{"id":542463,"date":"2025-11-01T09:23:11","date_gmt":"2025-11-01T09:23:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/542463\/"},"modified":"2025-11-01T09:23:11","modified_gmt":"2025-11-01T09:23:11","slug":"sichtbarmachen-zeigt-spuren-juedischen-engagements-im-mdbk-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/542463\/","title":{"rendered":"\u201eSichtbarmachen\u201c zeigt Spuren j\u00fcdischen Engagements im MdbK \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Eine ganz besondere Pr\u00e4sentation wurde am Mittwoch, 29. Oktober, im Museum der bildenden K\u00fcnste (MdbK) er\u00f6ffnet. Sie zeigt eine Seite der Leipziger Kunstgeschichte, die heute fast vergessen ist. N\u00e4mlich den Anteil j\u00fcdischer Sammler und K\u00fcnstler am Kunstleben der Stadt. J\u00fcdische Familien, Sammler\/-innen und K\u00fcnstler\/-innen waren seit dem 19. Jahrhundert ein wichtiger Bestandteil des Leipziger Kulturlebens.<\/p>\n<p>Ihr Beitrag und ihr Engagement sind ebenso wie ihre Lebensgeschichten mit der Verfolgung, der Vertreibung und Ermordung im Nationalsozialismus aus dem Ged\u00e4chtnis der Stadt gel\u00f6scht worden. Ihr Fehlen hat Leerstellen hinterlassen.<\/p>\n<p>Das MdbK will die Namen und Geschichten von wegweisenden Leipziger j\u00fcdischen Akteur\/-innen in das \u00f6ffentliche Bewusstsein und das Museum zur\u00fcckbringen. Gemeinsam mit der K\u00fcnstlerin Shlomit Lehavi und der Publizistin Sharon Adler begab es sich daf\u00fcr seit 2024 auf Spurensuche, um vergessene und ausgel\u00f6schte Verbindungen wieder sichtbar zu machen.<\/p>\n<p>In der ersten Phase f\u00fchrte das MdbK gemeinsam mit Sharon Adler Recherchen zu vergessenen j\u00fcdischen Akteur\/-innen durch. Im Archiv der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig, in Stadt- und Staatsarchiven sowie in der Dokumentation des MdbK wurden 28 Personen und Familien identifiziert. Die Auswahl der Protagonist\/-innen, zu denen in der zweiten Projektphase intensiver geforscht wurde, erfolgte nach Kriterien, die im Projektteam erarbeitet wurden.<\/p>\n<p>Unter anderem sollten die Familiengeschichten sowohl verschiedene Aspekte des sozialen und kulturellen Engagements als auch unterschiedliche Bindungen zum Museum widerspiegeln. Im Zentrum stehen die Biografien von Wilhelm Breslauer, Hermann und Toni Halberstam, Cl\u00e4re Kirstein, Moritz Kraemer und Laura Sonntag.<\/p>\n<p>Als k\u00fcnstlerische Intervention und Visualisierung der Ergebnisse steht Shlomit Lehavis Werk \u201eLeerstellen Sichtbarmachen\u201c dem \u201eStiftermosaik\u201c von Stephan Huber im Foyer des MdbK gegen\u00fcber. \u201eLeerstellen Sichtbarmachen\u201c\u2013 eine Installation aus digitalen Zeichnungen, die auf einem transparenten Bildschirm pr\u00e4sentiert werden \u2013 steht an der Schnittstelle von Video, Zeichnung und interaktiver Kunst. Die Arbeit f\u00fcgt sich r\u00e4umlich in das Foyer ein und schafft einen Erinnerungsort im MdbK.<\/p>\n<p>Die recherchierten Biografien werden den Besuchenden als Audiodateien in einer H\u00f6rstation vor Ort und online zug\u00e4nglich gemacht. Die Texte wurden zusammen mit Sharon Adler erstellt, die sie auch in Deutsch und Englisch eingesprochen hat und so den ehemaligen Leipziger Familien ihre Stimme leiht.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sentation <a href=\"http:\/\/mdbk.de\/ausstellungen\/sichtbarmachen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eSichtbarmachen. Spuren j\u00fcdischen Engagements im MdbK\u201c<\/a> ist vom 30. Oktober 2025 bis zum 28. Juni 2026 im Museum der bildenden K\u00fcnste zu sehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine ganz besondere Pr\u00e4sentation wurde am Mittwoch, 29. Oktober, im Museum der bildenden K\u00fcnste (MdbK) er\u00f6ffnet. 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