{"id":54380,"date":"2025-04-23T09:33:08","date_gmt":"2025-04-23T09:33:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/54380\/"},"modified":"2025-04-23T09:33:08","modified_gmt":"2025-04-23T09:33:08","slug":"abgaben-werden-ungebremst-steigen-oekonomen-erwarten-mehr-als-50-prozent-sozialbeitraege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/54380\/","title":{"rendered":"\u201eAbgaben werden ungebremst steigen\u201c \u2013 \u00d6konomen erwarten mehr als 50 Prozent Sozialbeitr\u00e4ge"},"content":{"rendered":"<p>255 Euro m\u00fcssen Durchschnittsverdiener in diesem Jahr bereits mehr f\u00fcr ihre Krankenkasse bezahlen. \u00d6konomen erwarten, dass sich die Beitragsspirale unter Schwarz-Rot in den kommenden Jahren ohne Reformen noch weiter dreht \u2013 mit gravierenden Folgen f\u00fcr die Sozialbeitr\u00e4ge.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die Sozialbeitr\u00e4ge in Deutschland k\u00f6nnten nach \u00fcbereinstimmender Erwartung von Experten bereits im kommenden Jahr erneut sp\u00fcrbar steigen. \u201eIch erwarte, dass die Krankenkassenbeitr\u00e4ge ohne Reformen in den kommenden zwei Jahren jeweils um rund 0,2 Beitragssatzpunkte steigen\u201c, sagt der Essener Gesundheits\u00f6konom J\u00fcrgen Wasem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.<\/p>\n<p>Bereits zum Jahreswechsel musste ein Durchschnittsverdiener laut dem Berliner Forschungsinstitut IGES \u201eeinen sprunghaften Anstieg der Beitragsbelastung\u201c verkraften. In diesem Jahr seien dann im Schnitt 255 Euro mehr f\u00fcr die Krankenkasse zu zahlen. Der Zusatzbeitrag zum allgemeinen Satz von 14,6 Prozent war Anfang 2025 auf im Schnitt 2,9 Prozent gestiegen. \u201eOhne weitere Ma\u00dfnahmen werden diese Belastungen zunehmen\u201c, sagt IGES-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Martin Albrecht.<\/p>\n<p>Innerhalb der kommenden zehn Jahre erwartet IGES einen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article255930624\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article255930624&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anstieg der Belastung<\/a> durch die gesamten Beitr\u00e4ge der einzelnen Sozialversicherungen von gut 42 auf 49 Prozent \u2013 je nach genauer Entwicklung werde der Wert dann zwischen 46 und 53 Prozent liegen.<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, sagt der Deutschen Presse-Agentur: \u201eDer Koalitionsvertrag versch\u00e4rft das Problem: Anstelle von Vorschl\u00e4gen zu einer Begrenzung des k\u00fcnftigen Beitragsanstiegs gibt es hier teure Versprechungen wie beispielsweise ein stabiles Rentenniveau und eine ausgeweitete M\u00fctterrente.\u201c<\/p>\n<p>Auch der Mannheimer \u00d6konom Nicolas Ziebarth erwartet keine \u201estrukturellen Reformen\u201c zur Senkung des wachsenden Kostendrucks in den Sozialversicherungen. \u201eDie Sozialabgaben werden also ungebremst steigen\u201c, sagt der Wissenschaftler am Zentrum f\u00fcr europ\u00e4ische Wirtschaftsforschung (ZEW). \u201eDie steigenden Sozialbeitr\u00e4ge sind heute eine der dr\u00e4ngendsten Herausforderungen f\u00fcr die deutsche Wirtschaft.\u201c<\/p>\n<p>Abgaben behindern Konjunkturerholung<\/p>\n<p>Die Abgabenbelastung gilt als eins der vordringlichen Hemmnisse f\u00fcr ein st\u00e4rkeres Anspringen der Konjunktur in Deutschland. \u201eDie Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir das dritte Jahr hintereinander eine Rezession mit schrumpfender Wirtschaftsleistung erleben\u201c, sagt Fratzscher.<\/p>\n<p>Die Z\u00f6lle von US-Pr\u00e4sident Donald Trump und die Folgen des russischen Kriegs in der Ukraine <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article255968922\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article255968922&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">versch\u00e4rften die Lage<\/a>. \u201eWir br\u00e4uchten aber auch wieder mehr privaten Konsum in Deutschland\u201c, sagt Fratzscher. \u201eHohe Sozialabgaben wirken hier deutlich d\u00e4mpfend\u201c, so der DIW-Chef. \u201eWenn die Menschen in Deutschland nicht wieder mehr ausgeben, wird nachhaltige konjunkturelle Erholung kaum gelingen.\u201c<\/p>\n<p>Auch das arbeitgebernahe <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/article255969146\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/article255969146&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Institut der deutschen Wirtschaft<\/a> (IW) zeigt sich besorgt \u00fcber die Ank\u00fcndigungen von CDU\/CSU und SPD. \u201eReformen werden verschoben, weil sich die Koalitionspartner nicht einigen k\u00f6nnen\u201c, kritisiert IW-Steuer- und Sozialexperte Jochen Pimpertz. Stattdessen bringe die neue Koalition viele Kommissionen auf den Weg \u2013 etwa f\u00fcr die Zukunft der Kranken- und der Pflegeversicherung.<\/p>\n<p>\u201eDen Kommissionen, die Reformen f\u00fcr die Koalition vorschlagen sollen, fehlt ein klarer Auftrag\u201c, sagt Pimpertz der dpa. \u201eUnd sie kommen zu sp\u00e4t.\u201c So sollten Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Krankenversicherung erst 2027 vorliegen. Aus Sicht von Pimpertz reicht das nicht: \u201eDiese werden eher im n\u00e4chsten Bundestagswahlkampf zerredet, als dass sie umgesetzt werden.\u201c<\/p>\n<p>dpa\/saha<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"255 Euro m\u00fcssen Durchschnittsverdiener in diesem Jahr bereits mehr f\u00fcr ihre Krankenkasse bezahlen. \u00d6konomen erwarten, dass sich die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":54381,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[25667,13,1188,4135,14,15,110,25669,379,12,25668,2149,45,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-54380","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-fratzscher","9":"tag-headlines","10":"tag-krankenversicherung","11":"tag-marcel","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-newsteam","15":"tag-oekonomen","16":"tag-rente","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-sozialabgaben","19":"tag-steuern","20":"tag-texttospeech","21":"tag-top-news","22":"tag-top-meldungen","23":"tag-topmeldungen","24":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114386593661440178","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54380","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=54380"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54380\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/54381"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=54380"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=54380"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=54380"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}