{"id":543089,"date":"2025-11-01T15:16:13","date_gmt":"2025-11-01T15:16:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/543089\/"},"modified":"2025-11-01T15:16:13","modified_gmt":"2025-11-01T15:16:13","slug":"doppelt-so-gross-wie-louvre-kairo-eroeffnet-grosses-aegyptisches-museum-an-pyramiden-von-gizeh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/543089\/","title":{"rendered":"&#8222;Doppelt so gro\u00df wie Louvre&#8220;: Kairo er\u00f6ffnet Gro\u00dfes \u00c4gyptisches Museum an Pyramiden von Gizeh"},"content":{"rendered":"<p>                    &#8222;Doppelt so gro\u00df wie Louvre&#8220;<br \/>\n                Kairo er\u00f6ffnet Gro\u00dfes \u00c4gyptisches Museum an Pyramiden von Gizeh<\/p>\n<p>\t\t\t\t              01.11.2025, 09:59 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>F\u00fcr Pr\u00e4sident al-Sisi wird es das &#8222;gr\u00f6\u00dfte Museum in der Geschichte der Menschheit&#8220;. Nach jahrelangen Verz\u00f6gerungen zeigt das Gro\u00dfe \u00c4gyptische Museums an den Pyramiden von Gizeh endlich seine bekanntesten Sch\u00e4tze. Das Ziel? Auf einer Stufe mit dem Louvre stehen.<\/strong><\/p>\n<p>Es soll ein Ereignis sein wie nach einem pharaonischen Ma\u00dfstab. K\u00f6nige, Staatschefs und internationale Prominenz wurden eingeladen, um die offizielle Er\u00f6ffnung des Gro\u00dfen \u00c4gyptischen Museums an den Pyramiden von Gizeh live zu verfolgen. Feiern \u00fcber drei Tage sollen zeigen, dass hier ein &#8222;Wahrzeichen von Weltklasse&#8220; gebaut wurde, wie es die Regierung formuliert. Der Samstag wurde zum Feiertag erkl\u00e4rt. In Kairo wurden \u00f6ffentlich Leinw\u00e4nde aufgestellt, um die Zeremonie zu \u00fcbertragen. Besucher k\u00f6nnen ab 4. November rein.<\/p>\n<p>Mit dem GEM, wie das Museum in Kurzform genannt wird, bekommen die wichtigsten Artefakte des alten \u00c4gyptens ein prachtvolles neues Zuhause. Der monumentale Bau beheimatet in zw\u00f6lf Ausstellungshallen mehr als 100.000 St\u00fccke aus der pharaonischen, griechischen und r\u00f6mischen Antike. Laut Betreibern handelt es sich um das gr\u00f6\u00dfte arch\u00e4ologische Museum der Welt, oder wie Pr\u00e4sident Abdel Fattah al-Sisi es formuliert: das &#8222;gr\u00f6\u00dfte Museum in der Geschichte der Menschheit&#8220;.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/f776bd0f1419787e1b83cf073daba8cc.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"So sieht das Museum von au\u00dfen aus.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/f776bd0f1419787e1b83cf073daba8cc.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">So sieht das Museum von au\u00dfen aus.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: dpa)<\/p>\n<p>Mit der Er\u00f6ffnung endet eine jahrelange Wartezeit mit immer neuen Verz\u00f6gerungen. Angek\u00fcndigt wurde das Museum in den 1990er Jahren, selbst der Beginn der Bauarbeiten liegt 20 Jahre zur\u00fcck. Immer wieder kam etwas dazwischen: eine Revolution, politische Unruhen, eine Wirtschaftskrise, die Corona-Pandemie, schlie\u00dflich noch der Krieg im benachbarten Gaza. Zug\u00e4nglich sind weite Teile des GEM aber schon seit einem Jahr, der Lichthof mit der elf Meter hohen Statue von Ramses II. bereits seit 2023.<\/p>\n<p>5300 Artefakte von &#8222;King Tut&#8220;<\/p>\n<p>Mit der offiziellen Er\u00f6ffnung ist nun auch der Grabschatz des Pharaos Tutanchamun zu sehen und damit die Kronjuwelen der Sammlung. Zum ersten Mal, seit der britische Arch\u00e4ologe Howard Carter 1922 die Grabkammer im Tal der K\u00f6nige entdeckte, werden jetzt alle rund 5300 St\u00fccke von &#8222;King Tut&#8220; gezeigt, 2000 davon sind noch nie \u00f6ffentlich ausgestellt worden. Zum Schatz geh\u00f6rt auch die goldene Totenmaske des Kindk\u00f6nigs, die zum wohl bekanntesten Symbol pharaonischer Zeiten wurde.<\/p>\n<p>Als weiteres Highlight gilt die Sonnenbarke, die mutma\u00dflich f\u00fcr Pharao Cheops gebaut wurde. Das 4600 Jahre alte, 42 Meter lange Schiff war zerlegt in 1200 Teile an der S\u00fcdseite der Cheops-Pyramide vergraben. Experten hatten es nach der Entdeckung 1954 in m\u00fchsamer Kleinstarbeit wieder zusammengebaut. Es gilt heute als \u00e4ltestes, noch intaktes Schiff weltweit.