{"id":537744,"date":"2025-10-30T12:12:21","date_gmt":"2025-10-30T12:12:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/537744\/"},"modified":"2025-10-30T12:12:21","modified_gmt":"2025-10-30T12:12:21","slug":"energiewende-hamburg-soll-ein-zentrum-der-wasserstoffwirtschaft-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/537744\/","title":{"rendered":"Energiewende: Hamburg soll ein Zentrum der Wasserstoffwirtschaft werden"},"content":{"rendered":"<p>Verschiedene Akteure in der Hansestadt bekr\u00e4ftigen, die notwendigen Strukturen f\u00fcr die Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff aufzubauen. International allerdings kommt die Schaffung eines Wasserstoffmarktes nicht schnell genug voran.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Nach dem Volksentscheid zur \u201eKlimaneutralit\u00e4t\u201c bis zum Jahr 2040 will Hamburg seine Anstrengungen zum Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft verst\u00e4rken. Das betonten die Teilnehmer eines Fachgespr\u00e4ches am Standort des fr\u00fcheren Vattenfall-Kohlekraftwerks Moorburg. Dort wollen die Hamburger Energiewerke eine industrielle Wasserstoff-Elektrolyse mit zun\u00e4chst 100 Megawatt Leistung aufbauen, die in den Folgejahren auf bis zu 800 Megawatt erweitert werden k\u00f6nnte. Mit 100 Megawatt Leistung k\u00f6nnen die Hamburger Energiewerke etwa 10.000 Tonnen Wasserstoff im Jahr erzeugen, der gr\u00f6\u00dfte Teil davon wird voraussichtlich in der Fernw\u00e4rmeversorgung des Unternehmens verwendet werden. <\/p>\n<p>\u201eDie Hamburger Wasserstoffstrategie ist ein gro\u00dfes Vorbild f\u00fcr die gesamte Bundesrepublik Deutschland\u201c, sagte Heiko Reese, Mitglied des Vorstands der Gewerkschaft IG Metall. \u201eHier k\u00f6nnen Akteure sehen und erleben, wie Wasserstoff als Teil der L\u00f6sung der industriellen Transformation genutzt wird.\u201c<\/p>\n<p>Hamburgs Wirtschaftssenatorin und SPD-Landeschefin Melanie Leonhard sagte, Hamburg habe \u201ealles, was einen guten Wasserstoffstandort auszeichnet\u201c: Hafen, Flughafen, Energiewerke und Energienetze in st\u00e4dtischer Hand, \u201eeine progressiv ausgerichtete Grundstoffindustrie und entsprechende Unterst\u00fctzung aus der Bev\u00f6lkerung\u201c.<\/p>\n<p>Derzeit baut das Unternehmen Hamburger Energienetze im und am Hafen ein eigenes Wasserstoffnetz auf, das mit dem k\u00fcnftigen deutschen \u201eWasserstoff-Kernnetz\u201c verbunden wird. Hamburgs Wirtschaft soll Wasserstoff selbst erzeugen und nutzen, k\u00fcnftig \u00fcber den gr\u00f6\u00dften deutschen Seehafen aber vor allem auch gro\u00dfe Mengen davon importieren. Dabei geht es vor allem um \u201egr\u00fcnen\u201c Wasserstoff, der per Elektrolyse mithilfe von \u00d6kostrom erzeugt wird. Das kann in Deutschland selbst geschehen, an Land oder auch in Offshore-Windparks auf der Nordsee. <\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dften Mengen an \u201egr\u00fcnem\u201c Wasserstoff werden k\u00fcnftig allerdings aus Wind- und sonnenreichen Staaten und Regionen wie etwa aus Saudi-Arabien, Australien, Nordafrika oder Kanada kommen. Unter anderem arbeiten Hamburger Unternehmen wie MB Energy daran, solchen Wasserstoff \u2013 auch gebunden in Form von Ammoniak \u2013 in relevanten Mengen zu importieren.<\/p>\n<p>Der Bundesrechnungshof indes stellte dieser Tage fest, dass die bisherigen Bem\u00fchungen des Bundes f\u00fcr den internationalen Einkauf von \u201egr\u00fcnem\u201c Wasserstoff nicht ausreichen, um die Ziele der nationalen Wasserstoffstrategie zu erreichen. Bislang ist am Weltmarkt kaum gr\u00fcner Wasserstoff verf\u00fcgbar. Eine Reihe von Unternehmen wie etwa der weltgr\u00f6\u00dfte Stahlkonzern ArcelorMittal haben deshalb Projekte aufgegeben oder zur\u00fcckgestellt, Wasserstoff in ihren Herstellungsprozessen einzusetzen. Betroffen davon sind auch Standorte von Stahlwerken in Hamburg und in Bremen. Auch der weltweit f\u00fchrende Flugzeugbau-Konzern Airbus nennt inzwischen kein Zieldatum mehr f\u00fcr die Markteinf\u00fchrung von Flugzeugen mit Wasserstoffantrieb. Airbus betreibt in Hamburg die weltweit drittgr\u00f6\u00dfte Werft f\u00fcr den Bau von Passagierflugzeugen.<\/p>\n<p><b>Olaf Preu\u00df ist Wirtschaftsreporter von WELT und WELT AM SONNTAG f\u00fcr Hamburg und Norddeutschland. Er berichtet seit mehr als drei Jahrzehnten \u00fcber die deutsche und internationale Energiewirtschaft.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Verschiedene Akteure in der Hansestadt bekr\u00e4ftigen, die notwendigen Strukturen f\u00fcr die Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff aufzubauen. 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