{"id":545113,"date":"2025-11-02T11:06:14","date_gmt":"2025-11-02T11:06:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/545113\/"},"modified":"2025-11-02T11:06:14","modified_gmt":"2025-11-02T11:06:14","slug":"meta-openai-google-die-grosse-angst-vor-der-ki-blase","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/545113\/","title":{"rendered":"Meta, OpenAI, Google: Die gro\u00dfe Angst vor der KI-Blase"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Geht es nach <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Mark Zuckerberg\" data-rtr-id=\"597884e21093e74c3ba20c4b5dbfe2375bfdf000\" data-rtr-score=\"119.54107973739562\" data-rtr-etype=\"person\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/mark-zuckerberg\" title=\"Mark Zuckerberg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mark Zuckerberg<\/a>, dann entsteht im l\u00e4ndlichen Louisiana gerade die Zukunft des Facebook-Konzerns Meta . Dort soll bald unter dem Namen \u201eHyperion\u201c ein Rechenzentrum gigantischen Ausma\u00dfes stehen, das f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) perspektivisch eine Leistung von f\u00fcnf Gigawatt erbringen soll. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren galten in Deutschland Rechenzentren mit einer Kapazit\u00e4t von zehn Megawatt noch als gro\u00df. Nun scheinen bald selbst brandneue 500-Megawatt-Campusse klein zu wirken. Auf die hauseigene Kurznachrichtenplattform Threads stellte Zuckerberg gar eine Grafik, auf der ein Entwurf des Rechenzentrums einen signifikanten Teil Manhattans einnahm.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Nicht nur Zuckerberg hat KI zur Schicksalsfrage f\u00fcr sein Unternehmen erkl\u00e4rt. Die Investmentbank Goldman Sachs geht davon aus, dass die f\u00fcnf gr\u00f6\u00dften amerikanischen Cloudanbieter 2025 und 2026 zusammen 736 Milliarden investieren werden, zu einem gro\u00dfen Teil in Rechenzentren. Morgan Stanley rechnet bis 2028 mit 2,9 Billionen <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Dollar\" data-rtr-id=\"7668b43bbce3f76f511d225b2312b57a9f4f122f\" data-rtr-score=\"129.04001211039582\" data-rtr-etype=\"keyword\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/thema\/dollar\" title=\"Dollar\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dollar<\/a> Kosten f\u00fcr die KI-Infrastruktur.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Der Betrieb und vor allem das Training K\u00fcnstlicher Intelligenz ben\u00f6tigt immer gr\u00f6\u00dfere Rechenkapazit\u00e4ten \u2013 und <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"OpenAI\" data-rtr-id=\"c2e4ab331f335b0e4151bd08da4edd5321d6203d\" data-rtr-score=\"213.1531646376442\" data-rtr-etype=\"organisation\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/openai\" title=\"OpenAI\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Open AI<\/a> , Microsoft , Google und Co. wollen im potentiellen Billionenmarkt KI auf keinen Fall den Anschluss verpassen. Mark Zuckerberg sagte vor einigen Monaten in einem Podcast, es sei zwar bedauerlich, sollte Meta am Ende ein paar Hundert Milliarden Dollar falsch ausgeben. Aber das Risiko, den Anschluss zu verpassen, sei h\u00f6her.<\/p>\n<p>Finanzierungsl\u00fccke von 1,5 Billionen Dollar<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Lange haben die Tech-Konzerne ihre Investitionen in die K\u00fcnstliche Intelligenz und ihre Infrastruktur selbst gestemmt. Doch das \u00e4ndert sich gerade. Denn die Investitionen wachsen nach den Berechnungen von <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Morgan Stanley\" data-rtr-id=\"fccc4b37405f7b59f09364d1bff875a8f9a8efa1\" data-rtr-score=\"41.65848683791191\" data-rtr-etype=\"organisation\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/thema\/morgan-stanley\" title=\"Morgan Stanley\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Morgan Stanley<\/a> schneller als der \u00dcberschuss an liquiden Mitteln. Die Investmentbank rechnet in den kommenden drei Jahren mit einer Finanzierungsl\u00fccke von 1,5 Billionen Dollar. