{"id":540864,"date":"2025-10-31T17:56:12","date_gmt":"2025-10-31T17:56:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/540864\/"},"modified":"2025-10-31T17:56:12","modified_gmt":"2025-10-31T17:56:12","slug":"trotz-gestoppten-aufnahmeprogramms-afghanen-reisen-nach-deutschland-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/540864\/","title":{"rendered":"Trotz gestoppten Aufnahmeprogramms \u2013 Afghanen reisen nach Deutschland aus"},"content":{"rendered":"<p>Weil das Aufnahmeprogramm f\u00fcr afghanische Ortskr\u00e4fte ausgesetzt worden ist, warten in Pakistan fast 2000 afghanische Staatsb\u00fcrger auf die M\u00f6glichkeit einer legalen Ausreise. Einige von ihnen haben nun erneut eine Aufnahmezusage erhalten und sind per Flugzeug auf dem Weg nach Deutschland.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Zum dritten Mal seit dem Regierungswechsel haben sich Afghanen mit Aufnahmezusage per Flugzeug von Pakistan nach Deutschland aufgemacht. Wie ein Journalist der Deutschen Presse-Agentur am Flughafen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad erfuhr, sollen sie per Linienflug mit Zwischenstopp in Istanbul nach Deutschland gebracht werden.<\/p>\n<p>Auf diesem Weg waren bereits zweimal Menschen aus verschiedenen deutschen Aufnahmeprogrammen f\u00fcr besonders gef\u00e4hrdete Menschen aus Afghanistan nach Hannover gebracht und sp\u00e4ter auf die Bundesl\u00e4nder verteilt worden. Das Bundesinnenministerium betont stets, dass alle Afghanen mit Aufnahmezusage, die nach Deutschland einreisen, vorher ein Verfahren durchlaufen m\u00fcssen, zu dem auch Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfungen geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Viele afghanische Familien harren seit Monaten oder Jahren in Islamabad aus. Die schwarz-rote Bundesregierung hatte das Aufnahmeprogramm f\u00fcr besonders gef\u00e4hrdete Afghaninnen und Afghanen im Mai gestoppt. Neben fr\u00fcheren Ortskr\u00e4ften deutscher Institutionen und ihren Angeh\u00f6rigen sollten \u00fcber das Programm auch Afghanen aufgenommen werden, die Verfolgung durch die islamistischen Taliban f\u00fcrchten m\u00fcssen, etwa weil sie sich in der Vergangenheit als Anw\u00e4lte oder Journalisten f\u00fcr Menschenrechte eingesetzt haben.<\/p>\n<p>1910 Menschen mit einer Aufnahmezusage in Pakistan<\/p>\n<p>In <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article68c3ac1b4845e275697a322c\/Aufnahmeprogramm-Pakistan-schiebt-rund-250-Afghanen-ab-Bundesregierung-verhandelt-ueber-Ruecknahme.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article68c3ac1b4845e275697a322c\/Aufnahmeprogramm-Pakistan-schiebt-rund-250-Afghanen-ab-Bundesregierung-verhandelt-ueber-Ruecknahme.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pakistan<\/a> halten sich derzeit laut Bundesregierung rund 1910 Menschen mit einer Aufnahmezusage beziehungsweise Aufnahmeerkl\u00e4rung aus den Afghanistan-Aufnahmeverfahren auf. Darunter sind knapp 220 afghanische Staatsangeh\u00f6rige aus dem Verfahren f\u00fcr ehemalige Ortskr\u00e4fte, etwa 60 afghanische Staatsangeh\u00f6rige, deren Namen auf einer \u201eMenschenrechtsliste\u201c stehen, knapp 600 Afghanen aus dem sogenannten \u00dcberbr\u00fcckungsprogramm und etwa 1030 afghanische Staatsangeh\u00f6rige aus dem Bundesaufnahmeprogramm f\u00fcr Afghanistan.<\/p>\n<p>Dass trotz des Stopps einige der Betroffenen und ihre Angeh\u00f6rigen nun trotzdem Visa erhalten, liegt daran, dass in Deutschland Klagen angestrengt wurden, um ihre Einreise durchzusetzen. Unterst\u00fctzt werden die Betroffenen dabei teils von der Organisation \u201eKabul Luftbr\u00fccke\u201c.<\/p>\n<p>Die islamistischen Taliban hatten im August 2021 die Macht in Afghanistan \u00fcbernommen. Seither gibt es dort schwere Menschenrechtsverletzungen, von denen insbesondere Frauen betroffen sind. Gleichwohl hatten Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, Aufnahmeprogramme \u201esoweit wie m\u00f6glich\u201c zu beenden. Im Rahmen dieser Programme erhielten Menschen Aufnahmezusagen, die vor der Macht\u00fcbernahme der Taliban f\u00fcr die Bundeswehr oder andere Institutionen gearbeitet hatten oder die aus anderen Gr\u00fcnden als besonders gef\u00e4hrdet eingestuft wurden \u2013 etwa Frauenrechtlerinnen oder Menschenrechtsaktivisten.<\/p>\n<p>An den Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfungen der Visa-Vergabe gab es jedoch immer wieder Kritik. Es folgten sogar staatsanwaltliche Ermittlungen wegen des Verdachts der illegalen Ausstellung von Einreiseerlaubnissen, was das Vertrauen der \u00d6ffentlichkeit in die Aufnahmeprogramme schwer besch\u00e4digte.<\/p>\n<p>dpa\/dp<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Weil das Aufnahmeprogramm f\u00fcr afghanische Ortskr\u00e4fte ausgesetzt worden ist, warten in Pakistan fast 2000 afghanische Staatsb\u00fcrger auf die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":540865,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[7451,331,3924,332,3922,3364,29,30,13,48612,14,3923,15,3921,110,10670,12,15451],"class_list":{"0":"post-540864","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-afghanistan","9":"tag-aktuelle-nachrichten","10":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","11":"tag-aktuelle-news","12":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","13":"tag-de","14":"tag-deutschland","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-migration-ks","18":"tag-nachrichten","19":"tag-nachrichten-aus-deutschland","20":"tag-news","21":"tag-news-aus-deutschland","22":"tag-newsteam","23":"tag-pakistan","24":"tag-schlagzeilen","25":"tag-taliban"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115470072796017290","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/540864","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=540864"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/540864\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/540865"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=540864"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=540864"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=540864"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}