{"id":538348,"date":"2025-10-30T17:44:19","date_gmt":"2025-10-30T17:44:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/538348\/"},"modified":"2025-10-30T17:44:19","modified_gmt":"2025-10-30T17:44:19","slug":"dritte-pause-in-folge-ezb-haelt-leitzinsen-konstant-bei-20-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/538348\/","title":{"rendered":"Dritte Pause in Folge: EZB h\u00e4lt Leitzinsen konstant bei 2,0 Prozent"},"content":{"rendered":"<p>                    Dritte Pause in Folge<br \/>\n                EZB h\u00e4lt Leitzinsen konstant bei 2,0 Prozent<\/p>\n<p>\t\t\t\t              30.10.2025, 14:16 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>W\u00e4hrend die US-Notenbank die Zinsen senkt, bleibt die Europ\u00e4ische Zentralbank zur\u00fcckhaltend. Sie bel\u00e4sst den Leitzins auf dem aktuellen Niveau. F\u00fcr die EZB ist es die dritte Zinspause in Folge.<\/strong><\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Zentralbank bleibt in einer Welt voller Krisen vorsichtig: Sie l\u00e4sst den f\u00fcr Sparer und Banken relevanten Einlagenzins unver\u00e4ndert bei 2,0 Prozent, wie die Notenbank mitteilte. Das entschied der EZB-Rat, der ausnahmsweise in Florenz tagte und nicht am Sitz der Notenbank in Frankfurt.<\/p>\n<p>Damit bleibt die EZB nach einer Serie von Zinssenkungen in Lauerstellung, w\u00e4hrend die US-Notenbank Fed am Mittwoch die Leitzinsen zum zweiten Mal in diesem Jahr senkte. Schon im Juli und September hatte die EZB die Leitzinsen im Euroraum unver\u00e4ndert gelassen und auf ein &#8222;au\u00dfergew\u00f6hnlich unsicheres Umfeld&#8220; hingewiesen.<\/p>\n<p>Zuvor hatte die Notenbank die Leitzinsen achtmal binnen eines Jahres herabgesetzt. Noch im Fr\u00fchjahr 2024 lag der Einlagenzins, den Banken erhalten, wenn sie Geld bei der EZB parken, doppelt so hoch bei 4,0 Prozent. Seither sind auch die Sparzinsen deutlich gesunken.<\/p>\n<p>Tages- und Festgeldzinsen steigen leicht<\/p>\n<p>Wichtigste Aufgabe der EZB ist es, f\u00fcr einen stabilen Euro zu sorgen und so die Kaufkraft der Menschen zu erhalten. Das Ziel sieht die Zentralbank bei einer Inflationsrate von mittelfristig 2,0 Prozent gew\u00e4hrleistet. Die Leitzinsen der EZB haben weitreichende Auswirkungen an den Finanzm\u00e4rkten und beeinflussen etwa die H\u00f6he der Kreditzinsen f\u00fcr Unternehmen und die Zinsen f\u00fcr Sparer. <\/p>\n<\/p>\n<p>Zuletzt beobachtete das Vergleichsportal Verivox wieder leicht steigende Tages- und Festgeldzinsen. Allerdings mache die angezogene Inflation den Effekt zunichte, sodass Sparer unterm Strich Geld verlieren &#8211; insbesondere mit Tagesgeld, das zuletzt im Schnitt 1,28 Prozent Zinsen abwarf, w\u00e4hrend sich die Teuerung \u00fcber der 2-Prozent-Marke eingependelt hat.<\/p>\n<p>An den Finanzm\u00e4rkten ist mit der Zinspause der EZB die Erwartung sinkender Leitzinsen geschwunden. Viele \u00d6konomen glauben, dass die Notenbank die Zinsen dieses Jahr nicht mehr antasten wird: Die nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ausgeuferte Inflation im Euroraum ist einged\u00e4mmt. F\u00fcr das laufende Jahr erwartet die EZB eine Teuerungsrate von 2,1 Prozent. Das w\u00e4re nur leicht \u00fcber dem Ziel der Notenbank von 2,0 Prozent.<\/p>\n<p>Zudem h\u00e4lt sich die Wirtschaft in der Eurozone trotz h\u00f6herer US-Z\u00f6lle robuster als erwartet. Im dritten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt nach Daten von Eurostat um 0,2 Prozent zu, getragen von einstigen Krisenl\u00e4ndern wie Spanien und Portugal sowie Frankreich. Zuletzt hob die EZB ihre Wachstumsprognose f\u00fcr dieses Jahr sogar leicht an. Und angesichts der vielen Unruheherde, darunter die Regierungskrise in Frankreich, spricht viel daf\u00fcr, dass sich die Notenbank alle Optionen offen- und ihr Pulver trockenhalten will. Bundesbank-Pr\u00e4sident Joachim Nagel betonte j\u00fcngst, er sehe geldpolitisch &#8222;gegenw\u00e4rtig keinen Handlungsbedarf&#8220;.<\/p>\n<p>Sorgen um Zollstreit mit den USA gesunken<\/p>\n<p>EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde sah die Notenbank zuletzt in einer guten Position. Bei einem Einlagenzins von 2,0 Prozent habe die EZB Spielraum, um zu reagieren, falls sich die Inflationsrisiken verschieben oder neue Schocks auftreten sollten, sagte sie. Zuletzt sorgte die Regierungskrise in Frankreich f\u00fcr Unruhe an den Finanzm\u00e4rkten. Erst k\u00fcrzlich senkte die Ratingagentur S&amp;P ihre Bonit\u00e4tsnote f\u00fcr Frankreich, was den Druck auf das hochverschuldete Land erh\u00f6ht. <\/p>\n<p>Manche Volkswirte sehen auch die Inflationsrisiken im Euroraum nicht ganz gebannt. So stiegen die Verbraucherpreise im September auf 2,2 Prozent. Im W\u00e4hrungsraum h\u00e4lt sich zudem die Inflation ohne die stark schwankenden Lebensmittel- und Energiepreise hartn\u00e4ckig, zuletzt lag diese sogenannte Kerninflation bei 2,3 Prozent.<\/p>\n<p>Immerhin: Die Sorgen um den Zollstreit mit den USA sind gesunken. Zwar bleibt US-Pr\u00e4sident Donald Trump unberechenbar, doch mit dem Handelsabkommen zwischen Washington und Br\u00fcssel ist das Szenario einer Eskalation ausgeblieben. Noch im Fr\u00fchjahr hatten manche Notenbanker, gerade aus S\u00fcdeuropa, f\u00fcr weitere Zinssenkungen pl\u00e4diert, um die Konjunktur anzukurbeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dritte Pause in Folge EZB h\u00e4lt Leitzinsen konstant bei 2,0 Prozent 30.10.2025, 14:16 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":538349,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1773],"tags":[29,214,875,16835,30,471,1780,215,55,32499],"class_list":{"0":"post-538348","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-serien","8":"tag-deutschland","9":"tag-entertainment","10":"tag-ezb","11":"tag-geldpolitik","12":"tag-germany","13":"tag-serien","14":"tag-series","15":"tag-unterhaltung","16":"tag-wirtschaft","17":"tag-zinsentscheidungen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115464363331097421","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/538348","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=538348"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/538348\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/538349"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=538348"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=538348"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=538348"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}