{"id":538271,"date":"2025-10-30T17:03:14","date_gmt":"2025-10-30T17:03:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/538271\/"},"modified":"2025-10-30T17:03:14","modified_gmt":"2025-10-30T17:03:14","slug":"merz-in-der-tuerkei-deutsch-tuerkische-beziehungspflege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/538271\/","title":{"rendered":"Merz in der T\u00fcrkei &#8211; deutsch-t\u00fcrkische Beziehungspflege"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/merz-erdogan-102.jpg\" alt=\"Friedrich Merz und Recep Tayyip Erdogan\" title=\"Friedrich Merz und Recep Tayyip Erdogan | AP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 30.10.2025 16:27 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Friedrich Merz hat sich heute mit dem t\u00fcrkischen Staatspr\u00e4sidenten Erdo\u011fan getroffen. Es ist ein besonderer Besuch, der von deutsch-t\u00fcrkischer Beziehungspflege gepr\u00e4gt war. Nur beim Thema Nahost kam es zum Disput. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/korrespondent-139.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Evi Seibert\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/seibert-111.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bundeskanzler Friedrich Merz bekommt zunehmend Erfahrung mit schwierigen internationalen Gespr\u00e4chspartnern. Die wirklich wichtigen Player in den aktuellen Krisen und Kriegen sind Autokraten &#8211; oder Pr\u00e4sidenten, denen wenig liegt an Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dieser Vorwurf trifft auch den heutigen Gastgeber, den t\u00fcrkischen Pr\u00e4sidenten Recep Tayyip Erdo\u011fan. Der deutsche Kanzler versucht, es pragmatisch zu sehen. Bei der gemeinsamen Pressekonferenz verweist Merz auf die geopolitischen Krisen, die von internationalen M\u00e4chten gepr\u00e4gt sind. Das erfordert f\u00fcr die Deutschen engere strategische Partnerschaften &#8211; und da f\u00fchrt laut Merz kein Weg an der T\u00fcrkei vorbei.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Beide L\u00e4nder seien gesellschaftlich und wirtschaftlich eng verbunden, sagt Merz, das sei das Fundament. Dar\u00fcber hinaus seien sie sicherheitspolitisch gemeinsam in der NATO aufgestellt.<\/p>\n<p>    Wichtige Rolle bei internationalen Konflikten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Am Nachmittag war Merz mit milit\u00e4rischen Ehren von seinem Gastgeber empfangen worden. Die beiden kennen sich, weil sie am Rande internationaler Treffen schon kurz miteinander geredet haben. Heute war dann viel Zeit, die Probleme ausf\u00fchrlich zu er\u00f6rtern.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident spielt bei aktuellen Konflikten eine wichtige Rolle. Erdo\u011fan ist ma\u00dfgeblich am Friedensprozess im Nahen Osten beteiligt, auch beim Zustandekommen des Waffenstillstands in Gaza. Daf\u00fcr dankte ihm der Kanzler w\u00e4hrend der Pressekonferenz. Merz hat mit Erdo\u011fan beraten, wie dieser Friedensprozess weiter gesichert werden k\u00f6nnte, auch wenn beide sehr kontr\u00e4re Auffassungen zur Terrororganisation Hamas haben &#8211; und gegens\u00e4tzliche Beziehungen zu Israel.<\/p>\n<p>    Merz: &#8222;Fest an der Seite Israels&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir w\u00fcnschen uns, dass die T\u00fcrkei weiter auch ihre M\u00f6glichkeiten aussch\u00f6pft&#8220;, sagte Merz. Dies bedeute, dass &#8222;sie die Hamas dazu veranlasst, nun auch in die zweite Phase dieses Abkommens einzutreten&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Merz betonte auf die Frage eines t\u00fcrkischen Journalisten hin, Deutschland werde immer &#8222;fest an der Seite des Staates Israel&#8220; stehen. Dies bedeute nicht, dass Deutschland jede Entscheidung einer israelischen Regierung akzeptiere. Die Hamas habe es aber in den vergangenen beiden Jahren in der Hand gehabt, den Konflikt um den Gazastreifen durch die Freilassung der Geiseln und das Niederlegen der Waffen zu beenden.