{"id":541523,"date":"2025-11-01T00:25:15","date_gmt":"2025-11-01T00:25:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/541523\/"},"modified":"2025-11-01T00:25:15","modified_gmt":"2025-11-01T00:25:15","slug":"chipkrise-nexperia-stoppt-ausfuhr-von-wafern-nach-china","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/541523\/","title":{"rendered":"Chipkrise: Nexperia stoppt Ausfuhr von Wafern nach China"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Chipkrise: Nexperia stoppt Ausfuhr von Wafern nach China<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Lieferprobleme rund um den niederl\u00e4ndischen Chiphersteller Nexperia mit Folgen vor allem f\u00fcr die deutsche Autoindustrie k\u00f6nnten zunehmen. Wie die Deutsche Presse-Agentur und die Nachrichtenagentur Reuters berichten, hat Nexperia die Lieferung von Vorprodukten, sogenannten Wafern, an sein chinesisches Montagewerk ausgesetzt.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Das Unternehmen best\u00e4tigte, dass Kunden von Nexperia \u00fcber den Schritt per Brief informiert worden seien. Weitere Angaben lehnte das Unternehmen ab. Halbleiter-Wafer sind f\u00fcr die Herstellung von Chips von gro\u00dfer Bedeutung.<\/p>\n<p>Nexperias Vorwurf: Zahlungsverpflichtungen nicht erf\u00fcllt<\/p>\n<p>In dem von Interimschef Stefan Tilger unterzeichneten Schreiben erkl\u00e4rt Nexperia den Angaben zufolge, dass es die Lieferung von Wafern an seinen Montage- und Teststandort im chinesischen Dongguan mit Wirkung zum 26. Oktober ausgesetzt habe.<\/p>\n<p>Als Grund werde angegeben, dass &#8222;das lokale Management sich nicht an seine Zahlungsverpflichtungen gehalten hat&#8220;. Die Lieferungen w\u00fcrden wieder aufgenommen, sobald die Verpflichtungen vollst\u00e4ndig erf\u00fcllt seien.<\/p>\n<p>Nexperia betreibt zwar wichtige Chipfabriken in Europa (Hamburg und Manchester), <a class=\"heiseplus-lnk\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Nexperia-Chipkrise-Sehenden-Auges-ins-Desaster-10864803.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ist aber f\u00fcr mehr als 60 Prozent seiner St\u00fcckzahlen auf sogenannte Test- und Assembly-Werke in China (Dongguan) und Malaysia angewiesen.<\/a> Denn ein nackter Chip von einem Wafer \u2013 ein sogenanntes Die \u2013 ist nutzlos. Ein Halbleiterbauelement wird erst daraus, indem eine Firma das Die pr\u00fcft und in ein zur Anwendung passendes Geh\u00e4use (Package) einbaut.<\/p>\n<p>Nexperia sucht &#8222;alternative L\u00f6sungen&#8220;<\/p>\n<p>Nexperia bekr\u00e4ftigte zudem, dass es an alternativen L\u00f6sungen arbeite, um die Lieferungen an seine Kunden sicherzustellen. Das niederl\u00e4ndische Wirtschaftsministerium wollte sich nicht zu dem Lieferstopp \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die Lieferprobleme bei Nexperia entstanden, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Aerger-um-Nexperia-Neue-Chipkrise-koennte-Autowerke-stoppen-10793793.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nachdem die niederl\u00e4ndische Regierung die Kontrolle \u00fcber die von einer chinesischen Konzernmutter gef\u00fchrten Firma mit Sitz in Nimwegen \u00fcbernommen hatte<\/a>. China stoppte daraufhin die Ausfuhr von Nexperia-Produkten wie Chips f\u00fcr die Autoindustrie. Hier drohen dadurch Produktionsausf\u00e4lle.<\/p>\n<p>Zum jetzigen Wafer-Lieferstopp <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/nexperia-suspends-supplies-wafers-chinese-assembly-plant-letter-shows-2025-10-31\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">sagte die niederl\u00e4ndische Regierung der Agentur Reuters<\/a>, dass es sich hierbei um eine unternehmerische Entscheidung handele, w\u00e4hrend staatliche Eingriffe &#8222;die Erhaltung der Produktionskapazit\u00e4ten betreffen und nicht auf den t\u00e4glichen Gesch\u00e4ftsbetrieb des Unternehmens abzielen&#8220;. Fragen zu dem Vorgang beantwortete die Regierung nicht, verwies stattdessen auf Nexperia.<\/p>\n<p>Treffen von Nexperia und EU-Kommission<\/p>\n<p>Nach einem Treffen mit Nexperia sagte EU-Kommissionsvizepr\u00e4sidentin Henna Virkkunen, es sei offensichtlich, dass Europas Lieferkette nicht \u00fcber die erforderliche Widerstandsf\u00e4higkeit verf\u00fcgt. &#8222;Wir m\u00fcssen die notwendigen Lehren daraus ziehen&#8220;, <a href=\"https:\/\/bsky.app\/profile\/hennavirkkunen.bsky.social\/post\/3m4iyi6ugfk2o\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">so die Finnin auf Bluesky<\/a>.<\/p>\n<p>So nehme man f\u00fcr die \u00dcberarbeitung des europ\u00e4ischen Chip-Gesetzes mit, dass die Bevorratung und Diversifizierung der Versorgung f\u00fcr die Widerstandsf\u00e4higkeit von entscheidender Bedeutung sei. <a href=\"https:\/\/bsky.app\/profile\/hennavirkkunen.bsky.social\/post\/3m4iylrq4hs2o\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">M\u00f6gliche Versorgungsengp\u00e4sse m\u00fcssten durch einen besseren Informationsaustausch antizipiert werden<\/a>. Und: &#8222;Investitionen in die Versorgungssicherheit sind mit Kosten verbunden, aber der Preis, den man f\u00fcr mangelnde Widerstandsf\u00e4higkeit zahlen muss, ist noch h\u00f6her.&#8220;<\/p>\n<p>2023 hatten sich die EU-Staaten und das Europaparlament darauf geeinigt, mit Milliardeninvestitionen den Ausbau der Mikrochipindustrie in der EU voranzutreiben. Ziel des Chip-Gesetzes ist es auch, dass der EU-Anteil auf dem Weltmarkt f\u00fcr Chips bis 2030 von knapp 10 auf 20 Prozent w\u00e4chst. Derzeit l\u00e4uft ein \u00dcberpr\u00fcfungsprozess des Gesetzes.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:nen@heise.de\" title=\"Niklas Jan Engelking\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nen<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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