{"id":542664,"date":"2025-11-01T11:16:12","date_gmt":"2025-11-01T11:16:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/542664\/"},"modified":"2025-11-01T11:16:12","modified_gmt":"2025-11-01T11:16:12","slug":"szenen-eines-voelkermords-blut-von-massakern-im-sudan-ist-aus-dem-weltall-zu-sehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/542664\/","title":{"rendered":"&#8222;Szenen eines V\u00f6lkermords&#8220;: Blut von Massakern im Sudan ist aus dem Weltall zu sehen"},"content":{"rendered":"<p>                    &#8222;Szenen eines V\u00f6lkermords&#8220;<br \/>\n                Blut von Massakern im Sudan ist aus dem Weltall zu sehen<\/p>\n<p>\t\t\t\t              01.11.2025, 11:24 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Aus der von der RSF-Miliz eingenommenen sudanesischen Stadt Al-Faschir dringt nur wenig nach drau\u00dfen. Was die Au\u00dfenwelt jedoch mitbekommt, ist schockierend. Forscher zeigen Satellitenbilder, die die schrecklichen Berichte untermauern. <\/strong><\/p>\n<p>Forscher des &#8222;Humanitarian Research Lab&#8220; (HRL) haben nach der Einnahme der sudanesischen Stadt Al-Faschir durch die RSF-Miliz schockierende Satellitenbilder geteilt. Die US-Forscher zeigten Aufnahmen aus dem All, auf denen r\u00f6tlich verf\u00e4rbter Sand zu sehen ist. Laut HRL wahrscheinlich Blut. Man habe auch Beweise f\u00fcr &#8222;R\u00e4umungsoperationen&#8220;, die von T\u00fcr zu T\u00fcr stattgefunden haben. Au\u00dferdem sind &#8222;Gruppen von Objekten, die der Gr\u00f6\u00dfe menschlicher K\u00f6rper entsprechen&#8220; auf den Bildern zu sehen. Da die Stadt komplett von der Au\u00dfenwelt abgeschnitten ist, gibt es bisher nur wenige direkte Berichte aus Al-Faschir. <\/p>\n<p>Die UN, die WHO und das Rote Kreuz zeigten sich angesichts der Lage der Zivilisten in der Stadt schockiert. &#8222;Wir haben schreckliche Berichte \u00fcber Massenhinrichtungen, Massenmorde, Vergewaltigungen, Angriffe auf humanit\u00e4re Helfer, Pl\u00fcnderungen, Entf\u00fchrungen und Zwangsumsiedlungen erhalten&#8220;, sagte am Freitag der Sprecher des UN-Menschenrechtsb\u00fcros, Seif Magango. Er rechne damit, dass hunderte Zivilisten get\u00f6tet worden seien.<\/p>\n<p>Das UN-Menschenrechtsb\u00fcro habe &#8222;schockierende&#8220; Videos und Bilder erhalten, die &#8222;schwere Verst\u00f6\u00dfe gegen das humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht und grobe Verletzungen der Menschenrechte zeigen&#8220;, sagte Magango von der kenianischen Hauptstadt Nairobi aus zu Journalisten in Genf. Die RSF-Miliz teilte derweil mit, dass einige ihrer K\u00e4mpfer, denen Misshandlungen w\u00e4hrend der Einnahme der Stadt vorgeworfen wurden, festgenommen worden seien.<\/p>\n<p>Die mit der offiziellen sudanesischen Armee rivalisierende Miliz &#8222;Rapid Support Forces&#8220; (RSF) hatte Al-Faschir im Westen des Landes am Sonntag nach einer rund 18-monatigen Belagerung eingenommen. Am Montag best\u00e4tigte Sudans Milit\u00e4rherrscher Fattah al-Burhan den R\u00fcckzug der Armee aus der Stadt. Die sudanesische Armee warf der RSF-Miliz die Hinrichtung von mehr als 2000 unbewaffneten Zivilisten vor. Augenzeugen, die aus der Stadt geflohen waren, berichteten der Nachrichtenagentur AFP von &#8222;Szenen eines V\u00f6lkermords&#8220;.<\/p>\n<p>Al-Faschir ist seitdem vom Rest der Welt abgeschnitten, doch die UN erkl\u00e4rte, &#8222;ver\u00e4ngstigte&#8220; Menschen, die es in die nahegelegene Stadt Tawila geschafft haben, h\u00e4tten von den Gr\u00e4ueltaten berichtet. Die UN-Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab derweil Einzelheiten zum Angriff auf die saudiarabische Geburtsklinik in Al-Faschir bekannt, bei dem am Dienstag 460 Menschen get\u00f6tet worden seien. Zun\u00e4chst sei das Gesundheitspersonal entf\u00fchrt worden, sp\u00e4ter habe es &#8222;mehrere Morde&#8220; gegeben, erkl\u00e4rte ein WHO-Sprecher. Schlie\u00dflich seien die Angreifer zur\u00fcckgekommen und h\u00e4tten alle hinrichtet, darunter viele Zivilisten, die in dem Krankenhaus Zuflucht gesucht hatten.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Mirjana Spoljaric, beklagte, dass Einrichtungen, &#8222;die einst der Rettung von Menschenleben dienten, zu Schaupl\u00e4tzen des Todes und der Zerst\u00f6rung geworden sind&#8220;.<\/p>\n<p>Bei dem im April 2023 entbrannten Konflikt im Sudan stehen sich die Armee von Milit\u00e4rherrscher al-Burhan und die RSF-Miliz seines fr\u00fcheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo gegen\u00fcber. Seither wurden bei den K\u00e4mpfen zehntausende Menschen get\u00f6tet, rund zw\u00f6lf Millionen Menschen mussten aus ihren Heimatregionen fliehen. In dem nordostafrikanischen Land herrscht nach Einsch\u00e4tzung der UNO die schwerste humanit\u00e4re Krise der Welt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Szenen eines V\u00f6lkermords&#8220; Blut von Massakern im Sudan ist aus dem Weltall zu sehen 01.11.2025, 11:24 Uhr Artikel&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":542665,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13,14,15,16,12,17003,10,8,9,11,13216,103,104],"class_list":{"0":"post-542664","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-headlines","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-politik","12":"tag-schlagzeilen","13":"tag-sudan","14":"tag-top-news","15":"tag-top-meldungen","16":"tag-topmeldungen","17":"tag-topnews","18":"tag-voelkermord","19":"tag-welt","20":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115474162386293932","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/542664","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=542664"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/542664\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/542665"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=542664"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=542664"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=542664"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}