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Bain m\u00fcssten KI-Unternehmen bis 2030 j\u00e4hrlich rund zwei Billionen Dollar Umsatz erzielen, um die notwendige Recheninfrastruktur zu finanzieren. Die Analysten rechnen jedoch mit einer L\u00fccke von etwa 800 Milliarden Dollar gegen\u00fcber diesem Ziel.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">F\u00fcr die traditionell fremdkapitalskeptische Tech-Branche bedeutet das einen Paradigmenwechsel: Sie verschulden sich, um im KI-Rennen dabeizubleiben. Das kann sehr klassisch aussehen. Der Softwarekonzern <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Oracle\" data-rtr-id=\"e3bf16e1931a0e40a6aab1211e1c01af64b06f77\" data-rtr-score=\"59.31544394161515\" data-rtr-etype=\"organisation\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/oracle\" title=\"Oracle\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Oracle<\/a> hat im September zur Finanzierung seiner KI-Cloud eine Anleihe \u00fcber 18 Milliarden Dollar begeben, die bis dato zweitgr\u00f6\u00dfte US-Anleihe-Emission des Jahres. Der Rechenzentrenbetreiber Vantage Data Centers hat sich zum Bau eines riesigen Rechenzentrums-Campus in Texas 22 Milliarden Dollar an Fremdkapital gesichert.<\/p>\n<p>Zehn Mitarbeiter, zehn Milliarden Dollar Schulden<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Aber nicht nur etablierte Milliardenkonzerne verschulden sich, sondern auch die zweite Reihe: Der hochdefizit\u00e4re KI-Clouddienstleister Core-Weave hat seit Anfang 2024 25 Milliarden Dollar eingesammelt \u2013 teils an den Aktienm\u00e4rkten, haupts\u00e4chlich aber \u00fcber Schulden. Als Sicherheiten dienen die KI-Chips des Unternehmens. Selbst das kleine britische KI-Cloud-Start-up Fluidstack , das im vergangenen Jahr gerade einmal zehn Mitarbeiter besch\u00e4ftigte, soll Medienberichten zufolge bis zu zehn Milliarden Dollar von der australischen Investmentbank Macquarie geliehen haben. Auch hier dienen KI-Chips als Sicherheit.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Derartig hohe Schulden lesen sich nicht besonders h\u00fcbsch in Bilanzen. Also werden die KI-Konzerne finanziell kreativ. Zunehmend nutzen sie sogenannte \u201eOff-Balance-Sheet\u201c-Finanzierungen \u2013 Konstruktionen, \u00fcber die Schulden oder Verm\u00f6genswerte nicht in der eigenen Bilanz erscheinen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Im Kontext der Rechenzentren funktioniert das beispielsweise so: Ein Projektentwickler oder Finanzinvestor gr\u00fcndet zusammen mit einem Techkonzern eine Projektgesellschaft (eine sogenannte Special Purpose En\u00adtity, kurz SPE) zum Bau des Rechenzentrums. Die Schulden f\u00fcr den Bau liegen in dieser Gesellschaft, zumindest wenn gewisse Kriterien erf\u00fcllt sind: Der Techkonzern darf etwa keine Entscheidungsgewalt \u00fcber die Gesch\u00e4ftspolitik haben, etwa weil diese als eine Art \u201eAutopilot\u201c fest vorgegeben ist. Er verpflichtet sich im Gegenzug f\u00fcr mehrere Jahre zur Miete des Rechenzentrums. Diese k\u00fcnftigen Mieteinnahmen werden dann beispielsweise in Anleihen (sogenannte forderungsbesicherte Wertpapiere) verpackt und an Investoren verkauft, die am KI-Boom teilhaben wollen. Manche Rechenzentren-Entwickler nutzen das eingenommene Geld durch die verbrieften Anleihen direkt wieder f\u00fcr die n\u00e4chste Runde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" height=\"846\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/3465cb62-b644-11f0-9992.jpg\" width=\"1283\" class=\"sm:w-content-sm w-full\" tabindex=\"0\"\/>nhe.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">F\u00fcr \u201eHyperion\u201c veranschlagt Meta zum Beispiel Kosten von 27 Milliarden Dollar. Das zahlt selbst ein finanzstarker, mit sprudelnden Gewinnen aus dem Werbegesch\u00e4ft ausgestatteter Konzern wie Meta nicht aus der Portokasse oder will es zumindest nicht, um die Bilanz zu schonen. Prinzipiell w\u00e4re auch ein klassischer Bankkredit m\u00f6glich, sogar zu g\u00fcnstigeren Konditionen, w\u00fcrde aber eben auch die Bilanz belasten.