{"id":545085,"date":"2025-11-02T10:51:39","date_gmt":"2025-11-02T10:51:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/545085\/"},"modified":"2025-11-02T10:51:39","modified_gmt":"2025-11-02T10:51:39","slug":"angebotsmieten-in-berlin-mit-fast-16-euro-pro-quadratmeter-auf-allzeithoch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/545085\/","title":{"rendered":"Angebotsmieten in Berlin mit fast 16 Euro pro Quadratmeter auf Allzeithoch"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspCCnc tspCCnd\">Die Angebotsmieten in Berlin sind erneut deutlich gestiegen im Vergleich zum Vorjahr: Im Jahr 2024 lagen sie bei 15,74 Euro pro Quadratmeter und damit 1,75 Euro pro Quadratmeter<strong> <\/strong>beziehungsweise 12,5 Prozent<strong> <\/strong>h\u00f6her als 2023.<\/p>\n<p class=\"tspCCnc\">Das geht aus dem <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/berliner-wirtschaft\/fast-doppelt-so-teuer-kluft-zwischen-berliner-mieten-im-bestand-und-bei-neuvertragen-wird-immer-grosser-11346205.html?icid=in-text-link_13326370\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wohnungsmarktbericht der Investitionsbank Berlin (IBB)<\/a> f\u00fcr das Jahr 2024 vor, den die Bank am Freitag vorstellte. Die Angebotsmieten liegen damit auf dem h\u00f6chsten Wert seit Beginn der Auswertungen im Jahr 2012. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/abo.tagesspiegel.de\/tagesspiegel-app?icid=single-topic_13326370___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCKn0\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Die Tagesspiegel-App Aktuelle Nachrichten, Hintergr\u00fcnde und Analysen direkt auf Ihr Smartphone. Dazu die digitale Zeitung. Hier gratis herunterladen.  <\/a><\/p>\n<p class=\"tspCCnc\">\u201eWir sind mit unter acht Euro in den Bestandsmieten weit, weit, weit unter allen anderen Gro\u00dfst\u00e4dten\u201c, sagt der Vorstandsvorsitzende der IBB, Hinrich Holm. Die Mieten, die auf Online-Portalen inseriert werden, liegen in Berlin nun allerdings mehr als doppelt so hoch wie die Bestandsmieten. In den anderen deutschen Metropolen wird bei Wohnungsangeboten eher eineinhalbmal so viel wie bei Bestandsvertr\u00e4gen gefordert.<\/p>\n<p class=\"tspCCnc\">Holm schlussfolgert: \u201eEine Bewegung aus den Bestandswohnungen in neue Wohnungen werden wir nicht sehen und das ist eines der Spezifika, die Berlin hat.\u201c\u00a0Das werde auch noch eine Zeit so bleiben. \u201eDa wir eine Stadt sind, die wachsen will, ist das f\u00fcr uns eine Herausforderung.\u201c<\/p>\n<blockquote class=\"tspCJny\">\n<p>Selbst wenn wir jetzt verordnen w\u00fcrden, dass Mietpreise im Neubau ein bestimmtes Ma\u00df nicht \u00fcberschreiten d\u00fcrfen, dann w\u00fcrde niemand mehr bauen, weil er es aktuell nicht finanziert bekommen w\u00fcrde.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"tspCJnz\"><strong>Christian Gaebler (SPD)<\/strong>, Bausenator<\/p>\n<p class=\"tspCCnc\">2023 gab es wieder einen leichten Bev\u00f6lkerungszuwachs in Berlin: Mit 26.951 beziehungsweise 0,7 Prozent mehr Menschen mit Erstwohnsitz in Berlin hat die Entwicklung nach den Schwankungen der vergangenen Jahre wieder ein Niveau \u00e4hnlich wie vor der Pandemie erreicht. <\/p>\n<p class=\"tspCCnc\">Zu wenig Bewegung im Wohnungsmarkt, hohe Angebotsmieten, die die Menschen vom Umzug abhalten, dabei ein steigender Bedarf an Wohnungen: Deutet das auf ein Marktversagen hin? \u201eDas mit dem Marktversagen ist schon richtig\u201c, meint Christian Gaebler, SPD-Bausenator, weist aber auch auf die \u00e4u\u00dferen Rahmenbedingungen hin, die das Bauen erheblich verteuert haben: die Baukostensteigerungen und die Zinsentwicklungen. <\/p>\n<p class=\"tspCCnc\">\u201eSelbst wenn wir jetzt verordnen w\u00fcrden, dass Mietpreise im Neubau ein bestimmtes Ma\u00df nicht \u00fcberschreiten d\u00fcrfen, dann w\u00fcrde niemand mehr bauen, weil er es aktuell nicht finanziert bekommen w\u00fcrde\u201c, sagte Gaebler. <\/p>\n<p class=\"tspCCnc\">Trotzdem gilt f\u00fcr ihn: \u201eWichtig ist, dass die Zahl der Wohnungen insgesamt steigt. Wir m\u00fcssen alle Hebel in Bewegung setzen, um das realisieren zu k\u00f6nnen.