<\/p>\n<p>Wer in der Sammlung fehlt, ist K\u00f6nigin Nofretete, Hauptgemahlin des Pharaos Echnaton, deren B\u00fcste zu der Sammlung des Neuen Museums in Berlin z\u00e4hlt. \u00c4gypten fordert seit Jahren die R\u00fcckgabe, w\u00e4hrend die deutsche Seite beteuert, die B\u00fcste sei nach dem Fund im Jahr 1912 rechtm\u00e4\u00dfig nach Berlin gekommen. Im GEM werden Besucher bei Touren gebeten, eine Petition zu unterzeichnen, um weiter f\u00fcr die R\u00fcckgabe zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p> Museum und Pyramiden als ein gemeinsames Erlebnis<\/p>\n<p>Mit dem Bau des irischen Architekturb\u00fcros Heneghan Peng wird die Sammlung des GEM eindrucksvoll in die Gegend rund um die Pyramiden eingebettet. Drei Sichtachsen am Museumsgeb\u00e4ude laufen auf die antiken Bauwerke zu, eine neue Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccke verbindet beide Sehensw\u00fcrdigkeiten, die viele Touristen an einem Tag besuchen wollen. An- und abreisen k\u00f6nnen sie auch \u00fcber den noch recht neuen Flughafen Sphinx, der etwa 30 Autominuten entfernt liegt.<\/p>\n<p>Auch ein Besuch an Pyramiden und Sphinx-Statue l\u00e4uft nun deutlich geregelter ab als noch vor einigen Jahren. Er beginnt auf der Westseite an einem neuen Eingang und mit Shuttlebussen, wodurch der Stau von privaten Autos und Tourbussen ein Ende hat. F\u00fcr Souvenirh\u00e4ndler, Touranbieter oder Pferde- und Kamelhalter gelten strengere Auflagen. An den fr\u00fcher genutzten Eing\u00e4ngen herrschte oft ein Gewimmel, in dem Touristen sich bedr\u00e4ngt f\u00fchlen konnten.<\/p>\n<p>Mit all diesen Umbauarbeiten hofft die Regierung, dem Tourismus weiteren Schwung zu verleihen. Vergangenes Jahr kamen 15 Millionen Touristen nach \u00c4gypten, die meisten davon aus Deutschland und Russland. Bis 2032 sollen es doppelt so viele sein. Der Umsatz aus der Schifffahrt am Suezkanal ist eingebrochen, weil die Route durch die Angriffe im Zuge des Gaza-Kriegs zu gef\u00e4hrlich geworden ist. Umso wichtiger sind f\u00fcr das Land in seiner schweren Wirtschaftskrise die Einnahmen aus dem Tourismus.<\/p>\n<p>&#8222;Doppelt so gro\u00df wie der Louvre in Paris&#8220;<\/p>\n<p>Ins Abseits ger\u00e4t unterdessen das \u00c4gyptische Museum, der rosafarbene Bau am zentralen Tahrir-Platz also, dessen Besuch f\u00fcr viele Touristen in Kairo lange zum Pflichtprogramm z\u00e4hlte. Der Charme lag hier auch darin, dass die Artefakte teils lagerten wie auf einem Dachboden: eingestaubt, schlecht beschriftet, kaum beleuchtet, von Sch\u00fclern bekritzelt. Die wichtigsten St\u00fccke sind von dort ins GEM abgewandert und ins ebenfalls neue Zivilisations-Museum (NMEC).<\/p>\n<p>Das GEM k\u00f6nnte eines der meistbesuchten Museen weltweit werden und damit aufsteigen in die Kategorie des Pariser Louvre, mit dem sich die \u00c4gypter schon jetzt vergleichen. Das Gro\u00dfe \u00c4gyptische Museum sei in seiner Gesamtfl\u00e4che doppelt so gro\u00df wie der Louvre, hei\u00dft es. Was einigerma\u00dfen stimmen d\u00fcrfte, wenn man die Parks des Louvre nicht mitz\u00e4hlt. Die Ausstellungsfl\u00e4chen beider Museen sind allerdings etwa gleich gro\u00df. Damit scheint man es in Kairo an diesem &#8222;historischen&#8220; Tag aber nicht so genau zu nehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Doppelt so gro\u00df wie Louvre&#8220; Kairo er\u00f6ffnet Gro\u00dfes \u00c4gyptisches Museum an Pyramiden von Gizeh 01.11.2025, 09:59 Uhr Artikel&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":543090,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[578,1793,29,214,30,984,1794,215],"class_list":{"0":"post-543089","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-aegypten","9":"tag-art-and-design","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-international","14":"tag-kunst-und-design","15":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115475106443530049","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/543089","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=543089"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/543089\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/543090"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=543089"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=543089"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=543089"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}