{"id":538568,"date":"2025-10-30T19:44:13","date_gmt":"2025-10-30T19:44:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/538568\/"},"modified":"2025-10-30T19:44:13","modified_gmt":"2025-10-30T19:44:13","slug":"eu-reagiert-zurueckhaltend-auf-handelsdeal-zwischen-usa-und-china","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/538568\/","title":{"rendered":"EU reagiert zur\u00fcckhaltend auf Handelsdeal zwischen USA und China"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/trump-xi-144.jpg\" alt=\"Donald Trump und Xi Jinping sch\u00fctteln sich die H\u00e4nde.\" title=\"Donald Trump und Xi Jinping sch\u00fctteln sich die H\u00e4nde. | EPA\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 30.10.2025 19:52 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Angesichts der Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China zeigt sich die EU erleichtert. Der Deal k\u00f6nnte bei eigenen Verhandlungen mit Peking helfen. Doch in Br\u00fcssel ist auch klar: Die EU muss unabh\u00e4ngiger werden.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>Von J\u00f6rg Seisselberg, ARD Br\u00fcssel\n                        <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Kommissionssprecher Olov Gill gab sich zun\u00e4chst diplomatisch zur\u00fcckhaltend. &#8222;Die EU kommentiert keine Handelsgespr\u00e4che von Drittl\u00e4ndern&#8220;, beschied er Fragestellern, die sich nach der Br\u00fcsseler Sicht auf den Trump-Xi-Deal erkundigten. Nach einem kr\u00e4ftigen Durchatmen schleuderte er jedoch ein &#8222;Aber&#8220; hinterher: &#8222;Aber prinzipiell begr\u00fc\u00dft die Europ\u00e4ische Union nat\u00fcrlich jede Entwicklung, die Barrieren f\u00fcr die weltweiten Handelsfl\u00fcsse aus dem Weg r\u00e4umt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Denn in Br\u00fcssel ist nur wenig verhohlene Erleichterung zu sp\u00fcren angesichts der &#8211; wenn auch in Details noch unklaren &#8211; Einigung zwischen US-Pr\u00e4sident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping. F\u00fcr die EU ist der Deal eine gute Voraussetzung f\u00fcr die jetzt beginnenden eigenen Gespr\u00e4che mit Peking.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Diese Verhandlungen mit einer hochrangigen Beamtendelegation w\u00fcrden sich auch um den Handel mit seltenen Erden drehen, betont EU-Sprecher Gill. China hat darauf ein Quasi-Monopol: In der modernen Welt l\u00e4uft ohne seltene Erden kein Motor und kein Bildschirm.<\/p>\n<p>    Warnung trotz Entspannung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei aller Erleichterung in Br\u00fcssel \u00fcber die Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China warnt die deutsche Vorsitzende des Binnenmarktausschusses, Anna Cavazzini, davor, sich jetzt zur\u00fcckzulehnen.<\/p>\n<blockquote class=\"zitat\">\n<p>                    Insgesamt muss man sagen, dass wir als Europ\u00e4ische Union sehr stark aufpassen m\u00fcssen: In diesem Dreieck Trump, Xi, EU d\u00fcrfen wir nicht untergehen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Denn f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union seien beileibe nicht alle Probleme vom Tisch, sagt Cavazzini. Am Beispiel seltene Erden werde deutlich, dass Trump einen Deal f\u00fcr die USA ausgehandelt habe. Die Europ\u00e4ische Union sei aber weiterhin die Leidtragende.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Auch bei den ganzen anderen Z\u00f6llen, die Trump auf den Weg gebracht hat: Chinesische Produkte werden auf den europ\u00e4ischen Markt umgeleitet, und das schadet hier unserer Wirtschaft. Wir m\u00fcssen als Europ\u00e4ische Union nicht nur als Anh\u00e4ngsel der USA auftreten, sondern eine viel eigenst\u00e4ndigere Politik machen&#8220;, sagt Cavazzini. Gerade bei den seltenen Erden, sagt sie, m\u00fcsse Europa dringend Strategien entwickeln, um unabh\u00e4ngiger von China zu werden.<\/p>\n<p>    Streit um Chiphersteller Nexperia<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Appell des Handelsausschussvorsitzenden, Bernd Lange, geht in eine \u00e4hnliche Richtung &#8211; mit Blick auf Computerchips, dem zweiten gro\u00dfen Konfliktthema zwischen Europa und China. Er sagt: &#8222;Wir sehen, dass auch bei der Frage der Halbleiter, der Chips, Spielraum ist. Das m\u00fcssen wir jetzt nutzen. Wir m\u00fcssen eine st\u00e4rkere technologische Eigenst\u00e4ndigkeit in Europa hinkriegen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zuvor aber gilt es in den EU-Gespr\u00e4chen mit Peking noch einen aktuellen Brand zu l\u00f6schen &#8211; den Streit um den Chiphersteller Nexperia, durch den Europas Auto- und Maschinenbauer derzeit wegen Chinas Lieferstopp um ihre Produktion f\u00fcrchten,<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Lange sieht gute Chancen, dass durch die zwischen den USA und Peking offenbar vereinbarte Sanktionspause f\u00fcr chinesische Staatsbetriebe auch der Nexperia-Konflikt schnell gel\u00f6st werden kann. &#8222;Und damit wird letztendlich die Produktion von Halbleitern &#8211; gerade f\u00fcr die deutsche Automobilindustrie, aber auch f\u00fcr viel Industrie im Bereich Maschinenbau &#8211; wieder einfacher.&#8220; Insgesamt, sagt Lange, sei es ein wichtiges Signal, dass eine weitere Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China abgewendet ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 30.10.2025 19:52 Uhr Angesichts der Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China zeigt sich die EU&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":538569,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,227,3364,29,30,13,14,15,12,113,64],"class_list":{"0":"post-538568","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-china","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-trump","19":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115464835235850455","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/538568","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=538568"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/538568\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/538569"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=538568"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=538568"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=538568"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}