\u201c Die Subvention des Bauens \u00fcber die F\u00f6rderung f\u00fcr den sozialen Wohnungsbau sei aktuell ein \u201etreibender Faktor, dass \u00fcberhaupt noch gebaut wird.\u201c<\/p>\n<p> Gaebler hofft auf Verl\u00e4ngerung der Mietpreisbremse <\/p>\n<p class=\"tspCCnc\">Solange der Wohnungsmarkt nicht im Gleichgewicht sei, brauche es au\u00dferdem guten Mieterschutz, forderte Gaebler \u2013 unter anderem in Form der Verl\u00e4ngerung der Mietpreisbremse, die allerdings auf Bundesebene beschlossen werden m\u00fcsste. <\/p>\n<p class=\"tspCCnc\">Ist eine Verl\u00e4ngerung unter einer unionsgef\u00fchrten Bundesregierung realistisch? \u201eIch glaube, es ist inzwischen in weiten Teilen des Bundesgebietes angekommen, dass Mieten nicht beliebig steigen d\u00fcrfen und dass man dort ein Regulativ braucht\u201c, meint der Senator. Betroffen seien auch St\u00e4dte in CDU-gef\u00fchrten Bundesl\u00e4ndern: \u201eInsofern glaube ich, dass CDU und SPD sich in dieser Frage eher einigen k\u00f6nnen, als es mit einer etwas marktradikalisierten FDP der Fall war.\u201c<\/p>\n<p class=\"tspCCnc\">In den Jahren 2023 und 2024 sind die Angebotsmieten insgesamt st\u00e4rker angestiegen als im Zeitraum von 2015 bis 2022. Damals legte die mittlere Angebotsmiete im gesamten Zeitraum um lediglich 3,04 Euro pro Quadratmeter zu, in den Jahren 2023 und 2024 waren es insgesamt 4,20 Euro pro Quadratmeter.<\/p>\n<p>118<\/p>\n<p><strong>Prozent <\/strong>\u00fcber dem Mietspiegel liegen in Berlin die Angebotsmieten.<\/p>\n<p class=\"tspCCnc\">Die Angebotsmieten in der Innenstadt betrugen 20 Euro pro Quadratmeter und mehr. In den Au\u00dfenbezirken stieg die Angebotsmiete auf 12,94 Euro pro Quadratmeter. Die Anzahl der Inserate auf Onlineportalen nahm im Jahr 2024 um 32,8 Prozent zu, auf etwa 31.852 Inserate. <\/p>\n<p> Mieterverein fordert besseren Schutz von g\u00fcnstigem Wohnraum <\/p>\n<p class=\"tspCCnc\">Der IBB-Wohnungsmarktbericht zeige eindr\u00fccklich, \u201edass Berlin den sozialen Kipppunkt bereits \u00fcberschritten hat\u201c, kommentiert der Berliner Mieterverein. \u00dcber 100.000 Menschen seien in den vergangenen zehn Jahren an den Stadtrand gezogen, viele davon seien aus der Innenstadt verdr\u00e4ngt worden. \u201eDer Berliner Senat ist gut beraten, nicht nur auf die Neubau-Karte zu setzen, sondern dem Schutz noch preisg\u00fcnstiger Wohnungen ebenso gro\u00dfe Priorit\u00e4t einzur\u00e4umen\u201c, forderte Wibke Werner, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Mietervereins. \u201eSo schnell kann gar nicht gebaut werden, wie t\u00e4glich g\u00fcnstige Wohnungen vom Markt verschwinden.\u201c <\/p>\n<p class=\"tspCCnc\">F\u00fcr Haushalte mit geringeren Einkommen w\u00fcrden die hohen Angebotsmieten faktisch einen Umzugsstopp bedeuten, ein Wohnungswechsel sei kaum noch m\u00f6glich. Der Berliner Mieterverein fordert daher ein umfassendes wohnungspolitisches Ma\u00dfnahmenpaket, mit bezahlbarem Wohnungsneubau ebenso wie einer effektiven Mietenregulierung, sowie ein umfassendes Sozialprogramm zur besseren Wohnraumverteilung.<\/p>\n<p class=\"tspCCnc\">Deutlich zugenommen haben die Angebote von Eigentumswohnungen: Die Zahl der Inserate stieg um 3242 Inserate auf 28.841 an. Dabei sanken die Angebotskaufpreise f\u00fcr Eigentumswohnungen im Jahr 2024 leicht, n\u00e4mlich um ein Prozent. Der Quadratmeter kostete nun 5690 Euro. <\/p>\n<p class=\"tspCCnc\">Allerdings sanken die Angebotspreise im Neubau deutlich, n\u00e4mlich auf 7700 Euro pro Quadratmeter, und blieben im Bestand mit 5338 Euro pro Quadratmeter stabil.<\/p>\n<p> Weniger Baugenehmigungen und Fertigstellungen <\/p>\n<p class=\"tspCCnc\">Sowohl die Anzahl der Baufertigstellungen als auch die Anzahl der Baugenehmigungen haben im Jahr 2023 abgenommen: W\u00e4hrend im Jahr 2022 noch 16.968 Wohnungen genehmigt wurden, wurden 2023 nur Genehmigungen f\u00fcr 15.902 Wohnungen erteilt. Die Zahl der Fertigstellungen fiel im Jahr 2023 auf 15.965 und lag damit 7,8 Prozent niedriger als im Vorjahr. <\/p>\n<p class=\"tspCCnc\">Auch der <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/kritik-des-mietervereins-berlin-baut-zu-wenig-sozialwohnungen-11699537.html?icid=in-text-link_13326370\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bestand an Sozialwohnungen<\/a> hat weiter abgenommen, da etliche <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/krisengipfel-gegen-verdrangung-mehr-als-50000-berliner-wohnungen-verlieren-sozialbindung-11361181.html?icid=in-text-link_13326370\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wohnungen aus der Sozialbindung<\/a> gefallen sind. 2023 gab es noch 114.140 mietpreis- und belegungsgebundene Wohnungen. 