{"id":539622,"date":"2025-10-31T06:02:23","date_gmt":"2025-10-31T06:02:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/539622\/"},"modified":"2025-10-31T06:02:23","modified_gmt":"2025-10-31T06:02:23","slug":"berlin-sparpaket-fuer-stabile-beitraege-zu-viele-krankschreibungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/539622\/","title":{"rendered":"Berlin | Sparpaket f\u00fcr stabile Beitr\u00e4ge &#8211; Zu viele Krankschreibungen?"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Millionen Versicherte k\u00f6nnen nach langer Ungewissheit darauf hoffen, dass die Krankenkasse Anfang 2026 nicht schon wieder teurer wird. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will an diesem Mittwoch ein Sparpaket von zwei Milliarden Euro ins Kabinett bringen, das den Druck f\u00fcr Beitragsanhebungen herausnehmen soll. \u00abDann empfehlen wir, dass der Zusatzbeitrag stabil bleibt\u00bb, sagte sie im ARD-\u00abBericht aus Berlin\u00bb. Bremsen will sie vor allem Ausgaben f\u00fcr Kliniken. In der generellen Spardebatte bringen \u00c4rzte lockerere Regeln ins Spiel, ab wann man eine Krankschreibung im Job braucht.<\/p>\n<p>Unn\u00f6tiger Aufwand f\u00fcr Krankschreibungen?\u00a0<\/p>\n<p>Der Chef der Kassen\u00e4rztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: \u00abDie gesetzliche M\u00f6glichkeit f\u00fcr Arbeitgeber, bereits in den ersten drei Tagen die Vorlage einer Krankschreibung zu verlangen, produziert Abertausende Arztbesuche, die aus unserer Sicht nicht zwingend notwendig w\u00e4ren.\u00bb Er schlug vor, dass man generell erst nach dem vierten oder f\u00fcnften Krankheitstag eine Bescheinigung vorlegen muss.\u00a0<\/p>\n<p>Vorgeschrieben ist dies derzeit, wenn Besch\u00e4ftigte l\u00e4nger als drei Kalendertage arbeitsunf\u00e4hig sind, also am vierten Tag. Es gilt aber auch: \u00abDer Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage der \u00e4rztlichen Bescheinigung fr\u00fcher zu verlangen.\u00bb Laut Gassen dauerten gut ein Drittel der j\u00e4hrlich 116 Millionen Krankschreibungen maximal drei Tage. Fielen sie weg, k\u00f6nnte das Gesundheitswesen demnach um 1,4 Millionen Arbeitsstunden oder 100 Millionen Euro Kosten entlastet werden.<\/p>\n<p>Das Gesundheitsministerium kommentierte die \u00c4u\u00dferung auf Anfrage zun\u00e4chst nicht. F\u00fcr die Regierung geht es jetzt um akute Kostensenkungen, damit die Beitr\u00e4ge zum Jahreswechsel stabil bleiben k\u00f6nnen. Noch klafft eine L\u00fccke von zwei Milliarden Euro &#8211; trotz geplanter Finanzspritzen aus dem Etat f\u00fcr 2026.\u00a0<\/p>\n<p>Was kommt an Einsparungen zusammen?<\/p>\n<p>Warken will deshalb ein Sparpaket umsetzen, das zwei Milliarden Euro bringt. Konkret sollen 100 Millionen Euro bei den Verwaltungskosten der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) eingespart werden, also etwa Sachausgaben f\u00fcr Porto und Werbeaktionen. Weitere 100 Millionen Euro gespart werden sollen bei Einzahlungen aus Kassenmitteln in einen Fonds zur Versorgungsforschung, wie es in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurfspapier hei\u00dft. Zuerst berichtete die \u00abFrankfurter Allgemeine Zeitung\u00bb dar\u00fcber.<\/p>\n<p>Wie viel eine Regelung zur Verg\u00fctung der Kliniken spart, wird im Papier nicht beziffert. Nach Kassenangaben kann sie den Gro\u00dfteil der Zwei-Milliarden-Euro-L\u00fccke schlie\u00dfen. Der Chef des GKV-Spitzenverbands, Oliver Blatt, sagte der dpa, es solle eine Klausel wegfallen, die Kliniken 2026 rund 1,7 Milliarden Euro ungerechtfertigte Zusatzeinnahmen verschafft h\u00e4tte. Der Einnahmeanstieg werde auf ein angemessenes Ma\u00df begrenzt. \u00abDas ist ein ebenso wichtiger wie \u00fcberf\u00e4lliger Schritt.\u00bb Die Deutsche Krankenhausgesellschaft protestierte scharf.<\/p>\n<p>Ein Kabinettsbeschluss am Mittwoch w\u00fcrde quasi in letzter Minute vor der Bekanntgabe einer wichtigen Prognose f\u00fcr die Finanzentwicklung der Kassen f\u00fcr 2026 kommen, die ein Sch\u00e4tzerkreis am selben Tag vorlegen will. Sie ist eine wichtige Orientierung daf\u00fcr, ob Beitragsanhebungen n\u00f6tig sind. Das Ministerium bestimmt bis 1. November einen durchschnittlichen Zusatzbeitrag f\u00fcr 2026. Die Kassen orientieren sich daran, wenn sie den konkreten Zusatzbeitrag f\u00fcr ihre Versicherten festlegen. Anfang 2025 hatte es eine Erh\u00f6hungswelle gegeben.<\/p>\n<p>L\u00f6sung f\u00fcr Pflegebeitr\u00e4ge \u00abin den Endz\u00fcgen\u00bb<\/p>\n<p>GKV-Chef Blatt sagte, ob die Ma\u00dfnahmen reichten, um die durchschnittlichen Ausgaben mit den durchschnittlichen Einnahmen 2026 in Einklang zu bringen, werde Gegenstand der Beratungen im Sch\u00e4tzerkreis sein. Warken k\u00fcndigte in der ARD an, dass auch bei der Pflegeversicherung eine L\u00fccke von knapp zwei Milliarden Euro geschlossen werde, um den Beitrag stabil zu halten. \u00abDa sind wir jetzt in den Endz\u00fcgen uns zu einigen, wie wir diese L\u00fccke schlie\u00dfen wollen.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Millionen Versicherte k\u00f6nnen nach langer Ungewissheit darauf hoffen, dass die Krankenkasse Anfang 2026 nicht schon&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":539623,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,142,296,1937,29,1721,30,141,1188,1940,1938],"class_list":{"0":"post-539622","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-aerzte","11":"tag-berlin","12":"tag-berlin-news","13":"tag-deutschland","14":"tag-finanzen","15":"tag-germany","16":"tag-gesundheit","17":"tag-krankenversicherung","18":"tag-nachrichten-aus-berlin","19":"tag-news-aus-berlin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115467265381495261","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/539622","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=539622"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/539622\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/539623"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=539622"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=539622"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=539622"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}