{"id":543154,"date":"2025-11-01T15:52:14","date_gmt":"2025-11-01T15:52:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/543154\/"},"modified":"2025-11-01T15:52:14","modified_gmt":"2025-11-01T15:52:14","slug":"weisses-haus-verschaerft-regeln-fuer-reporter-dw-01-11-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/543154\/","title":{"rendered":"Wei\u00dfes Haus versch\u00e4rft Regeln f\u00fcr Reporter \u2013 DW \u2013 01.11.2025"},"content":{"rendered":"<p>Die T\u00fcren von <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/donald-trump\/t-18901598\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trumps<\/a> Pressestelle standen bislang offen. Doch das ist nun vorbei. Die Regierung der <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/usa-vereinigte-staaten-amerika\/t-17286012\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vereinigten Staaten<\/a> hat am Freitag die Regeln f\u00fcr Reporter im Wei\u00dfen Haus eingeschr\u00e4nkt: K\u00fcnftig ist der Zugang zu einem zentralen Bereich im Presseb\u00fcro des Regierungssitzes in Washington ohne Termin verboten &#8211; um &#8222;sensible&#8220; Informationen zu sch\u00fctzen, wie es in einem Memo des Nationalen Sicherheitsrats hei\u00dft.<\/p>\n<p>Journalisten haben damit keinen Zugang mehr zu dem als &#8222;Upper Press&#8220; bekannten Bereich im Westfl\u00fcgel des Wei\u00dfen Hauses, wenn sie nicht zuvor eine Genehmigung daf\u00fcr erhalten haben. Dort befindet sich das B\u00fcro der Sprecherin von Pr\u00e4sident Trump,\u00a0Karoline Leavitt.<\/p>\n<p>Heimliche Video- und Audioaufnahmen?<\/p>\n<p>Der Kommunikationsdirektor des Wei\u00dfen Haus, Steven Cheung, sagte zur Begr\u00fcndung, dass Reporter in dem Bereich Mitarbeitern aufgelauert und heimlich Video- und Audioaufnahmen gemacht h\u00e4tten. Beweise daf\u00fcr legte Cheung nicht vor.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74585358\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74585358_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"USA Washington D.C. 2025 | Ein grimmig schauender Steven Cheung vor dem Kamin im Oval Office des Wei\u00dfen Hauses (05.09.2025)\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Der stellvertretende Regierungssprecher Cheung zeigt sich gerne auch betont grimmigBild: CNP\/MediaPunch\/IMAGO<\/p>\n<p>Bislang konnten Journalisten den Bereich mit der Zimmernummer 140 auch kurzfristig betreten, um mit Leavitt, ihrem Stellvertreter Cheung oder anderen leitenden Mitarbeitern zu sprechen. Die R\u00e4ume liegen unweit des Pr\u00e4sidentenb\u00fcros.<\/p>\n<p>Karoline Leavitt zufolge sind die Einschr\u00e4nkungen n\u00f6tig, weil die Pressestelle des Wei\u00dfen Hauses auch f\u00fcr die Kommunikation des Nationalen Sicherheitsrates zust\u00e4ndig ist und sich in den B\u00fcros daher vertrauliche Unterlagen befinden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Ganz zugeschlagen ist die T\u00fcr nicht: Medienvertreter d\u00fcrfen weiterhin den als &#8222;Lower Press&#8220; bezeichneten Bereich neben dem Presseraum des Wei\u00dfen Hauses betreten, wie es gro\u00dfz\u00fcgig in dem Memo des Nationalen Sicherheitsrats hei\u00dft. Die Regelung trat mit sofortiger Wirkung in Kraft.