{"id":542189,"date":"2025-11-01T06:52:13","date_gmt":"2025-11-01T06:52:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/542189\/"},"modified":"2025-11-01T06:52:13","modified_gmt":"2025-11-01T06:52:13","slug":"hsv-vor-spiel-in-koeln-zwei-traditionsvereine-ein-ziel-klassenerhalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/542189\/","title":{"rendered":"HSV vor Spiel in K\u00f6ln: Zwei Traditionsvereine, ein Ziel \u2013Klassenerhalt"},"content":{"rendered":"<p>Der HSV und der 1. FC K\u00f6ln treffen am Sonntag aufeinander \u2013 beide frisch aufgestiegen, beide mit gro\u00dfen Namen und gro\u00dfen Baustellen. Warum Transfers, Talente und TV-Gelder \u00fcber die Zukunft in der ersten Liga entscheiden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die einen jubelten, die anderen darbten. Das 1:0 am Dienstag beim 1. FC Heidenheim und das Erreichen des Achtelfinales im DFB-Pokal sp\u00fclten dem Hamburger SV 847.544 Euro in die Kassen. Der in der Bundesliga kommende Gegner 1. FC K\u00f6ln ging einen Tag sp\u00e4ter durch das 1:4 gegen Bayern M\u00fcnchen hingegen leer aus. Wichtiges Geld f\u00fcr die Hanseaten, um sich weiter \u2013 vor allem auch in Liga eins \u2013 zu konsolidieren.<\/p>\n<p>Wenn der HSV am Sonntag ausw\u00e4rts auf K\u00f6ln trifft (15.30 Uhr\/Sky und im Live-Ticker auf WELT.de), ist es ein Duell zweier Bundesliga-Urgesteine. Beide sind Traditionsvereine mit einer gro\u00dfen, erfolgreichen, aber auch schillernden Geschichte. K\u00f6ln, der erste Deutsche Meister in der Bundesliga \u00fcberhaupt, empf\u00e4ngt den Titelsammler der sp\u00e4ten 1970er- und fr\u00fchen 1980er-Jahre, HSV. Lange sind die gro\u00dfen Erfolge also her. Beide Vereine mussten sich zuletzt in der Zweiten Liga neu ausrichten, im Sommer stiegen sie auf. Nun wollen sie in Liga eins langfristig ankommen.<\/p>\n<p>Der Start in die Saison lief f\u00fcr beide durchwachsen bis gut. Die K\u00f6lner liegen nach acht Spieltagen in der Tabelle auf Rang acht. Der HSV steht auf Platz 13. Systemanpassungen und ein umfangreicher Kaderumbruch beider Teams erschweren das Unterfangen, sich als Neulinge im Bundesliga-Oberhaus zu etablieren. Es gibt also einige Parallelen der kommenden Kontrahenten.<\/p>\n<p>\u201eBeide haben auch in der Zweiten Liga unwahrscheinlich gezogen\u201c, sagt der Hamburger Sport\u00f6konom Henning V\u00f6pel hierzu. Er erw\u00e4hnt als positiven Einfluss die breite Fanbasis sowie die Stadt als Umfeld mit sehr guten wirtschaftlichen Voraussetzungen. \u201eAuch die internationale Markenbekanntschaft ist da\u201c, erg\u00e4nzt er. Doch das alleine reiche nicht. \u201eSelbst Traditionsclubs m\u00fcssen sich nach dem Abstieg in der Ersten Liga wieder hintenanstellen\u201c, so V\u00f6pel. Um das zu kompensieren, sind kluge Spielerk\u00e4ufe ein Muss. Gerade das Management ginge jede Saison ins Transferrisiko, m\u00fcsse Spieler abgeben und das eingenommene Geld neu investieren.<\/p>\n<p>Gl\u00fcckliche Auswahl an Leihspielern<\/p>\n<p>Bei den Aufsteigern war Letzteres in diesem Sommer notgedrungen, schlie\u00dflich galt es, den Kader f\u00fcr die h\u00f6here Spielklasse aufzur\u00fcsten. Dem HSV gelang es, mit der Leihe von Innenverteidiger Luka Vuskovic sowie den Last-Minute-Transfers von Albert Sambi Lokonga und F\u00e1bio Vieira (ebenfalls Leihe) f\u00fcr relativ kleines Geld echte Verst\u00e4rkungen zu finden. Nun sei es laut V\u00f6pel Aufgabe von Trainer und Management jede Transferperiode, also zweimal j\u00e4hrlich, das Niveau des Teams zumindest zu halten oder sich sukzessive zu verbessern.<\/p>\n<p>HSV-Sportvorstand Stefan Kuntz mahnt an, dass eben diese Entwicklung dauere. Der HSV steht nach sieben Jahren in der Zweiten Liga mit 31,4 Millionen Euro im so wichtigen Ranking der TV-Gelder ganz unten in der Bundesliga-Tabelle. Ein Verein wie Mainz 05, der sich in der Eliteklasse des Deutschen Fu\u00dfballs l\u00e4ngst etabliert hat, liegt 24 Millionen Euro \u00fcber dem HSV. \u201eIm Vorstand haben wir uns ein Umsatzziel gesetzt, um weiter in die Mannschaft und den sportlichen Erfolg zu investieren\u201c, sagte Kuntz hierzu der WELT AM SONNTAG. \u201eGrundvoraussetzung ist, dass wir in der Bundesliga bleiben, Jahr f\u00fcr Jahr mehr Anschluss ans Bundesliga-Mittelfeld finden.