{"id":539933,"date":"2025-10-31T08:59:11","date_gmt":"2025-10-31T08:59:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/539933\/"},"modified":"2025-10-31T08:59:11","modified_gmt":"2025-10-31T08:59:11","slug":"raumsonde-nimmt-3i-atlas-ins-visier-gluecklicher-zufall-bietet-der-jupitersonde-juice-beste-sicht-auf-den-interstellaren-kometen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/539933\/","title":{"rendered":"Raumsonde nimmt 3I\/ATLAS ins Visier &#8211; Gl\u00fccklicher Zufall bietet der Jupitersonde JUICE beste Sicht auf den interstellaren Kometen"},"content":{"rendered":"<p>Deshalb hat das JUICE-Team spontan eine Extra-Aufgabe f\u00fcr die Jupitersonde eingeplant: Vom 2. bis 25. November 2025 wird JUICE mehrere ihrer Messinstrumente einschalten und auf 3I\/ATLAS richten. Kein einfacher Job, denn JUICE und 3I\/ATLAS sind in unterschiedlichen Richtungen unterwegs, der Komet ist zudem extrem schnell. Die Sonde muss daher ihre Ausrichtung flexibel anpassen, um den Kometen im Blick zu behalten. Zudem kann JUICE nicht l\u00e4nger als 30 Minuten pro Tag auf 3I\/ATLAS schauen. Denn dabei werden einige sensible Messinstrumente der starken Sonnenstrahlung ausgesetzt.<\/p>\n<p>Ausgasungen des interstellaren Besuchers im Blick<\/p>\n<p>Die Raumsonde JUICE soll in den kommenden Wochen vor allem die Gase und Teilchen n\u00e4her untersuchen, die nach der Sonnenpassage aus der eisigen Oberfl\u00e4che des Kometen austreten. Die fast den gesamten November andauernde Messkampagne k\u00f6nnte wertvolle Hinweise auf die Zusammensetzung von 3I\/ATLAS und vielleicht auch seine Herkunft liefern.\n<\/p>\n<p>Unter den Messinstrumenten, mit denen JIUCE den interstellaren Kometen jetzt ins Visier nimmt, ist einer der Sensoren des Instrumentenpakets Particle Environment Package (PEP). Dieser Sensor f\u00e4ngt energiereiche ungeladene Atome wie etwa Wasserstoff, Helium oder Sauerstoff ein. \u201eDie Messungen k\u00f6nnen uns verraten, welche Gase von der Oberfl\u00e4che von 3I\/ATLAS sublimieren und in welcher Menge\u201c, erkl\u00e4rt Elias Roussos vom MPS. Allerdgins wird die Ausbeute wahrscheinlich nicht sehr hoch sein, weshalb der Sensor zw\u00f6lf Tage am St\u00fcck messen wird.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/j\/u\/juice3g.jpg\" data-lightbox=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/j\/u\/juice3g.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/j\/u\/juice3g.jpg\" data-lightbox=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/j\/u\/juice3g.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-269091\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/juice3g-300x167.jpg\" alt=\"Flugroute JUICE\" width=\"300\" height=\"167\"  \/><\/a>Die Flugroute der ESA-Raumsonde JUICE. \u00a9 DLR\n<\/p>\n<p>Spektrale Fingerabdr\u00fccke des Kometenwassers<\/p>\n<p>Mehr Aufschluss \u00fcber das Wasser des interstellaren Kometen k\u00f6nnte hingegen das Submillimeter Wave Instrument (SWI) der Raumsonde bringen. Dieses f\u00e4ngt in dem Wellenl\u00e4ngenbereich ein, in dem Wassermolek\u00fcle charakteristische Spektralsignaturen hinterlassen. Dank der hohen spektralen Aufl\u00f6sung des SWI k\u00f6nnten diese Messungen beispielsweise Informationen dar\u00fcber liefern, ob die Wassermolek\u00fcle von der Oberfl\u00e4che des interstellaren Brockens stammen oder zus\u00e4tzlich von Eisk\u00f6rnchen in seiner Umgebung.\n<\/p>\n<p>\u201eWir hoffen, dass mit SWI die ersten hochaufgel\u00f6sten Messungen von Wasser auf 3I\/ATLAS gelingen\u201c, sagt Paul Hartogh vom MPS. \u201eDies k\u00f6nnte uns unter anderem helfen, die Verteilung von oberfl\u00e4chennahem Wassereis zu verstehen.\u201c W\u00e4hrend 3I\/ATLAS aktuell etwa zwei Tonnen Wasserdampf pro Sekunde ausgast, k\u00f6nnte er jetzt, kurz nach seiner Sonnenpassage, ausbruchartig noch weit gr\u00f6\u00dfere Wassermengen freisetzen. Ein solches Verhalten ist auch von Kometen des Sonnensystems bekannt.\n<\/p>\n<p>Ob die Bem\u00fchungen erfolgreich waren, wird sich allerdings erst im Februar 2026 zeigen. Denn erst dann ist JUICE wieder nah genug an der Erde, um die umfangreichen Messdaten zu uns zu funken \u2013 eine Art versp\u00e4tetes Erinnerungsfoto an eine einzigartige Begegnung.\n<\/p>\n<p>Quelle: Max-Planck-Institut f\u00fcr Sonnensystemforschung, European Space Agency (ESA)<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;\n\t<\/p>\n<p>31. Oktober 2025\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t &#8211; Nadja Podbregar<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Deshalb hat das JUICE-Team spontan eine Extra-Aufgabe f\u00fcr die Jupitersonde eingeplant: Vom 2. bis 25. 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