{"id":53837,"date":"2025-04-23T04:33:09","date_gmt":"2025-04-23T04:33:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/53837\/"},"modified":"2025-04-23T04:33:09","modified_gmt":"2025-04-23T04:33:09","slug":"hohe-zahl-toedlicher-einsaetze-meisten-opfer-von-polizeischuessen-in-usa-mehrfach-getroffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/53837\/","title":{"rendered":"Hohe Zahl t\u00f6dlicher Eins\u00e4tze: Meisten Opfer von Polizeisch\u00fcssen in USA mehrfach getroffen"},"content":{"rendered":"<p>                    Hohe Zahl t\u00f6dlicher Eins\u00e4tze<br \/>\n                Meisten Opfer von Polizeisch\u00fcssen in USA mehrfach getroffen<\/p>\n<p>\t\t\t\t              23.04.2025, 06:17 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>In den USA sterben j\u00e4hrlich 1000 Menschen durch Polizeisch\u00fcsse. Die meisten Get\u00f6teten werden dabei mehrfach von Kugeln getroffen &#8211; im Schnitt sogar sechsmal, zeigt eine neue Studie. Damit verringert sich die Chance der Opfer, zu \u00fcberleben.<\/strong><\/p>\n<p>In den USA stehen F\u00e4lle von Polizeigewalt regelm\u00e4\u00dfig im Fokus der \u00d6ffentlichkeit. Trotz Protesten und Reformversuchen bleibt die Zahl der durch Polizeisch\u00fcsse get\u00f6teten Personen auf einem konstant hohen Niveau. Um das Ph\u00e4nomen besser zu verstehen, richtete ein Forscherteam aus den USA den Fokus auf einen aus ihrer Sicht wichtigen Aspekt bei den Zwischenf\u00e4llen: die Anzahl der Sch\u00fcsse, welche die Opfer trafen.<\/p>\n<p>&#8222;Es gibt vereinzelte Hinweise darauf, dass Polizisten offenbar darauf aus sind, Personen zu t\u00f6ten, die sich ihrer Festnahme widersetzen&#8220;, sagte Erstautor Vageesh Jain von der Harvard T.H. Chan School of Public Health laut einer Mitteilung. &#8222;Wir wollten die vorhandenen Daten optimal nutzen, indem wir nicht nur untersuchten, ob jemand erschossen wurde, sondern auch die Anzahl der Schussverletzungen hinzuziehen, um die T\u00f6dlichkeit bei Sch\u00fcssen durch die Polizei zu ermitteln.&#8220; Laut Jain steigt das Risiko eines t\u00f6dlichen Ausgangs, je mehr Sch\u00fcsse ein Opfer treffen.<\/p>\n<p>80 Prozent der Opfer mehrfach getroffen<\/p>\n<p>Das Team um Jain und seinen Kollegen David Hemenway fand heraus, dass Personen, die durch Polizeisch\u00fcsse starben, im Durchschnitt sechs Schusswunden aufwiesen. Rund 80 Prozent der Opfer wurden demnach mehrfach getroffen. Zum Vergleich: Mordopfer, die von Zivilisten erschossen wurden, erlitten im Schnitt vier Schusswunden. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift<a href=\"https:\/\/dx.doi.org\/10.1016\/j.amepre.2025.02.004\" rel=\"Follow nofollow noopener\" target=\"_blank\"> &#8222;American Journal of Preventive Medicine&#8220;<\/a> ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Die Forschenden stie\u00dfen auch auf starke regionale Unterschiede bei den t\u00f6dlichen Zwischenf\u00e4llen mit der Polizei: Im Westen der USA war das Risiko, durch Polizeisch\u00fcsse get\u00f6tet zu werden, nach den vorliegenden Daten rund viermal so hoch wie im Nordosten. Erkl\u00e4rt werden k\u00f6nne dies zum Teil mit unterschiedlichen Praktiken der Polizeiarbeit, so die Autoren. Aber auch die teils h\u00f6heren Kriminalit\u00e4tsraten und andere soziodemografische Faktoren in bestimmten Regionen k\u00f6nnten eine Rolle spielen.<\/p>\n<p>Junge M\u00e4nner besonders betroffen<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus zeigt die Studie eine starke Ungleichverteilung nach Ethnien: Schwarze, hispanische sowie indigene US-Amerikaner und -Amerikanerinnen wiesen mehr als doppelt so hohe Raten polizeilicher T\u00f6tungen auf wie wei\u00dfe. Ein \u00e4hnliches Gef\u00e4lle zeigte sich bei den Altersgruppen: Die h\u00f6chste Rate lag bei den 25- bis 34-J\u00e4hrigen mit 5,89 Todesf\u00e4llen pro einer Million Bewohner. Auch das Geschlecht spielt eine wesentliche Rolle \u2013 M\u00e4nner sind mit einer 26-mal h\u00f6heren Wahrscheinlichkeit betroffen als Frauen.<\/p>\n<p>In rund drei Vierteln der F\u00e4lle trugen die Opfer selbst eine Waffe bei sich. Allerdings fand das Forscherteam auch hierbei leichte Unterschiede zwischen verschiedenen Gruppen: Schwarze Opfer waren mit etwa 69 Prozent etwas seltener bewaffnet als wei\u00dfe Opfer mit 78 Prozent.<\/p>\n<p> Zahl der Sch\u00fcsse gerechtfertigt?<\/p>\n<p>Wissenschaftler Jain betonte jedoch, dass weitere Untersuchungen erforderlich seien, um zu verstehen, &#8222;ob die hohe Zahl der von der Polizei abgegebenen Sch\u00fcsse gerechtfertigt ist und warum es Unterschiede zwischen den Bev\u00f6lkerungsgruppen gibt&#8220;. Um die Ungleichheit bei dem Risiko von Polizeieins\u00e4tzen zu beseitigen, m\u00fcsse versucht werden, derartige Zwischenf\u00e4lle zu verhindern oder anders zu handhaben. <\/p>\n<p>In den USA kommt es j\u00e4hrlich zu etwa 1000 Todesf\u00e4llen durch Polizeisch\u00fcsse. Zwischen 2005 und 2019 wurden in diesem Zusammenhang vier Polizeibeamte wegen Mordes und 18 wegen Totschlags verurteilt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hohe Zahl t\u00f6dlicher Eins\u00e4tze Meisten Opfer von Polizeisch\u00fcssen in USA mehrfach getroffen 23.04.2025, 06:17 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":53838,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,752,13,14,15,25441,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-53837","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-bildung","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-polizeigewalt","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-united-states","17":"tag-united-states-of-america","18":"tag-us","19":"tag-usa","20":"tag-vereinigte-staaten","21":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114385414077781892","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/53837","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=53837"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/53837\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/53838"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=53837"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=53837"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=53837"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}