\u202f\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">An dieser Stelle widersprach Erdo\u011fan. Dies sei ein Punkt, den er nicht teilen k\u00f6nne, sagte der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident. Er verwies auf 60.000 Get\u00f6tete im Gazastreifen durch israelische Angriffe und Bombardierungen. Der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident warf Israel dabei erneut &#8222;V\u00f6lkermord&#8220; und das Aushungern der pal\u00e4stinensischen Bev\u00f6lkerung vor.\u202f\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit Blick auf die Hamas sagte Erdo\u011fan, seine Minister h\u00e4tten Anweisung bekommen, mit entsprechenden Ansprechpartnern in Kontakt zu treten. Details nannte er aber nicht. Am Ende wurde er wieder vers\u00f6hnlicher und sagte, Deutschland und die T\u00fcrkei gingen in der Frage der Zukunft des Gazastreifens &#8222;Hand in Hand&#8220;.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>    Ukraine, Migration und die Menschenrechtslage im Land<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Ukrainekrieg war ebenfalls Thema der Gespr\u00e4che: Die T\u00fcrkei m\u00f6chte vermitteln und hat schon Treffen der Kriegsparteien organisiert. Bisher allerdings ohne gro\u00dfen Erfolg. Erdo\u011fan h\u00e4lt sich alle Optionen offen: Er liefert Waffen in die Ukraine, macht aber bei den Sanktionspaketen der Europ\u00e4er gegen Russland nicht mit. Merz w\u00fcnscht sich da gemeinsame Fortschritte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der deutsche Kanzler m\u00f6chte mit Erdo\u011fan auch beim Thema Migration vorw\u00e4rts kommen. Er will, dass die T\u00fcrkei Deutschland bei R\u00fcckf\u00fchrungen unterst\u00fctzt. Es geht dabei nicht nur um t\u00fcrkische Staatsb\u00fcrger, sondern auch um Abschiebungen nach Syrien. Man sei auf einem guten Weg, glaubt Merz. \u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Aus Deutschland bekam der Kanzler die dringende Aufforderung, bei seinem Besuch die Menschrechtslage in der T\u00fcrkei \u00f6ffentlich anzusprechen. Das tat Merz kurz auf Nachfrage bei der Pressekonferenz. Er erkl\u00e4rte, dass es Sachverhalte in der T\u00fcrkei gibt, die nicht unseren Vorstellungen von Rechtsstaatlichkeit entspr\u00e4chen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In Gespr\u00e4chen mit Pr\u00e4sident Erdo\u011fan habe er etwa Besorgnis \u00fcber die Unabh\u00e4ngigkeit der Rechtssprechung ge\u00e4u\u00dfert, sagte Merz. Dar\u00fcber spreche man miteinander. Konkreter wurde er aber nicht. \u00a0<\/p>\n<p>    Auch Charlotte Merz reiste mit<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es geht dem Kanzler erkennbar darum, die Beziehungen zur T\u00fcrkei zu verbessern. &#8222;Lassen Sie uns das enorme Potenzial unserer Beziehungen in den kommenden Monaten und Jahren noch besser nutzen&#8220;, sagte Merz. Der Kanzler nannte die Verbindung zwischen Deutschland und der T\u00fcrkei &#8222;in einer einzigartigen Weise breit und tief&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Verbesserung der Beziehungen ist nebenbei auch ein Grund, warum er seine Frau Charlotte Merz mitgebracht hat. Es ist ungew\u00f6hnlich, dass die Kanzler-Gattin ihren Mann auf Antrittsbesuchen begleitet. Erdo\u011fans Frau Emine hatte sie eingeladen. Der Kanzler wei\u00df, dass Pr\u00e4sident Erdo\u011fan gro\u00dfen Wert auf Familie legt. Merz sieht es deswegen als besondere Geste, dass sie als Ehepaar zu Besuch kommen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr Charlotte Merz war heute vieles Neuland. Zum Beispiel, wo man laut Protokoll bei Zeremonien wie Kranzniederlegungen steht &#8211; und wie man unterwegs ist, n\u00e4mlich auch mal getrennt. Eine Limousine f\u00fcr den Kanzler und eine f\u00fcr seine Frau.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 30.10.2025 16:27 Uhr Friedrich Merz hat sich heute mit dem t\u00fcrkischen Staatspr\u00e4sidenten Erdo\u011fan getroffen. 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