{"id":544038,"date":"2025-11-02T00:21:15","date_gmt":"2025-11-02T00:21:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/544038\/"},"modified":"2025-11-02T00:21:15","modified_gmt":"2025-11-02T00:21:15","slug":"bioblitz-erfolgreich-eingeschlagen-lokalklick-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/544038\/","title":{"rendered":"Bioblitz erfolgreich eingeschlagen &#8211; LokalKlick.eu"},"content":{"rendered":"<p>            <a href=\"https:\/\/lokalklick.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/BN_Distelfalter_Mareike-Luft.jpeg\" data-caption=\"Der Distelfalter \u2013\u00a0Das Insekt mit den Augen von Mareike Luft (Foto:\u00a0Mareike Luft \/ Uni Bonn)\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"696\" height=\"402\" class=\"entry-thumb td-modal-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/BN_Distelfalter_Mareike-Luft-696x402.jpeg\"   alt=\"\" title=\"BN_Distelfalter_Mareike-Luft\"\/><\/a>Der Distelfalter \u2013\u00a0Das Insekt mit den Augen von Mareike Luft (Foto:\u00a0Mareike Luft \/ Uni Bonn)<br \/>\n            Anzeige<a href=\"https:\/\/www.rugana.de\/de\/Mecklenburg-Vorpommern\/Insel.Ruegen\/D41\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/FeWo-Dranske-2-1456.jpg\"\/><\/a><\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Bonn. <\/strong>Wie viele und welche wildlebenden Pflanzen und Tiere in den Botanischen G\u00e4rten der Uni Bonn leben, ist eine Frage, deren Antwort immer wieder neu erhoben werden muss. Um das immer besser und realistischer zu erfassen, half der Bioblitz, eine Aktion des Verbandes der Botanischen G\u00e4rten in Deutschland. Binnen einer Woche haben allein in Bonn \u00fcber 100 Menschen mit der App iNaturalist 6800 Beobachtungen dokumentiert. Viele Neufunde konnten erstmalig dokumentiert werden.\u00a0<\/p>\n<p>\u201eJetzt sind uns mit \u00fcber 1400 Arten mehr als doppelt so viele Arten in unseren Botanischen G\u00e4rtenbekannt als vor der Bioblitz-Woche\u201c, erkl\u00e4rt die Wissenschaftliche Leiterin der Botanischen G\u00e4rten, Dr. Cornelia L\u00f6hne.<\/p>\n<p>Zum Beispiel wurden auf diese Weise bisher insgesamt 179 K\u00e4ferarten, 181 Falterarten und 61 Bienenarten gez\u00e4hlt, auch 14 verschiedene Libellenarten gibt es in den G\u00e4rten \u2013 und ein junger Uhu lie\u00df sich in der Bioblitz-Woche beobachten. Mit 6.800 Beobachtungen belegt die Bonner BioBlitz-Aktion bundesweit unter 38 Botanischen G\u00e4rten den dritten Platz. Insgesamt wurden in der BioBlitz-Woche 52.000 Beobachtungen in allen beteiligten G\u00e4rten in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz gez\u00e4hlt.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Hornklee-Grasfl\u00fcgler<\/strong><\/p>\n<p>Das sch\u00f6nste Foto hat dem Urteil der Jury des Verbandes der Botanischen G\u00e4rten zufolge der Bonner Biologie-Student Hannes Dahm in den bundesweiten Wettbewerb eingereicht. Sein Portr\u00e4t eines Hornklee-Glasfl\u00fcglers (lat.: Bembecia ichneumoniformis) zeigt diesen Schmetterling, der sich als Wespe tarnt, um sich vor Fressfeinden zu sch\u00fctzen. Auf der iNaturalist-Webseite wird dieses Sieger-Foto und die komplette Beobachtung dieses Insekts mit weiteren Fotos vorgestellt. Inzwischen ist Student Dahm Studentische Hilfskraft in den G\u00e4rten. Als Student hatte er die App durch seine Dozentin kennen gelernt. Dr. Cornelia L\u00f6hne, Wissenschaftliche Leiterin der Botanischen G\u00e4rten der Uni Bonn, setzt die App regelm\u00e4\u00dfig in Lehrveranstaltungen beim Bestimmen von Tieren und Pflanzen ein.<\/p>\n<p>Link zu iNaturalist: <a href=\"https:\/\/www.inaturalist.org\/observations\/290867573\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">https:\/\/www.inaturalist.org\/observations\/290867573<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Rindenk\u00e4fer<\/strong><\/p>\n<p>Zu den bemerkenswerten Highlights der diesj\u00e4hrigen Bioblitz-Kampagne z\u00e4hlt auch die Beobachtung des Pycnomerus terebrans, eines drei bis vier Millimeter gro\u00dfen Rindenk\u00e4fers. Er bevorzugt morsches Holz. Seit vielen Jahren wird Totholz in den G\u00e4rten nicht mehr komplett abger\u00e4umt. Der von Biologie-Student Johannes Sander entdeckte Rindenk\u00e4fer ist sehr selten und gilt in Deutschland als gef\u00e4hrdet, weil kaum noch B\u00e4ume ungest\u00f6rt absterben k\u00f6nnen. Die Dokumentation des Rindenk\u00e4fers zeigt, wie wertvoll das Biotop rund um das Poppelsdorfer Schloss ist. Weltweit wurde diese Art bisher nur 52 mal in iNaturalist beobachtet. L\u00f6hne: \u201eWir sind sehr gl\u00fccklich \u00fcber diese Beobachtung. Sie zeigt, dass unsere Strategie aufgeht, Mikrohabitate zu schaffen und die Artenvielfalt zu f\u00f6rdern.