<\/p>\n<p>Digitale In\u00adfrastruktur-Verbriefungen im Trend<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Metas L\u00f6sung: ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Investmenthaus Blue Owl Capital , das 80 Prozent an dem Joint Venture mit Meta h\u00e4lt. Meta hat sich zu einer Miete f\u00fcr vier Jahre verpflichtet mit einer Option zur Verl\u00e4ngerung. Kommt es nicht zu einer Vertragsverl\u00e4ngerung, soll Meta eine begrenzte Ausgleichszahlung leisten. Ein guter Teil der Finanzierung erfolgt \u00fcber Anleihen, die durch die k\u00fcnftigen Mieteinnahmen besichert sind.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Das alles ist freilich vollkommen legal, Ratingagenturen halten die Konstruktionen grunds\u00e4tzlich auch f\u00fcr unbedenklich. Einnahmen aus Rechenzentren eigneten sich grunds\u00e4tzlich gut f\u00fcr forderungsbesicherte Wertpapiere, weil sie wegen der Bonit\u00e4t der Mieter und der Mietdauer gut vorhersagbar und modellierbar seien, hei\u00dft es auf Anfrage etwa von der Ratingagentur Scope. Die Bank of America geht davon aus, dass der Markt f\u00fcr digitale In\u00adfrastruktur-Verbriefungen von aktuell 79 Milliarden Dollar bis Ende 2026 auf 115 Milliarden Dollar anwachsen k\u00f6nnte \u2013 getrieben vor allem durch die Rechenzentren-Expansion.<\/p>\n<p>Die US-Wirtschaft h\u00e4ngt an den KI-Investitionen<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Nicht jeder blickt aber entspannt auf derartige Zahlen. Die \u201eepischen\u201c Ausgaben f\u00fcr KI-Rechenzentren \u2013 teils basierend auf buchhalterischen Tricks \u2013 w\u00fcrden so lange gut gehen, bis sie es nicht mehr t\u00e4ten, schrieb der Hedgefonds-Berater und Investor Paul Kedrosky schon im Juni auf seiner Website. Dann k\u00f6nne es ein \u201egro\u00dfes Chaos\u201c geben \u2013 schlie\u00dflich ist der US-Aktienmarkt genau wie die gesamte US-Wirtschaft stark abh\u00e4ngig von Techwerten.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Der Harvard-\u00d6konom Jason Furman hat ausgerechnet, dass 92 Prozent des amerikanischen Wirtschaftswachstums im ersten Halbjahr auf Investitionen in die IT-Infrastruktur zur\u00fcckzuf\u00fchren seien. Dabei d\u00fcrften vor allem die Infrastrukturausgaben f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz ein Treiber gewesen sein. Ohne die IT-Investitionen w\u00e4re das Bruttoinlandsprodukt der USA laut Furman im ersten Halbjahr nur um 0,1 Prozent gewachsen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Mit der Zeit vor der Finanzkrise 2008 durch die geplatzte Immobilienblase will Investor Kedrosky die aktuelle Lage nicht vergleichen \u2013 noch nicht. Damals war die Verbriefung riskanter Kredite in komplexe Wertpapiere eine Ursache f\u00fcr die Krise. Die Vorhersagen zur KI-Nutzung k\u00f6nnten sich zwar als korrekt herausstellen. \u201eAber wenn die Renditen nicht schnell genug erzielt werden, wird das geringe Eigenkapitalpolster der Gl\u00e4ubiger der Projektgesellschafter schnell aufgezehrt sein.\u201c<\/p>\n<p>Schieben sich die KI-Konzerne die Milliarden nur hin und her?<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Morgan Stanley geht davon aus, dass die 1,5-Billionen-Dollar-Finanzierungsl\u00fccke der KI-Infrastruktur durch einen Mix unterschiedlicher Kapitalquellen geschlossen wird: 200 Milliarden Dollar durch unbesicherte Anleihen von Tech-Unternehmen, 150 Milliarden Dollar durch Verbriefungsm\u00e4rkte, 800 Milliarden Dollar durch private Kreditvergabe durch spezielle Fonds au\u00dferhalb klassischer Banken und der Rest durch andere Kapitalquellen wie Staatsfonds, Private Equity oder Risikokapitalgeber.