{"id":543785,"date":"2025-11-01T21:56:25","date_gmt":"2025-11-01T21:56:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/543785\/"},"modified":"2025-11-01T21:56:25","modified_gmt":"2025-11-01T21:56:25","slug":"diddl-maus-event-in-stuttgart-ich-besitze-7-000-diddl-kuscheltiere-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/543785\/","title":{"rendered":"Diddl-Maus-Event in Stuttgart: \u201eIch besitze 7.000 Diddl-Kuscheltiere\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Was gibt es von Diddl nicht? \u201eDas ist eine gute Frage, ich \u00fcberlege mal\u201c, sagt Jasmin Einhauser und z\u00e4hlt auf, was es alles gibt: Bl\u00f6cke, Kuscheltiere, Postkarten, kleine Figuren, Spiele, Boxen, Schatullen, Rucks\u00e4cke, H\u00f6rspiele, Tassen, Sticker, Stifte, Bettw\u00e4sche, B\u00fccher, Comics. Einhauser gibt zu, dass sie sicher nicht alles erw\u00e4hnt hat \u2013 der Diddl-Kosmos ist einfach zu gro\u00df, um alle Produkte aufzuz\u00e4hlen, die mit der <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Maus\" title=\"Maus\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Maus<\/a> mit den gro\u00dfen Ohren und F\u00fc\u00dfen verziert sind. \u201eEs gibt sogar Lippenpflegestifte\u201c, sagt die 28-j\u00e4hrige Stuttgarterin.<\/p>\n<p>Die erste Stuttgarter Tauschb\u00f6rse <\/p>\n<p>Es ist ein Samstagvormittag im Stadtteilhaus Mitte im Heusteigviertel. <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.tausch-event-in-stuttgart-diddl-maus-kehrt-zurueck-millennials-tauschen-wieder-blockblaetter.384f3c26-1d2c-4464-a686-b2b0c09c2d55.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Einhauser organisiert hier die erste Stuttgarter Diddl-Tauschb\u00f6rse<\/a>. Im Saal des Quartierszentrums hat sie Tische aufgebaut, Girlanden aufgeh\u00e4ngt und eine Bastelstation rund um das G\u00e4stebuch eingerichtet. Glitzersticker, bunte Stifte und Luftballons stehen bereit. Um 11 Uhr sind die ersten Sammlerinnen und Sammler bereits flei\u00dfig am Tauschen.<\/p>\n<p>7000 Kuscheltiere und grenzenlose Sammlerleidenschaft <\/p>\n<p>Eine von ihnen ist Betty, die 7.000 Diddl-Kuscheltiere besitzt. Die 26-J\u00e4hrige ist aus Berlin angereist und hat durch ihre Schwester Kati, die aus dem Saarland kommt, von dem <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Event\" title=\"Event\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Event<\/a> erfahren. Wie bewahrt man 7.000 Pl\u00fcschtiere auf? \u201eIn Regalen und Vitrinen\u201c, sagt Betty. \u201eAber ich muss bald umziehen \u2013 das wird kein Spa\u00df.\u201c Genau wie die Organisatorin Jasmin hat auch Betty eher einen Diddl-\u00dcberschuss. \u201eDas, was ich nicht mehr behalten m\u00f6chte, kann ich hier mit anderen Diddl-<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Fans\" title=\"Fans\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fans<\/a> tauschen\u201c, erkl\u00e4rt sie.<\/p>\n<p>Heute treffen sich hier viele Fans zum ersten Mal pers\u00f6nlich, die sich sonst nur aus Diddl-Whatsappgruppen oder von Facebook kennen. \u201eWir sind zwischen 25 und 45 Jahren alt und fast nur Frauen\u201c, sagt Jasmin, die schon seit ihrer fr\u00fchesten Kindheit Fan der Maus ist. \u201eIn der Schule hatte damals jeder etwas von Diddl\u201c, erz\u00e4hlt sie.