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.inaturalist.org\/observations\/291734405\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">https:\/\/www.inaturalist.org\/observations\/291734405<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Gro\u00dfe Kegelbiene<\/strong><\/p>\n<p>Die Gro\u00dfe Kegelbiene (lat. Coelioxys conoideus) ist beispielsweise der sensationelle Wiederfund einer in NRW ausgestorbenen Art. Dr. Antonia Mayr, Juniorprofessorin an der Uni Bonn f\u00fcr Tier-Pflanze-Interaktion, ist Wildbienen-Expertin und hat diese als \u201eKuckucksbiene\u201c bekannte Art beobachtet. Sie legt ihre Eier in die Nester der Blattschneiderbienen, lat.: Megachile lagopoda und Megachile maritima. Die stark gef\u00e4hrdete Art galt in NRW seit 1959 als ausgestorben. Insgesamt wurden \u00fcber 60 Bienenarten w\u00e4hrend des Bioblitzes in den Botanischen G\u00e4rten in Bonn gefunden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.inaturalist.org\/observations\/290270934\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">https:\/\/www.inaturalist.org\/observations\/290270934<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Distelfalter<\/strong><\/p>\n<p>Das sch\u00f6nste Bonner Foto hat eine uni-interne Jury aus den \u00fcberw\u00e4ltigend vielen Beobachtungen herausgesucht. Nach Sichten und Klassifizieren von \u00fcber sechs tausend Bildern stand dann fest, dass Mareike Luft mit ihrem Bild eines Distelfalters den Bonner Bioblitz-Foto-Wettbewerb gewonnen hat. Der Jury zufolge hat sie den gut getarnten Schmetterling in seiner Umgebung perfekt abgelichtet: der erste Farbtupfer ist gar nicht der Falter, sondern die Bl\u00fcte, die ihn anlockt. In einem Bild zeigt die Kunstgeschichte-Studentin zugleich sowohl die Tarnung als auch die Bl\u00fcte. Der gew\u00e4hlte \u201eFokus auf dem Auge und dem filigranen Saugr\u00fcssel und das Spiel mit der Unsch\u00e4rfe der Gr\u00e4ser\u201c zeichneten dieses sehr gelungene Bild aus, sagt die Jury, zu der Uschi Str\u00e4ter, Fotografin und Mitglied im Freundeskreis Botanische G\u00e4rten e.V., der Bildredakteur im Dezernat Hochschulkommunikation, Gregor H\u00fcbl, sowie Dr. Cornelia L\u00f6hne, Wissenschaftliche Leiterin der Botanischen G\u00e4rten geh\u00f6rten. Die Preistr\u00e4gerin \u00fcber sich selbst: \u201cIch studiere Kunstgeschichte und Englisch und fotografiere gern in der Natur. Als ich vom Bioblitz h\u00f6rte, wusste ich sofort, dass ich teilnehme. Mir ist wichtig, die Tiere in Szene zu setzen, anstatt sie nur abzubilden.\u201d<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.inaturalist.org\/observations\/290137835\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">https:\/\/www.inaturalist.org\/observations\/290137835<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Sch\u00f6nes Muschelsch\u00fcppchen<\/strong><\/p>\n<p>Eine Flechte, das Sch\u00f6ne Muschelsch\u00fcppchen, lat.: Normandina pulchella, ist ein gro\u00dfartiger Indikator f\u00fcr saubere Luft. Das kleine, bis zu zwei Millimeter gro\u00dfe muschelf\u00f6rmige Sch\u00fcppchen bevorzugt Lebermoose auf der Borke von Laubb\u00e4umen und wurde auf einer Magnolia kobus fotografiert. Normandina pulchella ist zwar weltweit verbreitet, aber empfindlich gegen\u00fcber sauren Schwefelverbindungen. Im Zuge der Industrialisierung ist sie wie viele Flechten sehr stark zur\u00fcckgegangen und galt als gef\u00e4hrdet. Seitdem Ma\u00dfnahmen zur Schadstofffilterung greifen und die Luft sauberer wird, kann man sie wieder in Deutschland, auch innerhalb von St\u00e4dten, antreffen. Diese Beobachtung in den Botanischen G\u00e4rten der Uni Bonn ist die einzige im gesamten Bioblitz-Bestand aller drei Teilnehmerl\u00e4nder.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.inaturalist.org\/observations\/290678420\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">https:\/\/www.inaturalist.org\/observations\/290678420<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen:<\/strong><\/p>\n<p>Webseite der Botanischen G\u00e4rten zum Bioblitz:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.botgart.uni-bonn.de\/bioblitz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">https:\/\/www.botgart.uni-bonn.de\/bioblitz<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00dcbersichtseite in iNaturalist zum bundesweiten Bioblitz in Botanischen G\u00e4rten: <a href=\"https:\/\/www.inaturalist.org\/projects\/bioblitz-botanische-garten-2025\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">https:\/\/www.inaturalist.org\/projects\/bioblitz-botanische-garten-2025<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00dcbersichtsseite in iNaturalist zu allen bisher in den Botanischen G\u00e4rten der Uni Bonn dokumentierten Tieren und Pilzen:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.inaturalist.org\/projects\/tiere-und-pilze-in-den-botanischen-gaerten-der-universitaet-bonn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">https:\/\/www.inaturalist.org\/projects\/tiere-und-pilze-in-den-botanischen-gaerten-der-universitaet-bonn<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Distelfalter \u2013\u00a0Das Insekt mit den Augen von Mareike Luft (Foto:\u00a0Mareike Luft \/ Uni Bonn) Anzeige Bonn. 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