e4rt PEM-Leitungsmitglied Professor Heiner Heimes. <\/p>\n<p>Insbesondere das Anodenmaterial Graphit aus sekund\u00e4ren Quellen sei bislang unattraktiv. Dies liege in einer verschlechterten Morphologie des Aktivmaterials zum \u201eEnd of Life\u201c-Zeitpunkt, in einer st\u00e4rkeren Verschmutzung etwa durch Binder sowie in technologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen begr\u00fcndet. Die Aufbereitung recycelbaren Graphits gelte als \u00e4u\u00dferst kostenintensiv im Vergleich mit der Nutzung der Prim\u00e4rressource.<\/p>\n<p>Weitere Batteriekomponenten wie die Aluminium- und Kupfer-Ableiterfolien, der Separator und der Elektrolyt stellten ebenfalls Herausforderungen beim Recycling und bei der Wiederverwendung dar. Aktuell falle der Fokus meist auf die Aktivmaterialien, da sie 70 Prozent der Batterie ausmachten und die Rohstoffe kostbar seien. Um einen im Sinne der ben\u00f6tigten Kreislaufwirtschaft effektiven Rezyklat-Anteil zu erreichen, sei jedoch auch das Recycling inaktiver Komponenten notwendig. <\/p>\n<p>\u201eW\u00e4hrend das Recycling der meisten Batteriekomponenten technisch inzwischen m\u00f6glich ist, wurde bis dato noch keine Batteriezelle hergestellt, die einen mindestens 80-prozentigen Rezyklat-Anteil aufweist\u201c, sagt Kampker. Im Projekt \u201eKreislauf.IN.NRW\u201c soll das gelingen und eine skalierbare Prozessroute herausgearbeitet werden. Aus der Industrie sind die Unternehmen \u201eNEUMAN &amp; ESSER\u201c, \u201eAccurec Recycling\u201c, \u201eIondrive EU\u201c und \u201eConstantia Patz\u201c beteiligt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Lehrstuhl \u201eProduction Engineering of E-Mobility Components\u201c (PEM) der RWTH Aachen arbeitet im Forschungsprojekt \u201eKreislauf.IN.NRW\u201c mit industriellen Partnern&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":537646,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1853],"tags":[1424,3964,3364,29,548,663,3934,597,30,13,4507,14,15,1209,1279,12],"class_list":{"0":"post-537645","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-aachen","8":"tag-aachen","9":"tag-batterie","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-forschung","16":"tag-germany","17":"tag-headlines","18":"tag-nachhaltigkeit","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-nordrhein-westfalen","22":"tag-recycling","23":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115462833728823029","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/537645","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=537645"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/537645\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/537646"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=537645"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=537645"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=537645"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}