{"id":545154,"date":"2025-11-02T11:27:14","date_gmt":"2025-11-02T11:27:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/545154\/"},"modified":"2025-11-02T11:27:14","modified_gmt":"2025-11-02T11:27:14","slug":"kassen-warnen-hoehere-beitraege-trotz-sparpakets","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/545154\/","title":{"rendered":"Kassen warnen: H\u00f6here Beitr\u00e4ge trotz Sparpakets"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) warnen vor weiter steigenden Beitr\u00e4gen im neuen Jahr auch mit dem vorgesehenen Sparpaket der Bundesregierung. Die vorgelegten Eingriffe reichten \u00ababsehbar nicht aus, Zusatzbeitragserh\u00f6hungen im Jahr 2026 zu verhindern\u00bb, schreibt die Techniker Krankenkasse in einer Stellungnahme f\u00fcr eine Anh\u00f6rung zu den Gesetzespl\u00e4nen am Montag im Bundestag. Der Dachverband der Betriebskrankenkassen (BKK) erkl\u00e4rt, wegen des n\u00f6tigen Auff\u00fcllens von R\u00fccklagen w\u00fcrden \u00abetliche Kassen auch im kommenden Jahr Beitragssatzanpassungen vornehmen m\u00fcssen\u00bb.<\/p>\n<p>Das Kabinett hat ein Sparpaket von zwei Milliarden Euro auf den Weg gebracht, das den Druck f\u00fcr neue Erh\u00f6hungen zum 1. Januar 2026 aufl\u00f6sen soll. Die Pl\u00e4ne von Gesundheitsministerin Nina Warken sehen Ausgabenbremsen vor allem bei den Kliniken vor. Die CDU-Politikerin hatte in Aussicht gestellt, zur Routine gewordene Erh\u00f6hungen damit zu durchbrechen und die Orientierungsmarke f\u00fcr den durchschnittlichen Zusatzbeitrag auf dem jetzigen Niveau von 2,9 Prozent zu stabilisieren. Der Bundestag soll das Gesetz am Donnerstag beschlie\u00dfen.\u00a0<\/p>\n<p>Zusatzbeitr\u00e4ge \u00fcber drei Prozent?<\/p>\n<p>Der GKV-Spitzenverband nannte das Paket einen \u00abersten richtigen Schritt\u00bb, der f\u00fcr stabile Beitr\u00e4ge aber keinesfalls ausreiche. \u00abEs ist davon auszugehen, dass f\u00fcr die weitere Auff\u00fcllung der Reserven ein zus\u00e4tzlicher Finanzbedarf von mindestens 0,1 Beitragssatzpunkten besteht\u00bb, hei\u00dft es in der Stellungnahme f\u00fcr die Anh\u00f6rung im Gesundheitsausschuss. \u00abInsgesamt ist davon auszugehen, dass die tats\u00e4chlich erhobenen Zusatzbeitragss\u00e4tze der Krankenkassen zu Jahresbeginn 2026 im Durchschnitt 3 Prozent \u00fcberschreiten werden.\u00bb<\/p>\n<p>Die Kassen und die Arbeitgeber warnen auch, dass bei den Kliniken weniger Einsparungen zusammenkommen d\u00fcrften als erwartet. Warken will eine Klausel aussetzen, die zu h\u00f6heren Verg\u00fctungen f\u00fchren w\u00fcrde, als es einem Wert f\u00fcr die tats\u00e4chlichen Kostensteigerungen entspricht. Es gibt aber auch eine Regelung, wonach Erh\u00f6hungen bei der Tarifbezahlung voll von den Kassen zu tragen sind.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abSie konterkariert den geplanten Einspareffekt\u00bb, erkl\u00e4rt die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverb\u00e4nde. Statt veranschlagter 1,8 Milliarden Euro w\u00fcrden so nach Sch\u00e4tzungen im Ergebnis nur 1,3 Milliarden Euro eingespart, erl\u00e4utern die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) in ihrer Stellungnahme.<\/p>\n<p>Kliniken und Verdi protestieren<\/p>\n<p>Die Klinikbranche und die Gewerkschaft Verdi kritisieren die Sparpl\u00e4ne scharf. \u00abSie gef\u00e4hrden die Gesundheitsversorgung und versch\u00e4rfen die wirtschaftliche Notlage der Krankenh\u00e4user\u00bb, warnt Verdi. Pl\u00f6tzliche Kostensteigerungen bei Energie und Sachausgaben w\u00fcrden nicht ausgeglichen. Zudem werde mit den massiven Einsparungen riskiert, dass Kostensteigerungen durch Personalabbau kompensiert werden. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft nannte die Pl\u00e4ne \u00ababsolut unangebracht und inakzeptabel\u00bb und forderte h\u00f6here Verg\u00fctungen.<\/p>\n<p>Direkt stabile Beitr\u00e4ge bei jeder einzelnen Kasse festlegen kann die Politik nicht. Sie setzt aber eine Orientierungsmarke fest, was sich nun wie schon im Vorjahr leicht verz\u00f6gert. Laut Gesetz gibt das Gesundheitsministerium bis 1. November einen durchschnittlichen Zusatzbeitrag f\u00fcr das Folgejahr bekannt. Dies soll jetzt nach Abschluss des parlamentarischen Verfahrens zum Sparpaket erfolgen. Ein zust\u00e4ndiger Sch\u00e4tzerkreis hatte ermittelt, dass sich f\u00fcr 2026 rechnerisch ein Wert von 2,9 Prozent ergibt. Nicht ber\u00fccksichtigt in der Prognose ist aber, wenn Kassen Reserven auf vorgeschriebene Mindestwerte auff\u00fcllen m\u00fcssen.\u00a0<\/p>\n<p>Kassen m\u00fcssen Zusatzbeitr\u00e4ge bald festlegen\u00a0<\/p>\n<p>\u00dcber die konkreten Zusatzbeitr\u00e4ge f\u00fcr 2026 f\u00fcr ihre Versicherten entscheiden die Kassen je nach ihrer Finanzlage in den kommenden Wochen selbst. Der gesamte Beitrag, den sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen, umfasst daneben den allgemeinen Satz von einheitlich 14,6\u00a0Prozent des Bruttolohns. Bei Anhebungen des Zusatzbeitrags haben Mitglieder ein Sonderk\u00fcndigungsrecht. Erst Anfang 2025 hatte es eine Welle kr\u00e4ftiger Erh\u00f6hungen gegeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) warnen vor weiter steigenden Beitr\u00e4gen im neuen Jahr auch mit dem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":545155,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[3364,29,1721,30,141,1188,1209,625,4418],"class_list":{"0":"post-545154","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-finanzen","11":"tag-germany","12":"tag-gesundheit","13":"tag-krankenversicherung","14":"tag-nordrhein-westfalen","15":"tag-verbraucher","16":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115479867860249035","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/545154","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=545154"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/545154\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/545155"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=545154"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=545154"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=545154"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}