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Hinzu kommen Investitionen gro\u00dfer KI-Unternehmen in andere Mitglieder des \u00d6kosystems. Der ChatGPT-Entwickler Open AI ist das prominenteste Beispiel: Der Chipkonzern Nvidia will sich mit bis zu 100 Milliarden Dollar an Open AI beteiligen \u2013 eine Art verstecktes Konjunkturprogramm f\u00fcr die eigenen KI-Chips, in deren Anschaffung das Geld zur\u00fcckflie\u00dfen soll. Gleichzeitig hat Open AI mit Oracle einen Cloud-Deal \u00fcber zehn Jahre und 300 Milliarden Dollar abgeschlossen, was der Oracle-Aktie einen Kurssprung bescherte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/schneller-schlau\/der-ki-fehlt-die-infrastruktur-wo-stehen-die-meisten-supercomputer-19936335.html\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" height=\"1198\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/240902-schneller-schlau-ki.jpg\" width=\"3200\" class=\"sm:w-content-sm\"\/><\/a><strong class=\"meta1 pr-[10px]\">F.A.Z.-Serie Schneller Schlau<\/strong>Der KI fehlt die Infrastruktur<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Anders als <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Google Inc.\" data-rtr-id=\"8332411d77ebabd9f1a58398e912815e614fa829\" data-rtr-score=\"106.37771687169354\" data-rtr-etype=\"organisation\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/google\" title=\"Google Inc.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Google<\/a> oder Meta haben Open AI oder andere mit Investorengeldern vollgepumpte Start-ups wie Anthropic oder Elon Musks xAI aber kein lukratives Werbegesch\u00e4ft, sondern fahren hohe Verluste ein. Woher das Geld f\u00fcr Vereinbarungen wie die von Open AI irgendwann einmal kommen soll, ist zumindest aktuell noch nicht absehbar. Klar ist daf\u00fcr, wohin ein Teil des Open-AI-Geldes f\u00fcr Oracle flie\u00dft. F\u00fcr ein KI-Rechenzentrum in Texas will Oracle jedenfalls 40 Milliarden Dollar an Nvidia -Hochleistungschips kaufen.<\/p>\n<p>Gates vergleicht KI-Boom mit Dotcom-Blase<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Der KI-Infrastrukturboom erinnert manchen Beobachter an den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur in den Vereinigten Staaten Ende der Neunzigerjahre. Damals investierten Unternehmen wie Worldcom oder Global Crossing Milliarden in die Grundlagen f\u00fcr das sich rasant entwickelnde Internet. Streaming-Unternehmen wie Netflix w\u00fcrde es ohne diese Investitionen heute nicht geben. Doch ihren Erfolg haben die Konzerne nicht mehr miterlebt. Als die Dotcom-Blase platzte, brachen viele Anbieter zusammen, weil die Kreditgeber des teuren Ausbaus ihr Geld zur\u00fcckforderten. Worldcom ging als einer der gr\u00f6\u00dften Bilanzbetrugs- und Buchhaltungsskandale in die Geschichte ein.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Gerade erst hat Microsoft-Gr\u00fcnder Bill Gates den aktuellen KI-Boom mit der Dotcom-Blase verglichen. Damals h\u00e4tten einige Unternehmen Erfolg gehabt, viele Nachahmer seien aber zur\u00fcckgefallen und h\u00e4tten Kapital verbrannt. KI sei zwar die gr\u00f6\u00dfte technische Entwicklung, die er je erlebt habe. Aber eine Menge KI-Investitionen w\u00fcrden sich als Sackgasse herausstellen. \u00c4hnlich hat sich auch schon Amazon-Gr\u00fcnder Jeff Bezos ge\u00e4u\u00dfert. Selbst Open-AI-Chef Sam Altman hat vor zu hohen Erwartungen an die KI gewarnt, w\u00e4hnt sein Unternehmen aber freilich auf der Gewinnerseite.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Investitionen der Techkonzerne basieren auf zwei Pr\u00e4missen. Erstens: dass K\u00fcnstliche Intelligenz bahnbrechende Produktivit\u00e4tsfortschritte mit sich bringen wird und entsprechende Profite winken. An dieser Pr\u00e4misse gab es zuletzt aber immer wieder Zweifel. Eine Studie des Massachusetts Institute of Technology kam zuletzt zu dem Ergebnis, dass sich 95 Prozent der untersuchten KI-Projekte in Unternehmen finanziell nicht ausgezahlt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Ist gr\u00f6\u00dfer immer gleich besser?