2024 hat die IBB F\u00f6rderungen f\u00fcr 5188 zu bauende Sozialwohnungen genehmigt, was einen Rekordwert darstellt. Der Wert \u00fcberschreitet auch erstmals das Ziel der Koalition, j\u00e4hrlich die F\u00f6rderung von 5000 Wohnungen zu genehmigen. Das F\u00f6rdervolumen umfasst mehr als 1,3 Milliarden Euro. <\/p>\n<p> Mehr zur Berliner Wohnungskrise:  <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/berliner-wirtschaft\/raus-aus-dem-mangel-rein-in-den-leerstand-teurer-neubau-wird-die-berliner-wohnungskrise-nicht-beenden-13279570.html?icid=topic-list_13326370___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCKn0\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Raus aus dem Mangel, rein in den Leerstand? Teurer Neubau wird die Berliner Wohnungskrise nicht beenden <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/860-euro-kalt-pro-quadratmeter-mieten-steigen-auch-bei-landeseigenen-und-genossenschaften-13278568.html?icid=topic-list_13326370___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCKn0\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">8,60 Euro kalt pro Quadratmeter Berliner Mieten steigen, Baugenehmigungen brechen ein  <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/berliner-wirtschaft\/fruhjahrsgutachten-der-immobilienweisen-bedarf-und-bautatigkeit-klaffen-in-berlin-auseinander-13182802.html?icid=topic-list_13326370___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCKn0\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gutachten der \u201eImmobilienweisen\u201c In Berlin wird nur halb so viel gebaut, wie gebaut werden m\u00fcsste <\/a><\/p>\n<p class=\"tspCCnc\">Die <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/bezirke\/berliner-projekt-gegen-eigenbedarf-diese-kundigungen-sturzen-uns-in-existenzielle-not-13155844.html?icid=in-text-link_13326370\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Aufteilungen von Mehrfamilienh\u00e4usern in Wohneigentum<\/a> nahm im Jahr 2023 deutlich ab: Mit 4487 war es der niedrigste Wert der letzten zehn Jahre. 2022 wurden noch 12.636 Wohnungen mehr in Eigentum aufgeteilt. <\/p>\n<p class=\"tspCCnc\">Erstmals seit 2014 wurden au\u00dferdem mehr bereits aufgeteilte Wohnungen verkauft, n\u00e4mlich 8156, als neue Aufteilungen genehmigt wurden. Laut IBB zeigen die niedrigen Zahlen bei neuen Aufteilungen die Wirksamkeit der stadtweiten Genehmigungspflicht f\u00fcr Aufteilungen, die seit 2021 gilt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Angebotsmieten in Berlin sind erneut deutlich gestiegen im Vergleich zum Vorjahr: Im Jahr 2024 lagen sie bei&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":545086,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,31,29,30,5336,7134,18888,1940,2190,1938,184,1463,12385,2192,2189,18250],"class_list":{"0":"post-545085","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-cdu","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-immobilienpreise","16":"tag-mieten","17":"tag-mieten-in-berlin","18":"tag-nachrichten-aus-berlin","19":"tag-neubau","20":"tag-news-aus-berlin","21":"tag-spd","22":"tag-wohnen","23":"tag-wohnen-in-berlin","24":"tag-wohnungsbau","25":"tag-wohnungsbaupolitik","26":"tag-wohnungswirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115479726522355688","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/545085","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=545085"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/545085\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/545086"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=545085"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=545085"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=545085"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}