<\/p>\n<p>Nostalgie auf dem Schulhof <\/p>\n<p>Thomas Goletz entwarf die Maus am 24. August 1990. Mit nur wenigen Strichen schuf der Cartoonist eine Figur, die sp\u00e4ter viele Kinder- und Jugendzimmer erobern sollte. Urspr\u00fcnglich war sie als K\u00e4nguru gedacht. Bald jedoch entschied Goletz, das Kerlchen kleiner und handlicher zu gestalten, damit es leichter in eine Kaffeetasse oder ein St\u00fcck K\u00e4se gesetzt werden konnte.<\/p>\n<p>Unter den Sammlerinnen war die Freude gro\u00df, als bekannt wurde, dass die niedliche Maus zur\u00fcckkehren w\u00fcrde. Die Idee zum Relaunch stammte laut eigenen Angaben von Kontiki. Das Unternehmen, das bereits den Vertrieb der Diddl-Produkte in Frankreich \u00fcbernommen hatte, wandte sich an Thomas Goletz. Gemeinsam entwickelten sie eine Kollektion mit 64 Artikeln \u2013 von Pl\u00fcschtieren bis Schmuckk\u00e4stchen, die zun\u00e4chst nur in Frankreich und Belgien verkauft wird. <\/p>\n<p> Rarit\u00e4ten und wertvolle Sch\u00e4tze <\/p>\n<p>Auch Jasmin war erst k\u00fcrzlich in Paris, um sich mit der neu aufgelegten Diddl-Kollektion einzudecken. \u201eIch finde die neuen Sachen sch\u00f6n, aber sie sind qualitativ nicht besonders hochwertig\u201c, sagt die Stuttgarterin und zeigt die abgebrochenen Ohren einer Figur. Bei einem Pl\u00fcschtier sind bereits N\u00e4hte gerissen. Ob es nicht seltsam sei, dass sich erwachsene Frauen so intensiv mit Spielzeug-M\u00e4usen besch\u00e4ftigen? \u201eDiddl-M\u00e4use sind bunt, fr\u00f6hlich und voller Energie. Sie helfen mir, dem Alltagstrott zu entfliehen\u201c, erkl\u00e4rt die Kindheitsp\u00e4dagogin, die gemeinsam mit einer Kollegin das Stadtteilhaus Mitte leitet.<\/p>\n<p> Niedlicher Eskapismus <\/p>\n<p>Offenbar ist die Sehnsucht Erwachsener nach der eigenen oder einer als perfekt verkl\u00e4rten Kindheit gro\u00df. Unter dem Begriff \u201eKidulting\u201c \u2013 einem Kofferwort aus \u201ekid\u201c (Kind) und \u201eadult\u201c (Erwachsener) \u2013 entwickelt sich ein moderner Trend. Schon in den 1960er-Jahren bezeichnete man Erwachsene, die bewusst kindliche Hobbys, Vorlieben oder Verhaltensweisen pflegten, als \u201eKidults\u201c. Heute gilt das l\u00e4ngst nicht mehr als ungew\u00f6hnlich oder peinlich. F\u00fcr Unternehmen ist das ein lukratives Gesch\u00e4ft. Wir leben eben in einer Zeit zahlreicher Krisen und viele Menschen suchen nach einem Ausweg aus dem Alltag. Das Sammeln und Spielen mit Dingen aus Kindheit und Jugend wirkt f\u00fcr viele dabei wie eine Reise in eine andere Zeit \u2013 ein kleiner Moment des Eskapismus.<\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/1762034185_857_media.media.377d280a-d9b7-4bc1-b467-ba55647067f0.original1024.media.jpeg\"\/>     Eine Diddl-Postkarte mit einem Autogramm des Diddl-Erfinders Thomas Goletz.    Foto: Ferdinando Iannone    <\/p>\n<p>Jasmin zeigt den Tisch mit den unterschiedlichsten Diddl-Bl\u00f6cken in vielen Farben und Gr\u00f6\u00dfen. Manche haben Glitzerbl\u00e4tter, andere sind in Gold gehalten oder duften nach Fr\u00fcchten. In den 90ern wurde das Sammeln und Tauschen auf dem Schulhof zu einem eigenen Spiel. Diddl-Bl\u00e4tter bewahrte man in Ordnern auf \u2013 fast so sorgf\u00e4ltig wie seltene M\u00fcnzen oder Briefmarken. Manche Sammler haben nie aufgeh\u00f6rt und ihre Sch\u00e4tze jahrzehntelang aufbewahrt. \u201eBl\u00e4tter mit besonderen Mustern oder Goldverzierungen erzielen pro Seite zwischen drei und f\u00fcnf Euro\u201c, erkl\u00e4rt Jasmin.