<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die zweite Pr\u00e4misse der Techkonzerne ist, dass immer mehr Rechenleistung auch immer bessere KI-Modelle hervorbringen wird. Auch an dieser Skalierungsannahme gibt es von durchaus prominenten Stimmen Kritik, etwa durch den bekannten Neurowissenschaftler Gary Marcus oder sogar Metas Chef-KI-Wissenschaftler Yann LeCun. \u201eDie Zukunft von KI wird nicht generative KI sein\u201c, sagte er zuletzt.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Anfang des Jahres vernichtete ein bis dato h\u00f6chstens in Fachkreisen bekannter chinesischer KI-Entwickler an nur einem Tag bis zu eine Billion Euro an B\u00f6rsenwert. Das Unternehmen Deepseek hatte ein KI-Modell entwickelt, das in Tests \u00e4hnlich gut abschnitt wie die des Marktf\u00fchrers und ChatGPT-Entwicklers Open AI \u2013 und dabei offenbar nur einen Bruchteil der Ressourcen im Training brauchte. An den M\u00e4rkten machte sich Panik breit, ob die Milliardeninvestitionen der Techkonzerne in Rechenzentren oder der Halbleiterkonzerne wie Nvidia in KI-Chips wom\u00f6glich \u00fcberfl\u00fcssig werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Risikofaktor Energieversorgung<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Ein weiterer Risikofaktor ist die Energieversorgung. Rechenzentren ben\u00f6tigen viel Strom und Wasser, die Branche l\u00e4uft in einen Energieengpass. In Irland haben die Beh\u00f6rden etwa Google schon verboten, ein neues Rechenzentrum zu errichten, weil der Konzern Sorgen um die Erhaltung der Energieversorgung nicht ausr\u00e4umen konnte. Die Regierung in Singapur, ein wichtiger Rechenzentrenmarkt, hat zwischenzeitlich in bestimmten Regionen sogar ein tempor\u00e4res Moratorium f\u00fcr den Bau neuer Rechenzen\u00adtren verh\u00e4ngt. Techkonzerne investieren daher links und rechts in kleine Atomreaktoren, die irgendwann einmal die Energieversorgung sichern sollen \u2013 wann und ob diese marktreif werden, ist aber noch unklar.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Technologieanalyst John Lovelock vom unabh\u00e4ngigen Beratungsunternehmen Gartner h\u00e4lt die These einer KI-Blase dennoch f\u00fcr \u00fcbertrieben. \u201eWir befinden uns in einer turbulenten, aber notwendigen \u00dcbergangsphase\u201c, sagt er. Diese werde gut ein Jahr anhalten. Das Erscheinen von <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"ChatGPT\" data-rtr-id=\"329056699d20c685f226e105b85d1d4bf4d3091f\" data-rtr-score=\"18.27936770986041\" data-rtr-etype=\"product\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/thema\/chatgpt\" title=\"ChatGPT\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ChatGPT<\/a> habe zun\u00e4chst einen Goldrausch ausgel\u00f6st, aus dem Tausende Anbieter von KI-Modellen und -Anwendungen hervorgegangen seien. Jetzt werde ausgesiebt, welche Anbieter tats\u00e4chlich n\u00fctzlich seien. \u201eWir gehen davon aus, dass in den kommenden Jahren nur noch zehn Prozent der aktuellen KI-Start-ups eigenst\u00e4ndig operieren werden\u201c, sagt Lovelock. Das hei\u00dfe aber nicht, dass der Rest scheitern werde \u2013 er rechnet mit einer gro\u00dfen Zukaufswelle.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Erwartungen an K\u00fcnstliche Intelligenz seien in Unternehmen zwar zuletzt gesunken, langfristig werde sich die Technologie aber durchsetzen, ist Lovelock \u00fcberzeugt. \u201eDie gro\u00dfen KI-Anbieter befinden sich in einem Rennen bis zum letzten Mann\u201c, sagt er. Am Ende w\u00fcrden sich wahrscheinlich nur zwei Anbieter gro\u00dfer KI-Modelle durchsetzen. Einen Kollaps der Verlierer dieses Rennens erwartet der Analyst aber nicht und verweist auf den Wettbewerb auf dem Cloudmarkt. \u201eIBM und Oracle haben auch mit gro\u00dfen Investitionen versucht, so gro\u00dfe Marktanteile wie Amazons Cloudsparte AWS zu erringen.\u201c Das habe nicht geklappt \u2013 geplatzt sei deswegen aber nichts.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Geht es nach Mark Zuckerberg, dann entsteht im l\u00e4ndlichen Louisiana gerade die Zukunft des Facebook-Konzerns Meta . 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