{"id":542523,"date":"2025-11-01T09:56:12","date_gmt":"2025-11-01T09:56:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/542523\/"},"modified":"2025-11-01T09:56:12","modified_gmt":"2025-11-01T09:56:12","slug":"der-geile-prinz-randy-andy-ist-der-einzige-titel-der-andrew-bleibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/542523\/","title":{"rendered":"Der &#8222;geile&#8220; Prinz: &#8222;Randy Andy&#8220; ist der einzige Titel, der Andrew bleibt"},"content":{"rendered":"<p>Viel ist nicht mehr \u00fcbrig von Rang und Namen des Skandalprinzen Andrew. Seit 2019 hat der Bruder des britischen K\u00f6nigs all seine Titel verloren. Nicht einmal die ihm angeborenen Anreden &#8222;Prince&#8220; und &#8222;K\u00f6nigliche Hoheit&#8220; darf er noch verwenden. Doch was bedeutet das alles \u00fcberhaupt?<\/p>\n<p>&#8222;Bang, goes the Knighthood&#8220; hei\u00dft ein Lied der britischen Band &#8222;Divine Comedy&#8220; &#8211; adieu Ritterstand! Es scheint, als h\u00e4tte S\u00e4nger Neil Hannon es f\u00fcr den britischen Skandalprinzen Andrew geschrieben. In den vergangenen Jahren hat der s\u00e4mtliche Geburts- und Ehrentitel sowie Auszeichnungen verloren. Ihm bleibt der zweifelhafte Ruf als Sch\u00fcrzenj\u00e4ger, als &#8222;Randy Andy&#8220; (Geiler Andy). Der haftet ihm seit den 1970er Jahren an.<\/p>\n<p>Das passt zum Liedtext von &#8222;Bang, goes the Knighthood&#8220;. Es handelt von einem britischen Edelmann, der sich tags\u00fcber f\u00fcr &#8222;King and Country&#8220; einsetzt und nachts durch die Bars und Bordelle der Stadt zieht. Bis seine Laster ans Licht kommen und er alles verliert. Andrew erlebte \u00e4hnliche Peinlichkeiten: Vor 25 Jahren lie\u00df er sich im &#8222;Tatler&#8220;, dem Klatschmagazin der britischen Oberschicht portr\u00e4tieren. Andrew inszenierte sich als perfekter Familienvater und Aktivist der &#8222;National Society for the Prevention of Cruelty to Children&#8220; (NSPCC). Der Verein k\u00e4mpft gegen den Missbrauch von Minderj\u00e4hrigen. <\/p>\n<p>Inzwischen ist belegt: Zur selben Zeit vergewaltigte er mutma\u00dflich mehrmals die minderj\u00e4hrige US-Amerikanerin Virginia Roberts Giuffre, die Jeffrey Epstein ihm zuf\u00fchrte. In ihren Memoiren &#8222;Nobody&#8217;s Girl&#8220; berichtete Giuffre davon. Am 25. April 2025 nahm sie sich das Leben. Allen ist klar: Andrew hat sie mit auf dem Gewissen.<\/p>\n<p>Das Haus Windsor &#8211; &#8222;bis aufs Mark verdorben&#8220;<\/p>\n<p>Das wei\u00df auch Andrews Bruder. Der repr\u00e4sentiert seit 2022 als Charles III. das Vereinigte K\u00f6nigreich und 14 weitere Staaten als deren weltliches Oberhaupt. Als &#8222;Supreme Governor of the Church of England&#8220; ist er auch &#8222;Verteidiger des Glaubens&#8220; &#8211; und damit die h\u00f6chste moralische Leitfigur im Reich.<\/p>\n<p>Man kann sich nur ausmalen, welche Diskussionen die Familie gef\u00fchrt hat. Sie f\u00fchrten wohl dazu, dass Andrew sich nun nicht einmal mehr so nennen darf, wie es ihm seit seiner Geburt am 19. Februar 1960 als zweitem Sohn von Elizabeth II. zustand: &#8222;Prinz&#8220; und &#8222;K\u00f6nigliche Hoheit&#8220;. Die &#8222;Krone&#8220; m\u00f6chte Schaden abwenden. Vor allem will sie die aufziehenden Diskussionen \u00fcber eine Abschaffung der Monarchie eind\u00e4mmen. Die hat ein Artikel im Magazin &#8222;New Statesman&#8220; befeuert. Es sei nicht Prinz Andrew alleine, hei\u00dft es dort im Untertitel: <a href=\"https:\/\/www.newstatesman.com\/politics\/2025\/10\/abolish-the-monarchy\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_self\">Das ganze Haus Windsor sei &#8222;bis aufs Mark verdorben&#8220;<\/a>. Im K\u00f6nigreich ist der Text von Will Lloyd l\u00e4ngst so etwas wie &#8222;Talk of the Kingdom&#8220;.