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74585631\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74585631_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"USA Washington D.C. 2025 | Karoline Leavitt bei Pressekonferenz im Wei\u00dfen Haus mit Blick auf die anwesenden Journalisten (03.10.2025)\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Im Wei\u00dfen Haus akkreditierte Journalisten im Presseraum (Anfang Oktober)Bild: Kevin Lamarque\/REUTERS<\/p>\n<p>Ein Journalistenverband kritisierte die neuen Einschr\u00e4nkungen umgehend. Diese hinderten Medien daran, Regierungsvertreter zu befragen und f\u00fcr Transparenz zu sorgen, bem\u00e4ngelt die White House Correspondents&#8216; Association. Die Vereinigung vertritt die am US-Regierungssitz akkreditierten Journalisten.<\/p>\n<p>Angespanntes Verh\u00e4ltnis zu Medien<\/p>\n<p>Das Wei\u00dfe Haus hat in Trumps zweiter Amtszeit ein angespanntes Verh\u00e4ltnis zu Medien. Sprecherin Leavitt wirft ihnen immer wieder vor, voreingenommen zu sein und nicht fair \u00fcber den Pr\u00e4sidenten zu berichten.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74585304\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74585304_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"USA Washington D.C. 2025 | Blick auf den Westfl\u00fcgel des Wei\u00dfen Hauses w\u00e4hrend ein formal gekleideter Mann mit Rucksack und eine Frau mit gro\u00dfer Handtasche vorbeigehen (23.10.2025)\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Blick auf den Westfl\u00fcgel des Wei\u00dfen HausesBild: Celal G\u00fcne\u015f\/Anadolu Agency\/IMAGO<\/p>\n<p>Die aktuelle Ma\u00dfnahme ist eine weitere Einschr\u00e4nkung f\u00fcr Journalisten durch die Trump-Regierung. Sie folgt auf \u00e4hnliche Beschr\u00e4nkungen, die das US-Verteidigungsministerium Anfang des Monats eingef\u00fchrt hatte: Das Pentagon verlangt von Nachrichtenorganisationen die Unterzeichnung einer neuen Richtlinie. Diese sieht vor, dass Reporterinnen und Reporter keine Informationen ohne Genehmigung des Ministeriums ver\u00f6ffentlichen d\u00fcrfen &#8211; andernfalls droht der Entzug ihrer Akkreditierung.<\/p>\n<p>Mindestens 30 Nachrichtenorganisationen lehnten dies unter Verweis auf die Pressefreiheit ab. Sie verloren damit ihren direkten Zugang zum Verteidigungsministerium. Darunter sind die Nachrichtenagenturen Reuters, AP und AFP, bedeutende Zeitungen wie die &#8222;New York Times&#8220;, das &#8222;Wall Street Journal&#8220; und die &#8222;Washington Post&#8220; sowie die Sender ABC, CBS, NBC, CNN und sogar Donald Trumps Lieblingsnachrichtenprogramm, die rechtskonservativen Fox News.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74585330\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74585330_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"USA Arlington 2025 | Luftaufnahme des Pentagon (11.09.2025)\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Blick auf das Pentagon, das US-VerteidigungsministeriumBild: Jen Golbeck\/SOPA Images\/IMAGO<\/p>\n<p>Ersetzt wurden sie durch mehr als 60 regierungsfreundliche\u00a0Journalisten aus sogenannten &#8222;neuen Medien&#8220;. Die Trump-Administration nannte das Pentagon-Pressecorps-Man\u00f6ver einem Neuanfang und sprach von &#8222;echte Nachrichten&#8220; statt &#8222;L\u00fcgen der Mainstream-Medien&#8220;.<\/p>\n<p>Bereits vor einigen Monaten hatte die US-Regierung die Nachrichtenagenturen Reuters, Associated Press und Bloomberg News aus dem st\u00e4ndigen &#8222;Reporter-Pool&#8220; entfernt, der den Pr\u00e4sidenten begleitet.<\/p>\n<p>AR\/haz (afp, rtr, dpa)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die T\u00fcren von Donald Trumps Pressestelle standen bislang offen. Doch das ist nun vorbei. 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