<\/p>\n<p> Flohm\u00e4rkte, Tauschen und die Jagd nach Rarit\u00e4ten <\/p>\n<p>Besonders begehrt sind originale Diddl-Bl\u00f6cke aus den 1990er-Jahren. Ihr Wert steigt mit Alter und Erhaltungszustand. Ein unbenutzter Block aus der ersten Serie kann heute bis zu 500 Euro erzielen, und auch limitierte Glitzer- oder D\u2019Oro-Editionen werden zu hohen Preisen gehandelt.<\/p>\n<p>Auch Betty hat bereits mehrere hundert Euro f\u00fcr Diddl-Produkte ausgegeben. \u201eMein teuerster Kauf war eine 1,20 Meter hohe Diddl-Maus f\u00fcr 700 Euro\u201c, erz\u00e4hlt die Berlinerin. Die Maus hat einen festen Platz auf ihrer Couch und eine eigens f\u00fcr sie geh\u00e4kelte Decke. Wie fast alle anwesenden Diddl-Fans ist sie oft auf Flohm\u00e4rkten unterwegs. \u201eEs ist ein Gl\u00fccksfall, wenn Leute ihre gesamte Diddl-Sammlung loswerden wollen und gar nicht wissen, auf welchem Schatz sie sitzen\u201c, sagt Betty.<\/p>\n<p> Nichts, was es nicht gibt <\/p>\n<p>Auch ihre Schwester Kati teilt die Faszination f\u00fcr Nostalgie. Die 25-J\u00e4hrige sammelt neben Briefpapier auch Spiele mit der Maus: Kniffel-Bl\u00e4tter, Kartenspiele, Bilderbingo, Das gro\u00dfe K\u00e4sekuchenlandspiel, Puzzles, Memo \u2013 es gibt kaum etwas, das es nicht gibt.<\/p>\n<p>Wird es ein weiteres Tauschevent geben? Jasmin Einhauser ist sich ziemlich sicher. Schlie\u00dflich hat sie noch einen lebensgro\u00dfen Diddl-Pappaufsteller und Diddl-Tischdecken bestellt, die aber leider nicht rechtzeitig geliefert wurden. \u201eHat hier jemand einen Zettel f\u00fcr die Pizza-Bestellung?\u201c, ruft sie pl\u00f6tzlich durch den Saal. Aufgeregt wird gesucht, bis man sich auf ein d\u00fcnnes A3-Blatt einigt \u2013 einen Diddl-Block kritzelt hier schlie\u00dflich niemand mit Margherita oder Pizza Hawaii voll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Was gibt es von Diddl nicht? \u201eDas ist eine gute Frage, ich \u00fcberlege mal\u201c, sagt Jasmin Einhauser und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":543207,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1830],"tags":[1634,3364,29,132622,4115,25727,30,132623,24297,72510,82798,1441,117567,5329],"class_list":{"0":"post-543785","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-stuttgart","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-diddl","12":"tag-event","13":"tag-gemeinschaft","14":"tag-germany","15":"tag-kuscheltiere","16":"tag-maus","17":"tag-nostalgie","18":"tag-stadtteilhaus","19":"tag-stuttgart","20":"tag-tauschen","21":"tag-video"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115476679581596250","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/543785","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=543785"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/543785\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/543207"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=543785"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=543785"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=543785"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}