<\/p>\n<p>Der Fall Andrews &#8211; des Mannes, der 65 Jahre als Prinz bekannt war &#8211; ist dramatischer als die Abdankung von K\u00f6nig Edward VIII. Der war im Dezember 1936 von seiner eigenen Regierung zur Demission gedr\u00e4ngt worden, weil er die US-Amerikanerin Wallis Simpson geheiratet hatte. Die wiederum soll eine Aff\u00e4re gehabt haben mit dem deutschen Botschafter in London und Hitlers sp\u00e4terem Au\u00dfenminister Joachim von Ribbentrop. Simpson stand im Verdacht, eine Spionin zu sein. <\/p>\n<p>Weil Simpson immerhin vollj\u00e4hrig war, blieb Edward die gesellschaftliche \u00c4chtung erspart, die Andrew heute erlebt. Edward bekam nach der Abdankung den Herzogtitel &#8222;The Duke of Windsor&#8220;, den er bis zu seinem Tod 1972 trug. 36 Jahre durfte er zun\u00e4chst als Gouverneur der Bahamas und dann ohne eine relevante T\u00e4tigkeit ein ziemlich paradiesisches Leben als Privatier zwischen New York, Paris und London f\u00fchren. <\/p>\n<p>Erbtitel, Ritterst\u00e4nde, milit\u00e4rische R\u00e4nge &#8211; alles weg<\/p>\n<p>Um die Brisanz von Andrews Falls zu verstehen, lohnt es, sich zu vergegenw\u00e4rtigen, auf welche Titel und Ehrenbezeichnungen Andrew fortan verzichtet und welche er bereits verloren hat. Ein \u00dcberblick:<\/p>\n<ul>\n<li>zwei adelige Geburtstitel: Prinz und K\u00f6nigliche Hoheit<\/li>\n<\/ul>\n<p>Formal kann Andrew diese Titel nur durch ein &#8222;Letter Patent&#8220; verlieren, also einen Erlass des Monarchen. Diese Ma\u00dfnahme w\u00e4re in der Geschichte der britischen Monarchie so einmalig wie die Vereinbarung, die Andrew und sein Bruder getroffen haben: Der ehemalige Prinz wird seine Titel freiwillig nicht mehr f\u00fchren.<\/p>\n<ul>\n<li>drei adelige Erbtitel: Duke of York, Earl of Inverness, Baron Killyleagh <\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Titel wurden 1986 anl\u00e4sslich der Hochzeit von Andrew und Sarah Ferguson von Queen Elizabeth II. geschaffen. Eine offizielle Aberkennung w\u00fcrde ein Gesetz im Parlament erfordern. Man hat sich darauf geeinigt, dass Andrew freiwillig auf die Adelstitel verzichtet. Auch das ist f\u00fcr einen britischen K\u00f6nigssohn einmalig.<\/p>\n<ul>\n<li>zwei Ritterst\u00e4nde: mit &#8222;Gro\u00dfkreuz&#8220; im Hosenbandorden und im K\u00f6niglichen Viktorianischen Orden<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der erstere hei\u00dft im Englischen Order of the Garter. In dieser Uniform ist Andrew h\u00e4ufig abgebildet. Noch nie hat ein Ritter im Vereinigten K\u00f6nigreich diese Ehren auf eine andere Weise als durch den eigenen Tod verloren.<\/p>\n<ul>\n<li>acht hohe milit\u00e4rische R\u00e4nge in der britischen Armee: zum Beispiel als Oberst der Grenadiere (Colonel of the Grenadier Guards), als Generaloberst von drei Einheiten, etwa des K\u00f6niglichen Irischen Regiments, als Ehrenkommodore der Luftwaffe oder als Admiral des Seekadetten<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>zwei hohe milit\u00e4rische R\u00e4nge in der kanadischen Armee: als Generaloberst von zwei Einheiten<\/li>\n<li>ein hoher milit\u00e4rischer Rang in der neuseel\u00e4ndischen Armee: als Generaloberst im Nachschubregiment des Heeres<\/li>\n<\/ul>\n<p>Fortan lautet &#8222;Randy Andys&#8220; anst\u00e4ndiger Name Andrew Windsor-Mountbatten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Viel ist nicht mehr \u00fcbrig von Rang und Namen des Skandalprinzen Andrew. 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