\u201c<\/p>\n<p>Bisher klappte das passabel. Nach einem miesen Saisonstart konsolidierten sich die Hanseaten gerade wegen der drei Neuen. Vuskovic ist mit erst 19 Jahren der neue Abwehrchef und besticht neben guten strategischen F\u00e4higkeiten mit einer robusten Physis. Zudem identifiziert sich der Bruder des lange wegen Dopings gesperrten Ex-HSV-Verteidigers Mario Vuskovic mit dem HSV.<\/p>\n<p>Sambi Lokonga und Vieira geben den Hamburgern die n\u00f6tige Spielkultur im offensiven Mittelfeld. In der Bundesliga ist das Spiel st\u00e4rker auf Gegenpressing ausgerichtet als in der zweiten Liga. Um erfolgreich zu sein, muss man die gegnerischen Abwehrreihen \u00fcberwinden. Der HSV hat hier Aufholbedarf, es fehlt zudem ein Angreifer, der regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr die entscheidenden Treffer sorgt.<\/p>\n<p>Es fehlt einer junger aufstrebender Star<\/p>\n<p>Das Siegtor gegen Heidenheim fiel am Dienstag per Strafsto\u00df. Erzielt hat es der eingewechselte Robert Glatzel, der bisher in Liga eins kaum eine Rolle spielte und im letzten Bundesliga-Spiel gegen den VfL Wolfsburg nicht mal im Kader stand. Eine spannende Frage wird sein, ob der ehemalige Zweitliga-Torsch\u00fctzenk\u00f6nig gegen K\u00f6ln wieder eine Rolle spielt.<\/p>\n<p>HSV-Coach Merlin Polzin setzt eher auf spielende St\u00fcrmer, als auf einen klassischen Neuner wie Glatzel. Bester Torsch\u00fctze ist bislang der Rechtsau\u00dfen Rayan Philippe mit drei Toren, Angreifer Ransford K\u00f6nigsd\u00f6rffer ist noch torlos und Neuzugang und Kapit\u00e4n Yussuf Poulsen kam wegen fehlender Fitness nach Verletzung nicht \u00fcber Kurzeins\u00e4tze hinaus.<\/p>\n<p>Was dem HSV zudem im Portfolio fehlt, ist ein High-Talent, ein junger aufstrebender Star, der zudem zu Geld gemacht werden kann, also eine Kapitalanlage f\u00fcr die Zukunft w\u00e4re. Gegner K\u00f6ln hat diesen im erst 19-j\u00e4hrigen Linksau\u00dfen Sa\u00efd El Mala, dessen Marktwert auf 18 Millionen Euro taxiert wird. Ob FC-Coach Lukas Kwasniok, der vor zu viel Euphorie warnt und El Mala behutsam aufbauen will, ihn beim Heimspiel, wie beim Pokal gegen M\u00fcnchen, in der Startelf bringt, bleibt offen.<\/p>\n<p>So oder so wird es noch ein langer steiniger Weg f\u00fcr beide Clubs. Ziel in der ersten Saison Bundesliga kann nur der Klassenerhalt sein. Die Konsolidierung f\u00e4nde laut Sport\u00f6konom V\u00f6pel beim \u00dcbergang von der ersten Erstliga-Saison zur zweiten statt. In dieser Transferphase w\u00fcrden die entscheidenden Weichen gestellt. Momentan w\u00e4re es vor allem Aufgabe der Trainer, n\u00f6tige Punkte einzufahren, sowie kleine Ergebniskrisen zu moderieren, um auch das chronisch nerv\u00f6se Umfeld bei Gro\u00dfstadtvereinen ruhig zu halten. \u201eWer zum HSV geht, geht ein gro\u00dfes Karriererisiko ein\u201c, sagt V\u00f6pel auch.<\/p>\n<p>Um dies zu vermeiden, m\u00fcsse man sich in der Vereinsf\u00fchrung engagieren, um nicht nur ein Ausbildungsverein oder eine Durchgangsstation zu sein. Es gelte die kommenden drei bis vier Jahre nachhaltig \u2013 m\u00f6glichst mit einem Stamm von Spielern \u2013 zu planen. Kuntz k\u00f6nne mit seiner Vita eine wichtige Rolle spielen, glaubt V\u00f6pel. Der HSV-Sportvorstand, selbst ehemaliger Spieler und Europameister von 1996, sagt, es werde \u201eder h\u00e4rteste Abstiegskampf, seitdem ich im Profi-Gesch\u00e4ft dabei bin\u201c. Die beiden Aufsteiger wollen nun weiter am Sonntag flei\u00dfig Punkte sammeln, um ebendiesen zu vermeiden.<\/p>\n<p>Hinweis: Auch die Frauen des HSV spielen am Sonntag. Ihr Spiel gegen Eintracht Frankfurt im Volksparkstadion wird um 15 Uhr angepfiffen.<\/p>\n<p>Martin Sonnleitner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der HSV und der 1. 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