{"id":539748,"date":"2025-10-31T07:13:16","date_gmt":"2025-10-31T07:13:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/539748\/"},"modified":"2025-10-31T07:13:16","modified_gmt":"2025-10-31T07:13:16","slug":"konzert-in-stuttgart-so-wars-bei-chris-de-burgh-in-der-liederhalle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/539748\/","title":{"rendered":"Konzert in Stuttgart: So war\u2019s bei Chris de Burgh in der Liederhalle"},"content":{"rendered":"<p>Der irische Barde rei\u00dft das Publikum von den St\u00fchlen. Bilder und Kritik vom Solokonzert im Hegelsaal der Stuttgarter Liederhalle.<\/p>\n<p>Es war einmal ein junger Mann, dessen Ahnenreihe sich bis zu Wilhelm dem Eroberer zur\u00fcckverfolgen l\u00e4sst und der als Teenager auf einer mittelalterlichen Burg in Irland lebte. Als Sohn eines Diplomaten h\u00e4tten ihm sicher viele Wege offen gestanden \u2013 doch er entschied sich f\u00fcr einen der schwierigsten: den eines Berufsmusikers. Trotz einiger kleinerer Anfangserfolge lie\u00df der Durchbruch auf sich warten. Klinkenputzen bei den Musikgurus war auch nach seinem Umzug nach London \u00fcber Jahre hinweg Bestandteil seines Lebens. Heute blickt er auf eine ebenso erfolgreiche wie seit nunmehr einem halben Jahrhundert andauernde Karriere zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Diese m\u00e4rchenhaft anmutende Geschichte geh\u00f6rt nicht zu den vielen, die Chris de Burgh in seinen Liedern erz\u00e4hlt. Es ist seine eigene. Und auch heute noch ist der irische Singer-Songwriter dann am besten, wenn er mit wenigen S\u00e4tzen vor dem geistigen Auge seiner Zuh\u00f6rer ganze Filmszenen entstehen l\u00e4sst. Ein echter \u201eStoryman\u201c eben, wie eines seiner Alben hei\u00dft, ein Erz\u00e4hler, ein Barde im besten Sinn. Und zwar ungeachtet dessen, dass sein gr\u00f6\u00dfter kommerzieller Erfolg, \u201eThe lady in red\u201c als romantisches Liebeslied vor allem den Mainstream bedient. Nat\u00fcrlich steht es auch am Donnerstag im Hegelsaal auf dem Programm.<\/p>\n<p>Unglaublich vielf\u00e4ltiges Werk <\/p>\n<p>Zuvor hat Chris de Burgh schon an die zwei Stunden, trotz seiner mittlerweile 77 Jahre, ohne eine einzige Pause unter Beweis gestellt, wie vielf\u00e4ltig sein Werk ist \u2013 nachdem ihn das Publikum, kaum hat er die B\u00fchne betreten, schon mit stehenden Ovationen begr\u00fc\u00dft hat, was ihn sichtlich r\u00fchrt. Sanft der Beginn am Klavier mit der nachdenklichen Ballade \u201eThe hands of man\u201c. De Burghs Stimme wirkt etwas tiefer als fr\u00fcher, doch sie hat noch dasselbe charakteristische Timbre. Nur den ganz hohen T\u00f6nen, obwohl er sie auch heute noch erreicht, fehlt die fr\u00fchere Kraft.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/media.media.ca979851-c7eb-49de-aa2b-c1412bceb011.original1024.media.jpeg\"\/>     In vielen seiner Songs l\u00e4sst Chris de Burgh vor dem inneren Auge des Publikums ganze Filmszenen entstehen. Mehr als seine Gitarre und seine Stimme braucht er dazu nicht.    Foto: Lichtgut    <\/p>\n<p>Auch von seiner ruhigen Ausstrahlung und seinem feinen Humor hat er nichts verloren. Schon bei einem seiner ersten Konzerte in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a> habe es in der Stadt viele Baustellen gegeben, erz\u00e4hlt er. \u201eWird hier ein unterirdischer Flughafen gebaut?\u201c will er wissen. Und w\u00e4hrend andere Stars Fotografier- und Filmverbote verh\u00e4ngen, gibt sich der sympathische Ire auch hier nahbar. Er fordert regelrecht dazu auf, mit der Begr\u00fcndung: \u201eTun Sie, was immer Sie wollen. Das ist Ihr Abend.\u201c Er wei\u00df, was er seinem treuen Publikum in dem, wie er sagt, harten Musikbusiness zu verdanken hat.<\/p>\n<p>Temperamentvolle Hits und wortgewaltige Meisterwerke <\/p>\n<p>Sein Dank besteht aus einem wahren Feuerwerk an Hits wie \u201eHigh on emotion\u201c, Waiting for the hurricane\u201c oder \u201eDon\u2019t pay the ferryman\u201c, die er nur mit der Gitarre und seiner Stimme und manchmal ein wenig Hall pr\u00e4sentiert und die dennoch voller Power r\u00fcberkommen. Das B\u00fchnenbild ist sparsam und nur durch verschiedenfarbige Beleuchtungen gepr\u00e4gt. Bei seinem erz\u00e4hlerischen dreiteiligen Meisterwerk \u201eThe mirror of the soul\u201c ert\u00f6nt der M\u00f6nchschor als Playback. De Burgh hat die Gitarre beiseite gestellt, das Mikro in die Hand genommen und unterstreicht die Handlung mit sparsamen und dennoch ausdrucksvollen Gesten.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/media.media.8c3961f0-903c-4b54-8c3d-d6cfe6d7297e.original1024.media.jpeg\"\/>     Immer wieder suchte de Burgh den Kontakt zum Publikum.    Foto: Lichtgut    <\/p>\n<p>Mit mehreren Liedern beschw\u00f6rt er den Weltfrieden, in \u201eThe keeper of the keys\u201c ruft er Frauen dazu auf, sich nicht l\u00e4nger unterdr\u00fccken zu lassen. F\u00fcr die Zeile \u201ethese are only boys and I will never know how man can see the wisdom in a war\u201c erntet er ebenso st\u00fcrmischen Applaus wie f\u00fcr das Hochhalten einer ukrainischen Flagge \u2013 seine Enkelin Sophia sei in der Ukraine geboren, erz\u00e4hlt er. <\/p>\n<p>Beim Klassiker \u201eA Spaceman came travelling\u201c h\u00e4lt es das Publikum endg\u00fcltig nicht mehr auf den St\u00fchlen. Wer kann, st\u00fcrmt nach vorne an den B\u00fchnenrand, wer keinen Platz mehr findet, singt wenigstens lauthals mit. Nach mehr als zwei Stunden verl\u00e4sst de Burgh die B\u00fchne, l\u00e4sst sich aber nicht lange bitten und liefert mehrere Zugaben nach, darunter \u201eLegacy\u201c aus dem 2021 ver\u00f6ffentlichten Album \u201eThe Legend of Robin Hood\u201c. Und beweist damit, dass er auch das Songschreiben nicht verlernt hat.<\/p>\n<p> Rubrik <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der irische Barde rei\u00dft das Publikum von den St\u00fchlen. 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