{"id":545121,"date":"2025-11-02T11:10:11","date_gmt":"2025-11-02T11:10:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/545121\/"},"modified":"2025-11-02T11:10:11","modified_gmt":"2025-11-02T11:10:11","slug":"bronzerausch-ausstellung-im-landesmuseum-halle-wird-neu-gestaltet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/545121\/","title":{"rendered":"&#8222;Bronzerausch&#8220;: Ausstellung im Landesmuseum Halle wird neu gestaltet"},"content":{"rendered":"<p class=\"text\">\nNach 17 Jahren wird im Landesmuseum f\u00fcr Vorgeschichte in Halle derzeit der Bereich &#8222;Bronzerausch&#8220; neu gestaltet. &#8222;Wir wissen heute weit mehr \u00fcber die Menschen, ihre Gesellschaft und ihre Netzwerke in dieser Zeit als noch vor 20 Jahren&#8220;, sagte Landesarch\u00e4ologe Harald Meller. Der Bereich behandelt die Zeit der sp\u00e4ten Jungsteinzeit bis zur Fr\u00fchbronzezeit vor etwa 4.800 bis 3.550 Jahren.\n<\/p>\n<p>&#8222;Bronzerausch&#8220; soll neue Erkenntnisse zeigen<\/p>\n<p class=\"text\">\nMeller erkl\u00e4rte, der neue &#8222;Bronzerausch&#8220; werde diesen enormen Erkenntnisfortschritt widerspiegeln und zeigen, wie eng Mitteldeutschland bereits damals mit ganz Europa verbunden gewesen sei.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nAuf 190 Quadratmetern wird der neu gestaltete Bereich ab dem 13. November in der Dauerausstellung des Landesmuseums zu sehen sein. Gezeigt werden Meller zufolge rund 850 Exponate und Exponatgruppen. Darunter sind auch zahlreiche arch\u00e4ologische Neufunde.\n<\/p>\n<p>Ringheiligtum P\u00f6mmelte und Grabh\u00fcgel Bornh\u00f6ck<\/p>\n<p class=\"text\">\nSpeziell die Forschungen rund um das Ringheiligtum P\u00f6mmelte im Salzlandkreis, die Ausgrabung der \u00dcberreste des wiederentdeckten monumentalen Grabh\u00fcgels Bornh\u00f6ck ab 2014 sowie zahlreiche neue Erkenntnisse zur sozialen Hierarchie der fr\u00fchbronzezeitlichen Aunjetitzer Kultur h\u00e4tten zu einer Neuausrichtung des gesamten Ausstellungsraums gef\u00fchrt, sagte Meller.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nF\u00fcr die Bronzezeit sei der Bornh\u00f6ck der gr\u00f6\u00dfte Grabh\u00fcgel Mitteleuropas. &#8222;Obwohl der gewaltige H\u00fcgel bereits im 19. Jahrhundert vollst\u00e4ndig abgetragen worden war, konnte die Untersuchung seiner \u00dcberreste wichtige neue Informationen erbringen, die jetzt in die Dauerausstellung des Landesmuseums einflie\u00dfen&#8220;, erkl\u00e4rte der Landesarch\u00e4ologe.\n<\/p>\n<p>Funde erstmals dauerhaft zu sehen<\/p>\n<p class=\"text\">\nFunde aus dem Ringheiligtum P\u00f6mmelte und der zugeh\u00f6rigen Siedlung \u2013 der gr\u00f6\u00dften bekannten Siedlung der Fr\u00fchbronzezeit in Mitteleuropa \u2013 sollen erstmals dauerhaft zu sehen sein. Gemeinsam mit Objekten aus Schiepzig im Saalekreis, wo Arch\u00e4ologen einen Rinderschlacht- und -verwertungsplatz entdeckt haben, geben sie Einblicke in die wirtschaftlichen und rituellen Grundlagen der Zeit. Die sp\u00e4te Jungsteinzeit vor 4.800 bis 4.200 Jahren wurde von Schnurkeramik- und Glockenbecherkultur gepr\u00e4gt. Beide Kulturen betonten individuelle Kriegerideale. Erste soziale Eliten entstanden.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nHerausragendes Exponat ist das Triptychon \u2013 also ein dreiteiliges Werk \u2013 der Familienbestattungen von Eulau im Burgenlandkreis, das ein \u00fcber 4.500 Jahre altes Gewaltereignis und gleichzeitig famili\u00e4re Verbundenheit dokumentiert. Die Ausstellung soll zeigen, wie aus den Bev\u00f6lkerungen der Schnurkeramik- und Glockenbecherkultur schlie\u00dflich die Aunjetitzer Kultur hervorging \u2013 eine Gesellschaft, die in Mitteldeutschland den \u00dcbergang in die Bronzezeit markierte.\n<\/p>\n<p>Bereich zur Himmelsscheibe wissenschaftlich erweitert<\/p>\n<p class=\"text\">\nBesucherinnen und Besucher soll auch Einblicke in die Entwicklung der bronzezeitlichen Metallurgie bekommen \u2013 von den ersten Metallarbeiten bis zur Sp\u00e4tbronzezeit. Daran schlie\u00dft sich der unver\u00e4nderte, aber nun wissenschaftlich erweiterte Bereich zur Himmelsscheibe von Nebra an. Neue Erkenntnisse beleuchten ihre Herstellung, die Herkunft der verwendeten Rohstoffe sowie die auf der Himmelsscheibe codierten Ideen und davon ausgehend die weitreichenden Fernkontakte der Aunjetitzer Kultur.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDiese Handelsverbindungen reichten von den Britischen Inseln \u00fcber Skandinavien und Mitteleuropa bis nach S\u00fcdosteuropa und in den vorderen Orient. &#8222;Besonders der Bernsteinhandel vom Nord- und Ostseeraum ins Mittelmeer belegt die erstaunliche Vernetzung der damaligen Welt&#8220;, sagte Kurator Jan-Heinrich Bunnefeld. &#8222;Den Abschluss dieses Dauerausstellungsteils bilden bunte Glasperlen aus Mesopotamien und \u00c4gypten, die nach dem noch immer r\u00e4tselhaften Ende der Fr\u00fchbronzezeit bis nach Mittel- und Nordeuropa gelangten.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach 17 Jahren wird im Landesmuseum f\u00fcr Vorgeschichte in Halle derzeit der Bereich &#8222;Bronzerausch&#8220; neu gestaltet. &#8222;Wir wissen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":545122,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1860],"tags":[6425,132871,55191,3364,29,548,663,3934,30,4062,17332,13,51298,81,14,15,6211,17331,860,12,115012],"class_list":{"0":"post-545121","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-halle-saale","8":"tag-archaeologie","9":"tag-bronzerausch","10":"tag-bronzezeit","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-eu","14":"tag-europa","15":"tag-europe","16":"tag-germany","17":"tag-halle","18":"tag-halle-saale","19":"tag-headlines","20":"tag-landesmuseum","21":"tag-mdr","22":"tag-nachrichten","23":"tag-news","24":"tag-regionalportal","25":"tag-saale","26":"tag-sachsen-anhalt","27":"tag-schlagzeilen","28":"tag-vorgeschichte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115479801012822902","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/545121","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=545121"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/545121\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/545122"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=545121"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=545121"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=545121"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}